Sanierungsarbeiten an St. Dionysius dauern rund zwölf Monate

Andreas Dietrich, Verwaltungsleiter der Katholischen Pfarrei St. Dionysius. Er hat sich intensiv mit den anstehenden Sanierungsarbeiten beschäftigt.
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Seit Anfang Mai ist es stiller geworden in Borbeck. Auf das gewohnte Läuten der Kirchturmglocken, die mit ihrem harmonischen Klang verlässlich die Uhrzeit verkündeten, müssen die Borbecker bis auf weiteres verzichten.

Das hat natürlich einen guten Grund. Ende letzten und Anfang dieses Jahres konnten Teile des Kirchturmes den Stürmen nicht standhalten. „Die Fialen, das sind die kleinen, flankierenden Türmchen, sind instabil und in der Mauer haben sich Risse gezeigt“, erklärt Andreas Dietrich, Verwaltungsleiter der Katholischen Pfarrei St. Dionysius, die dringend nötigen Sanierungsarbeiten am Turm des "Borbecker Doms".
Geplant waren die Sanierungsmaßnahmen schon länger. Die letzten Reparaturarbeiten fanden 1999 statt und etwa alle zehn Jahre sorgt man für eine Instandhaltung der Kirchengebäude. Wegen der abgebrochenen Steinteile und der darauffolgenden Sperrung des Bereiches unter dem Turm, entschloss sich der Kirchenvorstand, jetzt schon mit der Sanierung zu beginnen.

Begutachtung und Restaurierung startet diese Woche

Ein Architekturbüro aus Duisburg, das auf denkmalgeschützte Gebäude spezialisiert ist, wurde beauftragt und eine Gerüstbaufirma aus Stadtlohn hat vor einigen Wochen mit der Einrüstung des kompletten Turmes begonnen. In dieser Woche kann dann voraussichtlich der Steinmetz mit der Begutachtung und Restaurierung anfangen.
„Wir haben zwar eine Drohne, mit der wir unsere Gebäude näher anschauen können, aber Details sieht man nur, wenn man direkt davor auf dem Gerüst steht“, weiß Dietrich.
Bildhauerarbeiten, Natursteinrestaurierung, Risse und Haarrisse im Mauerwerk und den Fugen finden und reparieren sind aber nicht die einzigen Sanierungsmaßnahmen. Der Glockenstuhl wird auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft und die Turmuhr wird restauriert.
„Auf der Kirche liegt ein Patronat des Landes, deshalb wird ein Drittel der Gesamtkosten von rund einer Million Euro, durch das Land Nordrhein-Westfalen finanziert“, legt Dietrich dar. Ein Drittel wird vom Bistum Essen übernommen und das letzte Drittel, ungefähr 350.000 Euro muss aus dem Haushalt der Pfarrei beglichen werden. „Gott sei Dank haben wir Sponsoren, die uns unterstützen. Essener Firmen oder Privatpersonen, die sich noch beteiligen möchten, sind uns sehr willkommen“, wirft Dietrich ein.

Meter für Meter

Die Sparkasse Essen, die die Arbeiten mit 10.000 Euro unterstützt (wir berichteten) hat sich für ihre Spende die Sanierung des Glockenstuhles ausgesucht.
Ungefähr ein Jahr lang werden die Sanierungsmaßnahmen dauern. „Meter für Meter muss saniert und die Sanierung vor allem dokumentiert werden“, erklärt Dietrich die lange Bauzeit.
Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, müssen Auflagen der Denkmalschutzbehörde erfüllt werden. In einem Bautagebuch müssen sowohl die Witterungsverhältnisse als auch jeder Arbeitsschritt genauestens dokumentiert werden. Die verwendeten Materialien werden mit ihren Rezepturen eingetragen, auch die Kartierungsgrundlage wird festgehalten, also jede Menge Arbeit. „Der Steinmetz kennt dann jeden Ziegel mit Namen, die sind per Du“, schmunzelt Dietrich.

Spenden

Die Gemeinde hat ein Spendenkonto (IBAN DE58 3606 0295 0065 6510 17) eingerichtet, auf das unter dem Stichwort "Turmsanierung" im Verwendungszweck Spenden überwiesen werden können.

Text: Doris Brändlein

Andreas Dietrich, Verwaltungsleiter der Katholischen Pfarrei St. Dionysius. Er hat sich intensiv mit den anstehenden Sanierungsarbeiten beschäftigt.
Das Gerüst steht, in diesen Tagen kann der Steinmetz mit Begutachtung und Restaurierung anfangen. Fotos: Brändlein

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