Internationaler Besuch im Ennepetaler Industriemuseum

Dr. Walter Knuff (li.) mit Filmemacher Hardy Lahme, dessen Film über den EN-Kreis im Museum gezeigt wurde. Foto: Möller-Sendler
  • Dr. Walter Knuff (li.) mit Filmemacher Hardy Lahme, dessen Film über den EN-Kreis im Museum gezeigt wurde. Foto: Möller-Sendler
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Über den Besuch von gleich zwei ausländischen Delegationen an einem Tag im Industrie Museum Ennepetal hat der Ennepetaler Dr. Walter Knuff einen Bericht angefertigt:

"Mit 66 Personen besuchte der Rotary-Club Gevelsberg – darunter zehn französische und zehn englische Landsleute – das noch im Aufbau befindliche Industrie-Museum Ennepetal (IME). Mit Blick auf dieses Ereignis meinte sein Leiter, Prof. Dr. Reinhard Döpp, hinter vorgehaltener Hand zu seinen Landsleuten: „Ab heute sind wir auch im Bereich Industriegeschichte und Kultur kein Nobody mehr.“

Die 20 ausländischen Gäste als Multiplikatoren für das IME in ihren Heimatländern unterwegs? Das wäre nach diesem einmaligen Kurzbesuch sicherlich zuviel erwartet. Aber dennoch dürfte ihnen nachhaltig in Erinnerung geblieben sein, dass sie unter Anleitung durch die Ennepetaler Gießerei-Spezialisten Rainer Finke, Horst Behrens und ihre Mitstreiter im uralten Gießverfahren Miniatur-Objekte wie Füchse – mit Hinweis auf die „Fuchsination“ in Ennepetal, Salamander, Igel sowie anders liebevoll gestaltetes Getier mit eigenen Händen produziert hatten. Als Souvenirs durften diese auch mit nach Hause genommen werden (Station1).

Nach dem pädagogischen Prinzip der Differenzierung wurden von Dr. Walter Knuff vom IME weitere Stationen eingerichtet. Station 2 verschaffte einer weiteren Gruppe einen Überblick über den Ennepe-Ruhr-Kreis. Dieser wurde vermittelt durch die neueste Kreation aus der kürzlich gegründeten Film-Werkstatt Ennepetal, kurz FWE, um den Filmemacher Hardy Lahme, Dr. paed. und Diplom-Pädagoge Walter Knuff und Videogestalter Ewald Kätzler.

In dieser DVD gelingt der Einklang zwischen malerischer Postkarten-Landschaft und industriegeschichtlicher Aufarbeitung des Neun-Städte-Verbundes. Man bekommt sie für 15 Euro in der Buchhandlung Bäcker in Ennepetal-Milspe. Experten halten diesen Film für eine nützliche Werbeaktion im Hinblick auf eine „Welt-Kulturerbe“-Kandidatur unserer Region.
An einer dritten Station übernahm Prof. Reinhard Döpp eine sachkundige Führung durch sein anfänglich angestrebtes „Haus der Metalle“ (nur das Parterre war aus feuerschutztechnischen Gründen begehbar). Unterstützt durch Diplom-Ingenieur Rüdiger Muylkens und den ehemaligen Geschäftsführer von CDP/Bharat-Forge, Gerd Schlöndorf, deren große, mittlerweile im Schmiedemuseum befindliche Schmiede-Pressteile für die Marken Mercedes und BMW bis hin zu solchen von Porsche und Ferrari.

Danach wurden die Stationen gegen den Uhrzeigersinn gewechselt. Für das anschließende Mittagessen hatte Prof. Dr. Karoff die Küche der Kurklinik Königsfeld bemüht und mit Oberstudiendirektor a. d. Raab vom Reichenbach-Gymnasium – beide im Vorstand der Rotarier Gevelsberg – die Logistik außerhalb des IME übernommen. Die Veranstaltung endete gegen 15.30 Uhr mit einem Grußwort und Dankeschön des Rotary-Club-Chefs Stoffels an den Förderkreis Industriekultur im Industrie-Museum Ennepetal.

Dass am selben Tag um 17 Uhr im Industriemuseum noch eine weitere internationale, ca. 30-köpfige Industrie-Delegation von der ERIH (European Route of Industrial Heritage) e.V. mit englischem Präsidenten und holländischem Vizepräsidenten empfangen und für 90 Minuten ansprechend betreut werden musste, konnte das eingespielte Team vom IME nicht schocken, obwohl allen die erbrachten Anstrengungen nachher deutlich ins Gesicht geschrieben standen. "

Autor:

Carmen Möller-Sendler aus Ennepetal

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