Anwohner gehen auf die Barrikaden: Stadtwerke reagieren und isolieren nach
Gasleitung in der Essener Straße liegt monatelang frei in Baugrube

Nach Monaten des Stillstands: In dieser Woche wurde die Gasleitung in der offenen Baugrube nachisoliert. Die Anwohner hoffen, dass die Stadtwerke diese nun auch zeitnah schließen.
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  • Nach Monaten des Stillstands: In dieser Woche wurde die Gasleitung in der offenen Baugrube nachisoliert. Die Anwohner hoffen, dass die Stadtwerke diese nun auch zeitnah schließen.
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Rolf Baransky lebt in einem der schmucken Einfamilienhäuser in der Hubert Bollig-Straße in Stoppenberg. Doch in den letzten Wochen hat ihm die Baustelle auf der Essener Straße im Einfahrtsbereich zum Siedlungsgelände erhebliches Kopfzerbrechen bereitet.

von Christa Herlinger

"Eröffnet wurde die Baustelle in der 2. Märzhälfte", erinnert sich der Stoppenberger. Und auch an die Aufregung, die nach Beschädigung der niedrig liegenden Gasleitung durch die damalige ausführende Firma vorherrschte. "Es gab einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Auch die Stadtwerke waren draußen, da über einen längeren Zeitraum Gas aus der beschädigten Leitung strömte."
Das Leck wurde gestopft, die Baustelle abgesperrt. Die Baugrube ist geblieben. Und das auf einer so viel befahrenen Straße. Es habe bereits mehrere Auffahrunfälle in Richtung Gelsenkirchen gegeben, so Baransky. "Unter anderem war auch die Straßenbahn involviert."

Warten auf Spezialmessung 

Und genauso bitter: Wochen und Monate hat sich niemand um die Gefahrenstelle gekümmert. "Dabei liegt eine aktive Gasleitung in nur wenigen Zentimetern Verlegetiefe ohne Schutz frei in der Baugrube."
Stadtwerke-Unternehmenssprecher Dirk Pomplun hat sich nach Anfrage der Stadtspiegel Redaktion schlau gemacht. Man habe lange Wochen auf die Durchführung einer speziellen Messung warten müssen. "Dabei wird die Leitung als Schutz vor Korrosion mit ganz schwachem Strom belegt", erklärt der Unternehmenssprecher. Dieses Verfahren könne nur durch Spezialfirmen durchgeführt werden. Und bedingt durch den Straßenbahnverkehr an dieser Stelle auch nur nachts. Normalerweise dauere es nicht lange, ehe die Arbeiten durchgeführt werden. Doch die Auftragslagen der Spezialfirmen, Corona und die Urlaubszeit haben hier zu Verzögerungen geführt.

Hoffnung auf schnelle Aufhebung der Sperrung

"Wir können aber jetzt zeitnah entscheiden, ob und wann die Fahrbahnsperrung aufgehoben werden kann", verspricht Pomplun. Auslöser für die Reparaturarbeiten an der Essener Straße war eine turnusmäßige Überprüfung des Erdgasnetzes. Dabei wurde eine kleine Beschädigung gefunden. Man habe umgehend mit den Reparaturarbeiten begonnen, so der Unternehmenssprecher. Da es sich bei dieser Gasleitung aber um eine Hauptversorgungsleitung handelt, seien weitere Untersuchungen notwendig geworden.

Zu Wochenbeginn kommt endlich Fahrt in die Angelegenheit

Rolf Baransky ist ein Mensch der klaren Worte: "Absoluter Blödsinn diese Erklärung. Ich habe selbst jahrelang derartige Messungen vorgenommen. Es kann keine Leitung mit Strom belegt werden, die frei im Boden liegt." Der Anwohner ist geschockt: "Das ist hier kein Pillepalle vor unserer Haustür, sondern eine Hauptversorgungsleitung, die frei liegt." Zu Wochenbeginn hat sich überraschend etwas getan."Die Rohrleitung wurde mit einer Nachisolierung der Oberfläche versehen", erklärt Baransky. Die Anwohner hoffen, dass die Stadtwerke am Ball bleiben und die Baugrube umgehend verfüllt wird. "Damit die Gefahrenstelle verschwindet." Nach Monaten Stillstand: Gestern wurde die Gasleitung in der offenen Baugrube nachisoliert. Die Anwohner hoffen, dass die Stadtwerke diese nun auch zeitnah schließen.

Nach Monaten des Stillstands: In dieser Woche wurde die Gasleitung in der offenen Baugrube nachisoliert. Die Anwohner hoffen, dass die Stadtwerke diese nun auch zeitnah schließen.
Ein Blick in die offene Baugrube. "Was passiert, wenn ein Auto in die Grube kracht?", fragt Anwohner Rolf Baransky. "Das ist hier kein Pille Palle, sondern eine echte Gefahrenquelle."
Autor:

Lokalkompass Borbeck aus Essen-Borbeck

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