Von Paulus zu Paulinchen

Auch die Kostüme fertigt das Ensemble selbst.
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Es war einmal im Kindergarten St. Paulus in Frintrop. Da fanden sich im Jahre 1991 kreative Menschen zusammen, die ein Theater gründeten. Natürlich lag es nahe dem ganzen den Namen „Paulinchen“ zu geben. „Ja und dann kamen die Kinder zur weiterführenden Schule und wir mussten uns einen neuen Proberaum suchen“, erinnert sich Daniela Binder.
Sie ist eines der Gründungsmitglieder des Theaters, eine Akteurin der ersten Stunde. „Mit Räuber Hotzenplotz fing alles an,“ weiß sie noch. Mittlerweile feiert die 20 Mitglieder starke Truppe ihr 20-jähriges. Bühnenjubiläum und blickt auf etliche Stücke zurück, die vor glänzenden Kinderaugen in Szene gesetzt wurden. „Jedes Jahr eines“, so die vierfache Mutter. „Wenn wir uns entschieden haben, was wir spielen, wird im Januar und Februar das Stück für die Bühne umgeschrieben und dann geht los mit den Proben.“ Damals fing das noch junge Theater mit einer Aufführung am zweiten Wochenende im November an. Dann wurden es drei, fünf und sogar sieben Aufführungen an einem Wochenende. „Jetzt sind wir wieder bei fünfen angelangt und das reicht auch“, so Petra Häger-Tenbusch. Sie spielt seit zehn Jahren mit in dem Laien-Ensemble und erinnert sich noch an die Zeiten, in denen auch logistische Kraftakte dazu gehörten. „Vor den Aufführungen mussten wir die Bühne vom Gustav-Heinemann Gymnasium abholen und auch die Schüler, die die Lichttechnik bedienten, mussten nach der letzten Aufführung am Sonntag wieder nach Hause gebracht werden.“
Bevor die Theatertruppe vor drei Jahren eine eigene Bühne anschaffen konnte, half zwischenzeitlich auch das Schönebecker Jugendblasorchester aus. „Doch wenn es dann wieder so weit ist und bei Stücken wie ‚Robin Hood‘, ‚Biene Maja‘ und wie im letzten Jahr ‚Der Zauberer von Oz‘ aufgeregte 160 bis 200 Kinder im Paulus-Forum darauf warten, dass sich der Vorhang hebt, dann hat sich der ganze Aufwand und das wöchentliche Proben einmal mehr gelohnt“, so Daniela Binder. Denn auch sämtliche Kostüme werden in Eigenregie angefertigt.
Die Einnahmen aus dem Verkauf der Karten und der Spendenbox gehen an caritative Zwecke und Vereine, die sich um die Belange vonKindern kümmern, vorzugsweise auch im näheren Umkreis von Borbeck. Unterstützt wurde die Kinder-Krebsstation im Klinikum Essen oder das Friedensdorf Oberhausen. Der Verein „Pumuckl“ für Kinder mit Diabetes erhielt im vergangenen Jahr 1.500 Euro. Aber auch ein Kinderhospiz im Sauerland und Paulinchen e.V., ein Verein, der sich um Kinder mit Verbrennungen kümmert, bekamen schon Erlöse gespendet.
Es gibt zwar schon interessierten Nachwuchs für die Laienspielgruppe - wie etwa die älteste Binder-Tochter, die 18-Jährige Ricarda und ihre 21-Jährige Namensvetterin - doch weiterer Zuwachs ist den Theaterfans immer willkommen. Wer bei dem „Katastrophenhaufen“, so Daniela Binder, mitmachen möchte, der kann sich bei Familie Binder unter Tel. 0201/ 699238 melden.

Autor:

Patricia Koenig-Stach aus Essen-Borbeck

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