Feuerwehreinsatz bei einem Altmetall-Recycling-Unternehmen
Großbrand wütete am Stadthafen

Die Feuerwehr hatte am Dienstag im Stadthafengebiet einen Großeinsatz zu bewältigen. Foto: Feuerwehr
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  • Die Feuerwehr hatte am Dienstag im Stadthafengebiet einen Großeinsatz zu bewältigen. Foto: Feuerwehr
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Am frühen Dienstagnachmittag wurde in Bergeborbeck Alarm ausgelöst: Bei einem Altmetall-Recycling-Unternehmen in der Straße Zur Halbinsel am Stadthafen war ein Abfallbrand gemeldet worden, der sich in Windeseile zu einem Großbrand entwickelte.  Nicht zum ersten Mal musste die Feuerwehr hier intensiv tätig werden. Bereits am 26. Januar 2011 und am 2. März 2012 hat es auf diesem Gelände Großbrände gegeben. Die Feuerwehr war jeweils mehrere Tage vor Ort. Der heutige Eigentümer hat die Fläche nach eigenen Angaben erst vor zwei Jahren übernommen.

Der aktuelle Fall: Die schwarze Rauchsäule war am Dienstag, 23. Juli, gegen 13.45 Uhr kilometerweit zu sehen. Die zuerst alarmierten Kräfte forderten sofort Verstärkung nach. Nach nur 15 Minuten waren insgesamt drei Löschzüge unterwegs und bekämpften aus fünf Rohren über Drehleitern und Wasserwerfern mit mehreren tausend Litern pro Minute ein intensiv brennendes und qualmendes Feuer.

Wasser aus dem
Rhein-Herne-Kanal gepumpt

Das Löschwasser wurde unter anderem mit dem Feuerlöschboot Ernst Finkemeyer aus dem naheliegenden Rhein-Herne-Kanal gepumpt. Auf einer Fläche von rund 1.500 Quadratmetern brannten abgelagerte Teppichbodenreste und bereits geschredderte Matratzen. Zusätzlich wurden etwa 20 Schrottfahrzeuge ein Raub der Flammen, einen Bagger im Wert von 100.000 Euro konnten die Männer sichern.

Die textilen Reste hatte der jetzige Eigentümer des Betriebes vor zwei Jahren vom Vorbesitzer übernommen, eine Entsorgung war eingeleitet. Die Rauchsäule stieg wegen der Thermik und des in unteren Luftschichten quasi nicht vorhandenen Windes nahezu senkrecht auf. Erst in etwa 2.000 Metern Höhe erfasste eine leichte Brise den Rauch und es kam zur erwünschten Verdünnung. Die Rauchsäule war bis ins Bergische Land sichtbar.

Schon frühzeitig waren in Duisburg, Bottrop, Oberhausen und natürlich auch in Essen die Menschen über "NINA", die Warn-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gewarnt worden, eine Entwarnung erfolgte gegen 17.15 Uhr. Ergebnisse der vorher durchgeführten Schadstoffmessungen durch eigene und externe Kräfte (Landesamt für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz, LANUV) brachten keine nachweisbaren Konzentrationen in den kontrollierten Bereichen.

Extreme Belastung für
rund 70 Einsatzkräfte

Gegen 17 Uhr war der Brand unter Kontrolle, der riesige dampfende Haufen wurde mit Schaum abgedeckt. Im Laufe des Abends und der Nacht muss auf der Suche nach Glutnestern ein Greifbagger den Haufen umschichten die Glutnester werden dann abgelöscht. Die Brandursache ist bislang unbekannt, die Kriminalpolizei war bereits am Nachmittag vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Verletzte gibt es bisher nicht.

Die Feuerwehr war in der heißen Phase mit etwa 70 Einsatzkräften von Freiwilliger- und Berufsfeuerwehr vor Ort, die hohen Außentemperaturen belasteten die Retter extrem. Durch Personalwechsel und Besetzung der leeren Wachen steigt die Anzahl der beteiligten Helfer in den dreistelligen Bereich. Um 15 Uhr wurden am Mittwoch die Löscharbeiten eingestellt. Wenn die Einsatzstelle dann "kalt" ist, kann am Donnerstag die Übergabe an den Eigentümer erfolgen.

Autor:

Marc Keiterling aus Mülheim an der Ruhr

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