Handelsverband spricht bei Wirtschaftsempfang Probleme des stationären Handels an
Eine City ohne Handel ist tot

Annkathrin Friebe, Anne Geuyen, Yasemin Gilbert, Sven Kleins, Anja Marahrens, Katharina Orthloff, Jens Over und Selma Rochholz wurden als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Manfred Burkowski, Vorsitzender Ortsvereinigung Essen Handelsverband NRW Ruhr. Der Essener OB Thomas Kufen und Dirk Neuhaus von der Edeka Rhein-Ruhr gehörten zu den ersten Gratulanten.
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  • Annkathrin Friebe, Anne Geuyen, Yasemin Gilbert, Sven Kleins, Anja Marahrens, Katharina Orthloff, Jens Over und Selma Rochholz wurden als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Manfred Burkowski, Vorsitzender Ortsvereinigung Essen Handelsverband NRW Ruhr. Der Essener OB Thomas Kufen und Dirk Neuhaus von der Edeka Rhein-Ruhr gehörten zu den ersten Gratulanten.
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Der Handel hat die Welt verändert. Derzeit erleben wir allerdings, dass die Digitalisierung den Handel verändert." Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen hatte einen treffenden Einstieg für sein Grußwort gewählt. Und mit seinen Appellen für das gemeinsame Engagement in Sachen mehr Vitalität, Aufenthaltsqualität und attraktiven Einzelhandel in den Innenstädten lief er bei den Teilnehmern des Wirtschaftsempfangs im Festsaal der Essener Philharmonie offene Türen ein.

Der Handelsverband NRW Ruhr e.V. für die Städte Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen hatte dazu eingeladen. Die Zeiten sind nicht einfach. Weder für den Cityhandel noch für den in den Mittel- und Unterzentren. Sinkende Frequenzzahlen und die zunehmende Konkurrenz durch den E-Commerce machen dem stationären Handel das Leben schwer. Hartmut Buhren, Vorsitzender des Handelsverbands Vorstandes NRW Ruhr e.V., fand deutliche Worte: "So wichtig Gastronomie, Sightseeing, Wohnen, Freizeit und Kulturangebote auch sind. Sie sind nur ein Teil des Ganzen. Ohne Handel", so Buhren, "geht es nicht."

Besucher erwarten Ergebnisse

Das Argument, "eine Stadt ohne Kultur sterbe" ließ er so nicht stehen: "Ohne Handel ist eine Stadt nämlich bereits tot."
Viel Zeit und Spielraum das Ruder herumzureißen, da war sich der Vorstandsvorsitzende sicher, bleibe allerdings nicht. "Die Besucher unserer Standorte erwarten Ergebnisse. Und zwar jetzt." Die Unsicherheit bezüglich der verkaufsoffenen Sonntage und die drohenden Fahrverbote mit all ihren Konsequenzen machen das Bemühen der Städte um mehr Attraktivität allerdings nicht einfacher. "Verkaufsoffene Sonntage werden nicht durchgeführt, um irgendjemanden zu ärgern. Und das Auto ist aktuell das Fortbewegungsmittel Nr. 1. Daran wird sich nicht über Nacht etwas ändern." Doch nichtsdestotrotz: Das Ziel des Handels ist klar definiert. Die seit Jahren rückläufigen Besucherzahlen sollen wieder steigen.

Das Unternehmer-Unternehmen

Wie man sich bei der Edeka Rhein-Ruhr für die Zukunft fit macht, darüber informierte Geschäftsführer Dirk Neuhaus. "Wir können unsere Produktion nicht verlagern, sind tief regional und lokal verankert", machte er deutlich. "Das Unternehmer-Unternehmen" hatte er seine Ausführungen überschrieben. Der Fokus der Edeka Rhein-Ruhr liege mit 600 Geschäften, darunter 45 in Eigenregie geführte Läden, ganz klar auf dem selbständigen Einzelhandel. 300 Kaufmannsfamilien füllen das genossenschaftliche Unternehmen mit Leben. "Aber auch in unserer kleinen Edeka-Welt gibt es den E-Commerce", so Neuhaus. Er forderte, die Ungleichbehandlung zwischen stationären und Internet-Handel aufzuheben. "Wir müssen uns im Klaren sein, dass es sich bei den Großen der Branche nicht um Versandhäuser wie Quelle oder Otto handelt."

Alternativen zur Plastikverpackung

Der stationäre Handel müsse mit Beschränkungen in Sachen Sortiment, Verkaufsfläche und Öffnungszeiten kämpfen. "Die gibt es für den E-Commerce nicht." Auch in Sachen Verpackungen kippe die Waage. "Bei Edeka experimentieren wir mit verschiedenen Alternativen." Obst-Netze gehören dazu. Ebenso die Möglichkeit, Wurst und Frischfleisch in eigens mitgebrachten Plastikdosen nach Hause zu transportieren. "Doch bei Bestellungen über das Internet machen sich die wenigsten Gedanken über den anfallenden Verpackungsmüll", kritisierte der Edeka-Chef.

Ehrung für Jahrgangsbeste

Mit dem anstehenden Neubau eines Genossenschaftshauses - "in anderen Unternehmen heißt das Zentrale" - in Moers und dem großen Zentrallager in Oberhausen sieht der Geschäftsführer das "Unternehmer-Unternehmen" für die Zukunft gut aufgestellt. Für die Zukunft des Handels haben sich die acht Auszubildenden stark gemacht, die als Jahrgangsbeste mit der Note 'Sehr gut' aus den Abschlussprüfungen im Einzelhandel hervorgegangen sind. Sie durften sich bei der anschließenden Ehrung auf der Bühne Applaus und ein kleines Präsent abholen. Zu den ersten Gratulanten gehörten Oberbürgermeister Thomas Kufen und Dirk Neuhaus.

Annkathrin Friebe, Anne Geuyen, Yasemin Gilbert, Sven Kleins, Anja Marahrens, Katharina Orthloff, Jens Over und Selma Rochholz wurden als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Manfred Burkowski, Vorsitzender Ortsvereinigung Essen Handelsverband NRW Ruhr. Der Essener OB Thomas Kufen und Dirk Neuhaus von der Edeka Rhein-Ruhr gehörten zu den ersten Gratulanten.
Dirk Neuhaus, Geschäftsführer der Edeka Rhein Ruhr mbh
Autor:

Lokalkompass Borbeck aus Essen-Borbeck

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