Problemimmobilien Zinkstraße: Stadt Essen mit ersten Erfolgen

Nach und nach: Das Engagement der Stadt Essen an Zink- und Germaniastraße zeigt langsam Wirkung. Fotos: Debus-Gohl
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Die Zinkstraße 10 bis 20 sowie die Germaniastraße 40 sind echte Problemkinder der Stadt Essen: Die dortigen Schrottimmobilien lassen sich wegen der insgesamt 59 Eigentümer und der großen Mobilität der Mieter kaum in den Griff kriegen. Jetzt berichtet das Ordnungsamt, dass erste Maßnahmen fruchten.

Die Zustände sind mittlerweile bekannt: Anwohner und Politik klagen seit Jahren über Dreck, Müll und Leerstände im Umfeld der Problemimmobilien. Erst im November konzertierte die Stadt Essen deshalb eine großangelegte Razzia und stellte dabei Ungezieferbefall sowie fehlende Strom- und Gasversorgung fest. Langfristige Maßnahmen sind der schwierige Ankauf der 48 Objekte sowie eine enge Zusammenarbeit verschiedener städtischer Behörden wie Jugend-, Ordnungs- oder Sozialamt – und die zeigt langsam Erfolge!
So konnten bei der Razzia von den eigentlich 203 gemeldeten Personen nur 131 tatsächlich angetroffen werden: „Der Rest wurde aus dem Melderegister gestrichen und die Leistungen entsprechend eingestellt“, verrät Matthias Blackert, Sicherheitskoordinator der Stadt Essen. Sozialleistungsbetrug ist an der Häusern Zink- und Germaniastraße ein großes Thema.

Pachtverträge gekündigt

Zudem konnten wegen des Schabenbefalls und der fehlenden Energieversorgung Maßnahmen zum Wohl der Kinder ergriffen werden, berichtet Sicherheitskoordinator Blackert: „Man hat auf die Familien eingewirkt, dass sie anderweitig untergebracht werden oder bei Verwandten, Freunden und Bekannten.“ Auch die evangelische Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim engagiert sich mit einem Angebot. Zusätzlich leeren sich die Gebäude zum 1. Januar 2018: „Es findet eine Mieterwanderung in andere Objekte statt.“ Denn die Mieter stammen nicht ausschließlich aus osteuropäischen Ländern und können sich ebenfalls schöneres Wohnambiente vorstellen.
Fortschritte konnte die Stadt Essen außerhalb der Gebäude machen: Die Pachtverträge für das mit Holzhütten besetzte Gelände hinter den Immobilien wurden aufgekündigt und der Großteil der Bretterbuden ist inzwischen abgerissen. Hier gab's unter anderem über lange Zeit Werkstätten und eine Welpenzucht. Gute Nachrichten gibt’s auch in Sachen Vermüllung des Umfelds: „Dank des Hausmeisters ist es gelungen, das einzugrenzen“, weiß Blackert, „aber ganz verhindern kann man das nicht.“

Nach und nach: Das Engagement der Stadt Essen an Zink- und Germaniastraße zeigt langsam Wirkung. Fotos: Debus-Gohl
Fast geschafft! Die Stadt Essen hat die Pachtverträge aufgekündigt und einen Großteil der Holzhütten entfernen lassen.
Fotos (2): Debus-Gohl
Autor:

Alexander Müller aus Essen-Borbeck

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