Geschenk von Christa Wieberneit, Witwe des Künstlers El-Shalom Wieberneit
Gedichtband für Stadt Ennepetal

Das Foto zeigt (v.l.): Bürgermeisterin Imke Heymann, Christa Wieberneit, Raphael Wieberneit, Petra Wieberneit, Benina Wieberneit, Gerson Wieberneit, Donata Adam und Veit Adam.
  • Das Foto zeigt (v.l.): Bürgermeisterin Imke Heymann, Christa Wieberneit, Raphael Wieberneit, Petra Wieberneit, Benina Wieberneit, Gerson Wieberneit, Donata Adam und Veit Adam.
  • Foto: Stadt
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Eine große Ehre erfuhr jetzt die Stadt Ennepetal. Christa Wieberneit, Witwe des Künstlers El-Shalom Wieberneit, überreichte Bürgermeisterin Imke Heymann im Beisein ihrer Familie einen umfangreichen Gedichtband mit von ihr verfassten Gedichten. Der Bildband ist im Jahr 2010 entstanden, jede einzelne Seite wurde durch „El-Shalom“ liebevoll mit Szenen aus Ennepetal illustriert und aufwändig gestaltet.

Damals hatte das Ehepaar gemeinsam beschlossen, diesen Gedichtband der Stadt Ennepetal zu einem geeigneten Zeitpunkt zum Geschenk zu machen. Durch den Tod des Künstlers im Jahr 2015 trat dieser Plan zunächst in den Hintergrund. Den 70-jährigen Geburtstag der Stadt Ennepetal nahm Christa Wieberneit jetzt zum Anlass, der Stadt das wertvolle Buch zu überlassen.
Christa Wieberneit hat eigentlich schon immer Gedichte geschrieben, viele Jahre gestaltete sie unter anderem kleine Gedichtbände für die evangelische Buchhilfe.
Gottfried (El Shalom) Wieberneit wurde am 11. Mai 1924 in Wuppertal-Barmen geboren. 1941 erhielt er ein Stipendium für Malerei. Sein Studium dauerte nur kurz, denn 1942 wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen, kurz danach in die Wehrmacht. 1944 geriet er in Italien in englische Kriegsgefangenschaft, drei Jahre verbrachte er in Ägypten und Libyen.
Nach seiner Rückkehr nahm er sein Kunststudium wieder auf und machte 1950 sein Staatsexamen.
In den 50’er Jahren widmete er sich überwiegend der Kunst am Bau. Aber immer wieder beschäftigte er sich mit biblischen Themen. Seine Verbundenheit mit der Bibel prägte auch seine große Liebe zu Israel, so dass er „El Shalom“ als Künstlernamen in freier Übersetzung seines Namens Gottfried angenommen hat. Immer wieder zog es ihn nach Israel, wo er mehrere große Ausstellungen durchgeführt hat.
Sein größtes Werk, Der Messias“ besteht aus 14 Bildern und sechs Triptichen. Es ist 32 Meter breit und drei Meter hoch. Es wurde in seiner Gesamtheit öfter ausgestellt, so zum Beispiel zur Wiedervereinigung Deutschlands in der Oper zu Leipzig unter der Schirmherrschaft des damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf.
Auch in Ennepetal hat El Shalom Wieberneit Spuren hinterlassen. 1993 malte er die Katholische Kirche St. Johann Baptist in Voerde aus und stellte 2010 das Evangeliar für die Kirche her.
Bereits 2007 hat Gottfried Wieberneit Bilder und Skizzen der Stadt geschenkt. Gerson Wieberneit, Sohn des verstorbenen Künstlers, würdigte neben der künstlerischen Leistung seines Vaters auch das Wirken seiner Mutter: „Auch der stärkste Mann ist nur so stark, wie die Frau an seiner Seite“.

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