Sportausschuss entscheidet Dienstag Zukunft des Stadtbads Borbeck

Bald an der Germaniastraße? Der Sportausschuss prüft am Dienstag die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie aus dem Dezember 2015. Foto: Debus-Gohl
  • Bald an der Germaniastraße? Der Sportausschuss prüft am Dienstag die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie aus dem Dezember 2015. Foto: Debus-Gohl
  • hochgeladen von Alexander Müller

Das Stadtbad Borbeck ist eine echte Institution, doch inzwischen merkt man dem Gebäude aus den 1960ern die Jahre an. Ergebnisse einer im Dezember 2015 in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie prüft der Ausschuss für Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) jetzt in seiner nächsten Sitzung am Dienstag. Geht alles glatt, könnte das Bad schon bald auf die Sportanlage des TuS 84/10 Bergeborbeck an die Germaniastraße wandern.

„Da sind die technischen Voraussetzungen einfach nicht mehr gegeben, es ist abgeschwommen“, weiß Klaus Diekmann, Vorsitzender des Sportausschusses, über den dringenden Sanierungsbedarf des Stadtbads. Unzählige Schulkinder, jede Menge Vereinssportler und knapp 800 Kursteilnehmer des aktuellen Betreibers TuS 84/10 Bergeborbeck nutzen die Instition im Herzen Borbecks das gesamte Jahr über. Der TuS 84/10 hat das Bad vor der Jahrtausendwende übernommen und seitdem jede Menge in die Anlage investiert – trotzdem besteht inzwischen akuter Handlungsbedarf. Mittels einer Machbarkeitsstudie mit drei potenziellen Lösungen sollten deshalb die finanziellen Rahmenbedingungen ausgelotet werden.

Nicht ohne Reibereien

Die erste Möglichkeit wäre eine Sanierung im Bestand, dabei müsste das Bad aber für knapp zwei Jahre geschlossen bleiben. Zweite Alternative ist ein Neubau an gleicher Stelle, während die dritte Variante schließlich vorsieht, das Gebäude an die Germaniastraße auf die jetzige Anlage des TuS Bergeborbeck zu verlegen: „Hier könnte ein neues kompaktes, kleines Bad entstehen“, erläutert Kevin Kerber, 1. Vorsitzender von TuS 84/10. Zudem ließe sich im Umfeld Quartiersentwicklung durch den Bau von Mehrgenerationenwohnungen betreiben.
Voraussetzung für die dritte Variante ist die Zusammenlegung von Germania- und Prinzenstraße im Rahmen einer „2-zu-1-Lösung“ der Sport- und Bäderbetriebe. Die Maßnahmenserie dient der Aufwertung von Essener Anlagen, legen zwei Vereine ihren Spielbetrieb zusammen, winkt als Belohnung ein städtisch finanzierter Kunstrasenplatz. Das lief bisher nicht immer ohne Reibereien ab, aber TuS 84/10 und SV Borbeck kamen schnell auf einen grünen Zweig: „Die beiden Vereine haben sehr gut kooperiert und zusammengearbeitet“, lobt Diekmann. Zusätzlich zum Kunstrasen soll die Anlage einen Jugendplatz und eine neue Umkleidekabine erhalten. Schon in den nächsten Tagen wird der entsprechende Bauantrag gestellt, danach kann nicht mehr viel passieren: „Ich gehe davon aus, dass wir die Prinzenstraße im nächsten Jahr in Betrieb nehmen werden“, glaubt der CDU-Politiker.

Dicke Bretter

Nach der Sanierung von Freibad Hesse und Thurmfeld entscheidet der Sportausschuss also am kommenden Dienstag, 31. August, über das Schicksal des Borbecker Stadtbads. Favorisiert wird aktuell Variante drei, nur die Kostenfrage muss geklärt werden: „Wir bohren in schweren Brettern, sind aber auf einem guten Weg und schaffen es gemeinsam“, gibt sich Diekmann optimistisch.

Autor:

Alexander Müller aus Essen-Borbeck

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.