Bewegung im PCB-Fall
Stadt Ennepetal plant Infoveranstaltung und Kreis veröffentlicht Löwenzahnbericht

Eine Seite aus dem original Löwenzahnbericht, der nun auf der Internetseite des Kreises einsehbar ist.
  • Eine Seite aus dem original Löwenzahnbericht, der nun auf der Internetseite des Kreises einsehbar ist.
  • Foto: Screenshot: www.enkreis.de
  • hochgeladen von Nina Sikora

Die Stadt Ennepetal hat sich entschlossen, im PCB-Fall selbst aktiv zu werden und eine eigene Informationsveranstaltung am 6. November anzusetzten. Die Pressemitteilung hierzu im wortlaut:

"„Die heutige Berichterstattung in der lokalen Presse verunsichert die Bürgerinnen und Bürger“, so Bürgermeisterin Imke Heymann. Informationen aus unterschiedlichsten Quellen, Beiträge in den sozialen Netzwerken und den Medien verstärken in der Ennepetaler Bevölkerung die Ängste und Sorgen, die mit dem Thema PCB in Oelkinghausen verbunden sind.
Als Bürgermeisterin habe ich den Anspruch, zeitnah, umfassend und transparent zu informieren, damit genau das nicht passiert.
Da der Ennepe-Ruhr-Kreis bisher nicht tätig geworden ist, planen wir nun selbst die dringend notwendige Informationsveranstaltung für den 6. November und erwarten, dass der Landrat mit seinen Fachleuten dort Rede und Antwort steht“, legt sich Bürgermeisterin Imke Heymann fest."
"

Löwenzahnbericht online

Weitere Neuigkeiten im PCB-Fall kommen vom Kreis. Der vieldiskutierte Löwenzahnbericht wurde nun vom veröffentlicht und ist für Jedermann einsehbar. Erst kürzlich hat der Ennepe-Ruhr-Kreis eine Zusammenstellung von Informationen rund um die Messungen zu erhöhten PCB-Werten in Ennepetal im Gewerbegebiet Oelkinghausen und im Wohngebiet Büttenberg veröffentlicht. Diese so genannten Frequently Asked Questions (FAQ) werden nun um den Löwenzahnbericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ergänzt, der im Internet auf der Seite des Ennepe-Ruhr-Kreises www.en-kreis.de jetzt einsehbar ist.

Hier klicken, um direkt zur FAQ's-Liste und zum Bericht zu gelangen
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Grund der Messungen war ein im Oktober 2018 festgestellter Partikelniederschlag im Gewerbegebiet Oelkinghausen. Proben der weißen Partikel wurden zur Analyse an das Landesumweltamt (LANUV) gegeben. Aus den Ergebnissen der Analyse sowie von Emissionsberechnungen der Verursacherfirma für die beobachteten Partikelniederschläge, ergaben sich erste Hinweise auf PCB 47.

Testverfahren im Umfeld

Daraufhin führte das LANUV ein Screening, sprich ein Testverfahren im Umfeld des Gewerbegebietes in Ennepetal durch, bei dem Proben von Löwenzahnpflanzen genommen wurden. Diese Untersuchungen waren wichtig, um festzustellen, ob und wo sich Schadstoffdepositionen in Pflanzen im Gewerbegebiet sowie in der Umgebung des Gewerbegebietes Oelkinghausen wiederfinden.

Im Ergebnis der Löwenzahnproben wurde an sechs Stellen der sogenannte Hintergrundwert für PCB überschritten. Die Überschreitungen bewegen sich zwischen dem ca. 1,5- bis 6,7-fachen. Alle diese Punkte liegen im Gewerbegebiet Oelkinghausen. Der im Norden des Ortsteils Büttenberg gefundene Wert liegt nahe am Hintergrundwert, zwei weitere Löwenzahnproben im Osten waren unauffällig.

Erstes Schadstoffscreening

Mit dem Löwenzahnbericht ist nur ein erstes Schadstoffscreening durchgeführt worden. Die Ergebnisse liegen dem Kreis seit Anfang September vor. Für eine Veröffentlichung galt es allerdings zunächst die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Hierfür mussten Freigaben und Stellungnahmen des LANUV sowie der Verursacherfirma eingeholt und rechtlich geprüft werden. Die Ergebnisse der weiteren Emissionsmessungen, der Grünkohlproben und der Bodenproben sind allerdings noch zwingend abzuwarten. Diese Ergebnisse werden dann seitens des begutachtenden LANUV bewertet. Letztlich wird das LANUV erst im Frühjahr 2020 (nach Vorlage der Ergebnisse der Grünkohlproben) eine voraussichtlich abschließende Bewertung der Sachlage vornehmen.

Fragen an die Kreisverwaltung

Bürger, die Fragen zu den Verzehrempfehlungen oder gesundheitlichen Aspekten haben, können sich nach wie vor direkt an die Kreisverwaltung wenden. Erste Wahl sind dabei die Mitarbeiterinnen der Telefonzentrale (Tel. 02336/93 0). Sie verbinden dann je nach Fragestellung mit den Ansprechpartnern in Umweltamt und Fachbereich Soziales und Gesundheit.
Die Kreisverwaltung wiederholt auch den Aufruf an die Bürger sich zu melden, wenn im genannten Bereich erneut weißliche Partikelniederschläge festzustellen sind. Diese waren der Auslöser der vom Ennepe-Ruhr-Kreis eingeleiteten Untersuchungen. Hinweise auf Partikel nimmt die Stadt Ennepetal unter der Telefonnummer 02333/979 0 entgegen.

Autor:

Nina Sikora aus Essen-Ruhr

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