Dreharbeiten für Filmbeitrag „Was tun wenn…? Amoklauf!“

Besprechung bei den Dreharbeiten mit Autor und Filmemacher Tom Jantschik (2.v.l.), Heinz Kraft (links) und den Aufnahmetechnikern.
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  • Besprechung bei den Dreharbeiten mit Autor und Filmemacher Tom Jantschik (2.v.l.), Heinz Kraft (links) und den Aufnahmetechnikern.
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Deeskalationstrainer Heinz Kraft (Ennepetal) war fachlicher Berater


„Was tun, wenn…?“ Diese Fragen beschäftigen Lehrerinnen und Lehrer, wenn an der Schule Amokalarm ausgelöst wird: Wie sieht eine organisatorische/technische Vorbereitung aus? Welche Fragen sollten schon vor dem Alarmfall beantwortet, welche Szenarien durchdacht sein? Welche Handlungsalternativen bleiben im Ernstfall?

Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, findet schnell mehr Fragen als Antworten und sucht für Dilemmasituationen Lösungen nach ethischen Maßstäben.

Mit dem Thema auseinandersetzen

Nach Recherchen zum Thema „Amoklagen“ entschloss sich Autor und Filmemacher Tom Jantschik (Köln), hierzu für die Wissenschaftsserie „Galileo“ bei pro7 einen Filmbeitrag zu erstellen. Aus dem Exposé: „Amoklauf – ein heikles Thema, das Gänsehaut verursacht, sobald man darüber nachdenkt. Doch der Amoklauf ist auch ein Thema, über das gesprochen werden muss. Denn wer sich vorher mit dieser Notsituation auseinander gesetzt hat und im Extremfall bestimmte Verhaltensregeln einhält, kann dazu beitragen, die Zahl der Opfer gering zu halten.”

Für die fachliche Beratung gewann er die Diplom-Psychologin und Kriminalistin Karoline Roshdi (Darmstadt) und den Gewalt-Deeskalationstrainer Heinz Kraft (Ennepetal).

Dreharbeiten in einem Schulkomplex

Am 13. und 14. April war es so weit: Dem Filmteam stand der Schulkomplex des Landrat-Lucas-Gymnasiums in Leverkusen-Opladen zur Verfügung, in dem mit Schauspielschülerinnen und –schülern aus Köln und den Fachleuten die Dreharbeiten erfolgen konnten. Interviews, Erklärungen, Handlungsabläufe, Szenen waren im Exposé vorbereitet und wurden nach und nach „abgearbeitet“.

Zeitweilig machte sich beim Durchspielen einiger Szenen Betroffenheit breit – obwohl allen klar war, dass es kein Ernstfall, sondern ein Filmdreh war, etwa in der Szene, als ein Mädchen an der verschlossenen Tür klopfte und die Tür aus Sicherheitsgründen verschlossen blieb. „Im Ernstfall ist so etwas unerträglich“, so die einhellige Meinung der Akteure. Und auch: „Es ist gut, sich vorbereitend mit solchen Themen auseinanderzusetzen.“

Das aufgenommene Material muss jetzt in den nächsten Tagen gesichtet, „geschnitten“ und zu einem Beitrag zusammengesetzt werden. Der Sendetermin steht noch nicht fest, dürfte aber Ende April oder Anfang Mai sein.

Leitfaden als Ergebnis

Heinz Kraft, der an Schulen Trainingsworkshops und Vorträge zum Thema „Amokalarm – Zweckmäßiges Verhalten in der Klasse“ durchführt, freut sich, dass dies seines Wissens die erste Fernsehproduktion dieser Art zum Verhaltensaspekt ist und als eine Art Leitfaden dienen kann.

Nachtrag:
Der Film wurde am 17. September in der Reihe Galileo bei Pro7 gesendet:
Hinweis im Lokalkompass:
http://www.lokalkompass.de/ennepetal/ratgeber/filmbeitrag-amoklauf-was-jetzt-bei-pro7-gesendet-d344931.html
Link zum Film:
http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/amoklauf-und-was-jetzt-clip

Besprechung bei den Dreharbeiten mit Autor und Filmemacher Tom Jantschik (2.v.l.), Heinz Kraft (links) und den Aufnahmetechnikern.
Unterschiedliche Verhaltensalternativen wurden diskutiert, erprobt und im Hinblick auf die Rettungsmöglichkeiten bewertet
Autor:

Heinz Kraft aus Ennepetal

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