Investor legt überarbeitete Pläne für das Gelände an Kesselstraße vor
Neuer Entwurf spart Grünflächen aus: 112 Wohneinheiten müssen realisiert werden

Es bewegt sich was an der Kesselstraße/Bocholder Straße: Der Investor legte jetzt neue Pläne für eine Bebauung der Brachfläche vor.
  • Es bewegt sich was an der Kesselstraße/Bocholder Straße: Der Investor legte jetzt neue Pläne für eine Bebauung der Brachfläche vor.
  • Foto: Müller (Archivfoto)
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Es gab einiges Hin und Her wegen einer möglichen Bebauung des Areals zwischen Bocholder- und Kesselstraße. Für den Erhalt der städtischen Grünflächen reichten Bürger sogar eine 1.200 Unterschriften starke Petition im Rathaus ein. Jetzt hat der Investor einen neuen Entwurf vorgelegt, der diese Bereiche ausspart. Zudem gibt es konkrete Pläne für einen daran gekoppelten Schulneubau. Beide Themen stehen kommenden Dienstag, 10. Dezember, ab 17 Uhr bei der Bezirksvertretung IV auf der Tagesordnung.

von Alexander Müller

In den neuen Entwürfen ist Wohnbebauung nur für die privaten Flächen und einen kleineren städtischen Bereich im Norden, über den auch die Verkehrsanbindung erfolgen soll, vorgesehen. Die Erschließungskosten seien dabei enorm, so dass der Investor eine ausreichende Zahl an Wohneinheiten realisieren müsse, damit sich das Unterfangen rentiere: Auf der reduzierten Fläche sollen 112 Einheiten in Geschosswohnungsbau sowie 13 weitere in Doppelhäusern sowie eine Dreierhausgruppe entstehen.
Die Erschließung erfolgt von Norden über die Bocholder Straße, im Gelände-Inneren sind ausreichend öffentliche Stellplätze vorgesehen. Privater Bedarf soll über Tiefgaragen gedeckt werden. Die städtischen Flächen im Osten werden nicht bebaut. Hier sind lediglich ein Regenrückhaltebecken und ein Spielplatz geplant.

Angemeldeter Bedarf ist dreizügig

Im Zuge der ursprünglichen Planung meldete die Schulentwicklung Bedarf für eine dreizügige Grundschule im Bezirk an. Diesen begründete die Verwaltung sowohl generell mit Prognosen zur Schulentwicklung als auch mit dem Bevölkerungszuwachs durch die neuen Wohnungen an der Kesselstraße. Angepeilt wird eine Umsetzung bis zum Schuljahr 2023/2024. Fachbereich Schule, Immobilienwirtschaft und Amt für Stadtplanung und Bauordnung haben dazu mehrere potenzielle Standorte in Bochold und Borbeck gesichtet und gegenübergestellt.

7.000 Quadratmeter für Grundschule  

Die meisten der Standorte fallen allerdings aus dem Raster: An Kesselstraße und Schölerpad – in Sichtweite der geplanten Wohnbebauung – ist wegen der bereits bestehenden Kita nicht genug Platz. Vom Grünzug entlang des Borbecker Mühlenbachs im südlichen Bereich der Kesselstraße solle man ebenfalls die Finger lassen; hier seien erneut Proteste zu erwarten. Eine weitere Idee war das Gelände Jahn- und Germaniastraße, doch hier ist das „Quartier der Generationen“ als Ersatz fürs Borbecker Stadtbad längst gemachte Sache.

Grünfläche darf nicht angetastet werden 

Ein Areal an der Haus-Berge-Straße, nördlich des ehemaligen Teilstandorts der Hauptschule Bochold, wurde gerade erst zur Grünfläche umgemodelt, die wegen der Bindungsfrist vorerst nicht angetastet werden kann.
Als einziger möglicher Standort kommt daher ein Bereich südlich der ehemaligen Hauptschule in Frage. Auf dem 7.000 Quadratmeter großen Gebiet nördlich der Bocholder Straße und östlich des Borbecker Mühlenbachs ließe sich eine dreizügige Grundschule realisieren. Die Erschließung könnte dann südlich über die Bocholder und östlich über die Haus-Berge-Straße erfolgen.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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