Markt für Snacks von Hund und Katze boomt - von Gimborn investierte fünf Milionen Euro
"Es herrscht Aufbruchstimmung"

Michael Baumgärtner (Chef der Gimborn Gruppe, links) und Geschäftsführer Jan Beckschäfer von der H. von Gimborn GmbH im neuen Gebäudekomplex.
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  • Michael Baumgärtner (Chef der Gimborn Gruppe, links) und Geschäftsführer Jan Beckschäfer von der H. von Gimborn GmbH im neuen Gebäudekomplex.
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"Es herrscht gerade eine richtige Aufbruchstimmung", freute sich Michael Baumgärtner, Chef der Gimborn Gruppe. Kein Wunder, hat das Unternehmen doch 5,5 Millionen Euro in einen auf 3.700 Quadratmeter entstandenen neuen Gebäudekomplex an der Albert Einstein Straße investiert, in dem sich sowohl Produktions- und Lagerflächen sowie zusätzliche Büroflächen befinden. Der Markt boomt und machte die Investitionen notwendig.

Obwohl in der neuen Halle noch reichlich Platz ist, wird hier bereits in zwei und drei Schichten an der Produktion und Verpackung von Katzensnacks gearbeitet. "Hier ist zwar noch Platz", schmunzelte Michael Baumgärtner, "aber das wird sich schon bald ändern, wenn die neuen Produktionsanlagen kommen." Das Unternehmen hat mit Bedacht erweitert, Platz geschaffen für die nächsten fünf bis zehn Jahre. Denn die Nachfrage steigt, immerhin exportiert von Gimborn in über 50 Märkte weltweit, hat Tochtergesellschaften in China, den USA, Italien und Tschechien.
Dabei hat man allerdings nicht nur in die Anlagen, sondern vielmehr auch in Personal investiert. "Wir haben ein tierisch gutes Team von hoch motivierten Mitarbeitern", so Baumgärtner. An den Standorten in Emmerich und Kelheim sind es über 200, alleine in Emmerich arbeiten 18 verschiedene Nationalitäten. In diesem Jahr kamen 20 neue Köpfe hinzu. "Wir kommen gar nicht mehr hinterher, haben sogar eine Bewerbung aus China für den deutschen Standort bekommen. Wir sind in der Zwischenzeit eine echt geile Firma geworden", strahlte Michael Baumgärtner, der aus der Lebensmittelbranche zum Unternehmen stieß.
Längst ist das Unternehmen in vielen Segmenten Marktführer in der weltweit wachsenden Branche. "Wir sind auf den Hund und die Katze gekommen", bemerkte Baumgärtner. Ein sehr emotionales Geschäft, denn hier geht es um die geliebten Vierbeiner. "Man liebt die Tiere, freut sich mit ihnen." Übrigens dürfen die Mitarbeiter ihre Hunde mit zur Arbeit bringen. "Ich freue mich immer, wenn sie in mein Büro kommen", schmunzelte Baumgärtner. Man hat in den letzten Jahren wahnsinnig viel Marktforschung betrieben. "Wir haben gelernt, unsere Konsumenten zu befragen und ihnen zuzuhören. Basierend darauf haben wir die Produkte dann umgesetzt und das ganze Sortiment grundlegend überarbeitet."
Mit Erfolg. Besonders die Pasten- und Tablet-Snacks der hauseigenen Marke GimCat sind nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in China der Renner. Hier punkten die mehrfach ausgezeichneten Produkte vor allem durch ihre Premium-Qualität. Dank der neuen Produktionsanlagen konnte man der erhöhten Nachfrage gerecht werden und seine Kapazitäten verdoppeln. "Die Erweiterung des Emmericher Standortes in allen Bereichen war richtig und wichtig. Ich freue mich sehr, dass uns dieser Schritt gelungen ist und auch der Wirtschaftsstandort Emmerich von dieser positiven Entwicklung profitiert. Denn wir wollen in und mit der Region Emmerich und seinen Menschen weiter wachsen."
Im Zoofachhandel ist von Gimborn einst groß geworden, doch mittlerweile läuft das Geschäft nicht nur in den Supermärkten und Zoofachhandlungen. Vieles läuft über den Online-Bereich. Digital Marketing mit kreativen Social Media Präsenzen ist das Konzept. Dazu wurden beispielsweise im letzten Jahr zwei Auszubildende zum E-Commerce Kaufmann eingestellt. Doch das A und O ist aber immer noch die Produktentwicklung. "Wir probieren ständig etwas Neues aus", bemerkte Geschäftsführer Jan Beckschäfer. So werden neue Produktionstechnologien entwickelt, deren erste Produkte im Herbst diesen Jahres auf den Markt kommen.

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