Justin Brindöpke engagiert sich für Tierschutz
Vegan und ein Herz für Tiere

Justin Brindöpke als Influencer noch bekannter werden. Er ernährt sich vegan und sein Herz gehört den Tieren. Foto: Pielorz
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Justin Brindöpke (24) ist Ennepetaler. Er hat Erfahrungen als Verkäufer in einem Lebensmittelgeschäft und macht an der Fernuni eine Ausbildung zum Psychotherapeutischen Heilpraktiker. Zertifizierter Stress- und Burnout-Berater ist er bereits. Er ist in den elektronischen Medien unterwegs – wie so viele in seinem Alter. Zu seinen Herzensthemen Natur und vegane Ernährung hat er bereits knapp 100.000 Follower. Für Tiere schlägt sein Herz. So sehr, dass er sich auch politisch in der Tierschutzpartei engagiert.

In Sachen Natur und Tiere ist der junge Mann schon seit der Kindheit unterwegs. „Ich mag Tiere und bin gerne in der Natur unterwegs. Früher habe ich viel Fleisch gegessen, doch vor drei Jahren habe ich meine Ernährung auf vegetarisch umgestellt. Vegan lebe ich jetzt zwei Jahre und es geht mir gut dabei. Ich finde es wichtig, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Jeder Mensch muss für sich selbst die Antwort auf die Frage finden, wie er sich ernähren will. Ich will niemanden bekehren, aber sensibilisieren.“
Brindöpke hat sich intensiv mit dem Thema Ernährung beschäftigt, ist neugierig gewesen. „Am Anfang stand natürlich das Tierleid. Jeder von uns hat Bilder gesehen von Tiertransporten oder irgendwelchen landwirtschaftlichen Betrieben und ihrer Tierhaltung. Mir hat sich dabei irgendwann der Magen umgedreht und ich wollte einfach kein Produkt mehr essen, wofür man ein Tier töten oder unter bestimmten Voraussetzungen halten muss. Von diesem Gedanken ausgehend, muss man sich aber mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Denn auch ich esse natürlich gern und abwechslungsreich.“ Auf Brindöpkes Teller kommt auch gern etwas Selbstgekochtes. „Ich bin Nudelfan und es gibt sehr viele leckere vegane Soßenvarianten. Frikadellen, Falafel, Schnitzel – gibt es alles fleischlos. Dazu leckere Gewürze, hhhmmm….“ Vegane Ernährung sei tier-, umwelt- und klimafreundlich, so Brindöpke. Er findet: „Die Natur liefert uns mit Gemüse, Getreide und Obst eigentlich alles, was wir brauchen. Für die Produktion von Fleisch und Milchprodukten fallen mehr als 40 Prozent der durch Ernährung verursachten Treibhausgase an. Natürlich muss man auf den Saisonkalender für Obst und Gemüse achten, aber es gibt wirklich viele leckere Rezepte, die man ausprobieren kann. Veganes Essen ist einfach lecker.“
Dass sich durch diese Ernährungsform zwangsweise eine mangelhafte Nährstoffaufnahme ergibt, sieht er nicht. „Bei einer veganen Ernährung muss man eine Auswahl an verschiedenen Eiweißquellen verzehren sowie die Nährstoffe Eisen, Calcium, Zink, Jod, Vitamin B12, B2, D und die Omega-3-Fettsäuren im Auge behalten. Das geht aber gut. Laut einer 2020 erschienenen Studie der DGE essen Kinder, die sich vegan ernähren, mehr Obst und Gemüse. Sie verzehren im Vergleich zu Mischköstlern die vier- bis zehnfache Menge an gesunden Nüssen, die drei- bis siebenfache Menge an Hülsenfrüchten, wesentlich mehr gesunde mehrfach ungesättigte Fettsäuren und etwa doppelt so viele Ballaststoffe.“

Mensch, Tier und Umwelt als Ganzes

Für ihn gehören Mensch, Tier und Umwelt einfach als großes Ganzes zusammen. „Dabei ist die vegane Ernährung auch nur ein Teil des Ganzen. Ich wende mich gegen Tierversuche. Ich bin gegen die Jagd, aber auch gegen Angeln und das Züchten von Tieren, beispielsweise damit Menschen Pelze tragen. Stierkampf ist für mich Tierquälerei und gehört verboten. Ich bin Mitglied im Deutschen Tierschutzverband und in der Tierschutzpartei, habe mich sogar jetzt in Dortmund für die Landtagswahl aufstellen lassen.“
Auch zum Thema Haustiere hat sich Brindöpke Gedanken gemacht. „Haustiere sind wichtig, weil sie eine Bereicherung des Familienlebens sind. Aber die artgerechten Bedingungen der Tierhaltung müssen natürlich stimmen. Ich habe selbst einen Hund und früher auch eine Katze gehabt, aber die beiden Damen haben sich nicht gut vertragen. Ich finde eine Art Haustier-Führerschein sehr sinnvoll, denn es ist oft die Unwissenheit der Menschen, die zum Fehlverhalten der Tiere führt.“
Grundsätzlich, so der Influencer, sei es wichtig, sich zu sensibilisieren und sich einfach mehr Gedanken zu machen. „Ich will niemanden bekehren, aber zum Nachdenken bewegen. Jeder kann etwas tun. Wer auf Fleisch oder tierische Produkte (noch) nicht verzichten möchte, kann sein Einkaufsverhalten überdenken. Wo kommen die Produkte her, die im Einkaufswagen oder im Kühlschrank landen? Es geht ja auch nicht nur um die Ernährung. Wenn ich beispielsweise ein Portemonnaie kaufen will, dann muss das ja nicht aus dem Leder eines Tieres gemacht sein.“
Brindöpkes Fangemeinde ist nicht gerade klein. Mit seinen knapp 100.000 Followern ist der Influencer nicht schlecht aufgestellt. Mit ihnen teilt er Posts zu seinen Lieblingsthemen. „Mein Engagement für Tiere und Umwelt wird nicht nachlassen.“ Seine vegane Ernährung will er ebenfalls beibehalten. „Ich bin davon überzeugt, dass dieser Weg richtig ist. Die Albert-Schweitzer-Stiftung sagt: Ernährten sich die Menschen rein pflanzlich, würde dies die ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen bis 2050 um 70 Prozent reduzieren. Eine vegetarische Ernährung reduziert um 63 Prozent. Mich überzeugt das einfach.“

Justin Brindöpke als Influencer noch bekannter werden. Er ernährt sich vegan und sein Herz gehört den Tieren. Foto: Pielorz
Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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