Lara Dinkelmann "walked" sich mit Kunstgelenken zurück ins Leben
Topleistungen trotz Prothese

 Nach einer umfassenden Diagnose riet Dr. med. Dieter Nachtigal Draga Dinkelmann zu zwei Knieprothesen.
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  • Nach einer umfassenden Diagnose riet Dr. med. Dieter Nachtigal Draga Dinkelmann zu zwei Knieprothesen.
  • Foto: Helios Klinikum
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Lachend zeigt Draga Dinkelmann die Fotos von ihrem Acht-Kilometer-Lauf. Im August 2018 nahm sie an ihrer ersten großen Walkingveranstaltung teil.

Beim „Barmer Women´s Run“ in Köln walkte sie mit, am Ende tanzte sie ausgelassen ins Ziel und verzauberte mit ihrer positiven Ausstrahlung auch die Jury für Sonderpreise: Für ihren besonders motivierten und glücklichen Zieleinlauf erhielt Draga Dinkelmann einen Trainingstag mit Heike Drechsler, ehemalige deutsche Spitzen-Leichtathletin.
Selbstverständlich ist dieser Erfolg für die Ennepetalerin nicht – waren die Jahre davor doch von Schmerzmitteln und auch Resignation geprägt. Draga Dinkelmann litt viele Jahre an starken Knieschmerzen, die auch zunehmend den Alltag der 63-Jährigen beeinflussten. Die inzwischen berentete Intensivschwester arbeitete über 40 Jahre auf der Intensivstation des Helios Klinikums Schwelm.
Wenn sie von ihrem Beruf erzählt, dann mit Leidenschaft und Hingabe. Umso mehr setzte es der ehemaligen Mitarbeiterin zu, nicht mehr voll einsatzfähig zu sein: „Zu Beginn habe ich es immer noch mit Schmerzmitteln versucht. Aber auch die halfen irgendwann nicht mehr gegen die starken Schmerzen in beiden Knien, Krankschreibungen waren die Folge. Diese körperliche Einschränkung belastete mich zunehmend auch psychisch, ich konnte kaum mehr meinen Alltag bewältigen.
Draga Dinkelmann zog sich daraufhin immer mehr zurück, auch das Sozialleben litt immer mehr unter ihrer Erkrankung: „Ich kam kaum mehr vor die Tür, und wenn, dann versuchte ich es mir so einfach wie möglich zu machen und besuchte nur Freunde, die im ersten Stock wohnten. Nach und nach wurde mein sozialer Radius immer kleiner.“
Ihre letzte Hoffnung setzte sie in Dr. med. Dieter Nachtigal, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie. „Wenn man selbst einmal erkrankt, ist die Behandlung durch eigene Kolleginnen und Kollegen vielen doch zu persönlich. Ich dagegen habe mich darüber gefreut.“
Nach einer umfassenden Diagnose riet Dr. med. Dieter Nachtigal zu zwei Knieprothesen: „Die Kniegelenke werden im Alltag stark belastet. So lange die Gelenkflächen der Gelenkkörper mit ausreichend Knorpel überzogen sind, lässt sich das Gelenk schmerzfrei bewegen. Bei Draga Dinkelmann war jedoch die Gonarthrose, so wird die Abnutzung des Gelenkknorpels medizinisch bezeichnet, schon stark ausgeprägt. Um eine Schmerzfreiheit und eine Wiedererlangung der Beweglichkeit zu ermöglichen, wären gelenkerhaltende Maßnahmen in diesem Fall nicht ausreichend gewesen“, erklärt Dr. med. Dieter Nachtigal.
Die erste Prothese wurde daraufhin auf der linken Seite eingesetzt. „Es klappte auf Anhieb gut. Und endlich konnte ich wieder stabil stehen. Über all die Zeit habe ich gar nicht gemerkt, welche Fehlhaltung ich durch die Erkrankung der Kniegelenke eingenommen hatte.“
Bereits ein halbes Jahr später, im Januar 2016, erfolgte der Austausch des rechten Kniegelenks. Neue Behandlungskonzepte und optimierte Operationsverfahren trugen dazu bei, dass beide Operationen schonender durchgeführt und die Patientin nach dem Einsetzen der Prothesen schneller wieder mobil werden konnte. Schon im April 2016 konnte die Krankenschwester wieder mit ihrer Arbeit auf der Intensivstation beginnen.
Seitdem ist die Ennepetalerin wieder schmerzfrei und vor allem fröhlich. „Endlich habe ich mein Leben wieder. Da ich nun auch die Möglichkeit habe, mich wieder mehr zu bewegen ist meine Devise: Fit bleiben!“.

 Nach einer umfassenden Diagnose riet Dr. med. Dieter Nachtigal Draga Dinkelmann zu zwei Knieprothesen.
Draga Dinkelmann nach dem „Barmer Women´s Run“ in Köln.

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