"Mut tut gut"

Fotos (3) Betty Schiffer
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Mut tut gut“ hieß der Präventionskurs der Rheinschule in Emmerich. 23 Schüler der vierten Klasse nahmen an diesem Kurs teil.

Große Begeisterung war in den Kinderaugen zu sehen, als am vergangenen Donnerstag der Kurs mit Schulleiterin Birgit van Driel und der Schulsozialarbeiterin Eva Hense begann. Ein großes „Spinnennetz“ wurde als Hindernis mitten im Klassenraum aufgebaut. Die Aufgabe bestand darin, in Teamarbeit einen Schüler nach dem anderen durch die kleinen Löcher zu manövrieren, ohne dabei die Taue zu berühren. Das bedeutete für die Kinder eine gemeinsame Herausforderung. „Wir schaffen das“, riefen einige Schüler sich gegenseitig zu, bevor der Erste von ihnen in die Luft gehoben wurde. Bereits seit einigen Jahren veranstaltet die Rheinschule von der ersten bis zur vierten Klasse immer wieder solche Präventionskurse, die den Kindern nachhaltig soziales lernen und sozialen Umgang miteinander beibringen sollen. Es wird zum Beispiel geprobt was geschieht, wenn eine Schlägerei auf dem Schulhof stattfindet und man nicht herum steht und die Schläger anfeuert? Die Erkenntnis, dass man selber dazu beitragen kann, das Interesse der Masse an solchen Ereignissen zu senken, in dem man sich umdreht und geht, ist für die Schüler eine wichtige Erfahrung. Wann muss ich Hilfe holen? Ist es ok auch nein zu sagen? „Diese Kurse sollen in unserer Schule kein Event sein“, so Schulleiterin Birgit van Driel. „Es ist ein komplettes Konzept, was als wesentlichen Bestandteil das soziale Lernen hervorhebt. Die Nachhaltigkeit ist uns dabei besonders wichtig, um die Kooperationsfähigkeit der Kinder zu fördern“. Birgit van Driel hat eine zusätzliche Ausbildung für diese Kurse gemacht. „Wir konnten teilweise auch schon Verhaltensänderungen bei einigen Kindern feststellen“, so die Schulleiterin. Es werden zum Beispiel „Ich“, „Du“ und „Wir“ Kurse veranstaltet, bei denen es um die Reflektion der eigenen und der Persönlichkeit anderer geht. Charakterstärken zu erkennen und wertzuschätzen. „Du kannst gut trösten“ oder „Wir haben die Aufgabe gut gelöst“. Gefühle offen anzusprechen und zwischen guten und schlechten Geheimnissen zu unterscheiden ist Ziel dieser Kurse. Kinder die nicht zwischen petzen und Hilfe holen unterscheiden können, werden zum Beispiel schnell Opfer von Erpressungen. „Oft merkt man schon nach kurzer Zeit die Veränderung bei den Schülern, meistens wenn es zu Streitsituationen kommt“, erzählt Birgit van Driel. Das zeigt wohl, das besonders der Punkt der Nachhaltigkeit gegeben ist.

Autor:

Betty Schiffer aus Emmerich am Rhein

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