Ein Schwimmstar von morgen: Julie Ann Weßler bekommt vier Jahre Stipendium in den USA

Marion Bösel-Weßler ist stolz auf das Stipendium und die sportlichen Leistungen ihrer Tochter Julie Ann Weßler (re.).
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  • Marion Bösel-Weßler ist stolz auf das Stipendium und die sportlichen Leistungen ihrer Tochter Julie Ann Weßler (re.).
  • Foto: Sebastian Jarych
  • hochgeladen von Carmen Möller-Sendler

Kaum war sie am Mittwoch in Frankfurt gelandet - auf dem Rückweg von der Schwimm-WM in Shanghai, zu der sie die deutsche Nationalmannschaft begleitet hatte - stand Julie Ann Weßler (19) dort auch schon in der Botschaft um ein neues Visum an.

Diesmal geht es nach Amerika, genauer gesagt, nach Wingate in North Carolina. Dort bekommt die Schwimmerin mit zig Titeln - unter anderem ist sie Deutsche Meisterin in der Staffel über 4x50 m Lagen, mit deutschem Rekord, und Dritte bei den Deutschen Freiwassermeisterschaften über 25 km - nämlich ein Stipendium für vier Jahre Bachelor-Studium in Sportwissenschaften, kombiniert mit einem strengen Schwimmtraining. Und es ist nicht die einzige Universität, die Julie Ann mit Kusshand genommen hätte: Die Organisation Scholarbook, die Stipendien vermitteln hilft, stellte für sie ein Bewerbungsvideo zusammen, das an alle Unis ging. „Bei 50 Angeboten haben wir aufgehört zu zählen“, freut sich Julie Ann, die gerade ihr Abitur an einem Essener Sportgymnasium bestanden hat und sich fürs Studium letztlich für Wingate entschied: Am 18. August geht der Flieger.

Ihr „Seepferdchen“ hat sie im zarten Alter von drei Jahren bei ihrer Mutter Marion Bösel-Weßler, Diplom-Sportlehrerin und damals Übungsleiterin bei den Wasserfreunden Gevelsberg, gemacht. Die sportliche Mama, die als Schwimmtrainerin arbeitet, fährt schon im November ihre Tochter besuchen. „Sie wird mir sehr fehlen. Doch ich bin auch sehr stolz!“ sagt sie.

Ohnehin ist Amerika für Mutter und Tochter eine zweite Heimat. „Das Schwimmen hat dort etwa den Stellenwert, den hierzulande Fußball hat“, begründet Julie-Ann ihre Entscheidung. „Und das Team hält zusammen - da gibt es keine Einzelkämpfer!“ Ihre nächsten Ziele? „Angreifen im Freiwasserschwimmen, weil ich da Potenziale nach oben habe. Und dann auf Olympia 2016 schwimmen!

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