Betreiber plant Verbrennung gefährlicher Klär- und Industrieschlämme
Tierschutzpartei Essen: Widerstand gegen Neueröffnung Müllverbrennungsanlage Bergeborbeck

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Die Tierschutzpartei Essen lehnt die geplante Wiederinbetriebnahme der Müllverbrennungsanlage der Firma Hartmuth am Essener Stadthafen, Stadtteil Bergeborbeck entschieden ab. 
"Wir sind strikt gegen eine erneute Genehmigung zur Wiedereröffnung der 2014 stillgelegten Müllverbrennungsanlage. Der Bürgerschaft in Bergeborbeck wie auch der angrenzenden Essener und überregionaler Stadtteile drohen nicht nur Belästigungen durch Lärm und Dreck, sondern unseres Erachtens auch gesundheitliche Gefahren, wenn die Firma Hartmuth mit ihrem Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf Erfolg haben sollte," so Elisabeth Maria van Heesch, Ratsfrau der Tierschutzpartei im Rat der Stadt Essen. 

Verändertes Abfallspektrum:
Statt Hausmüllresten nun gefährliche Klär- und Industrieschlämme

Durch die Umstellung des Abfallspektrum, die Neuausrichtung beim jetzigen Genehmigungsantrag auf Klär- und Industrieschlämme droht über die mit einer Müllverbrennungsanlage verbundene Regelbelästigung hinaus ein besonderes Gefahrenrisiko durch die Verbrennung von Schlämmen mit umwelttoxischen Inhalten wie PCB und Schwermetallen.
"Es ist geradezu ein Hohn, dass mit dem erfolgreichen Kampf gegen die Braunkohlekraftwerke, deren Schließungen und damit dem Wegfall von Orten, an denen 'nebenher' auch noch Klär- und Industrieschlämme quasi vorbei an der öffentlichen Wahrnehmung verbrannt worden sind, nun wieder Müllverbrennungsanlagen in dichten Siedlungsgebieten ihr böses Comeback feiern," rügt Ratsherr Marco Trauten, Ratsgruppe Tierschutz/BAL.

Widerstand auch des BUND
Die Tierschutzpartei begrüßt den vom BUND Essen - Bund für Umwelt und Naturschutz- angekündigten Widerstand gegen die Wiedereröffnung der Müllverbrennungsanlage sowie die angekündigten rechtlichen Schritte für den Fall einer Genehmigung durch die Bezirksregierung Düsseldorf. 
Die Betreiberfirma Hartmuth hat die Einreichung der Planungs- und Antragsunterlagen für die erneute Genehmigung einschließlich der Änderung des Spektrum des Verbrennungsgutes von Hausrestmüll zu Klär- und Industrieschlämmen bis zum Jahresende 2019 bei der Bezirksregierung angekündigt.

Tierschutzpartei prüft Gefahrenlage für Mensch und Tier
Die Essener Umweltschützer werden die angekündigten Planungsunterlagen einer genauesten Prüfung unterziehen. "Neben den Giftstoffen sind weitere Problemfelder zum einen die Auswirkungen des Zulieferverkehrs durch große Transporter, die die Schlämme zur Müllverbrennungsanlage bringen müssen, zum anderen die Frage der Beeinträchtigungen von Tierpopulationen auf dem seit Jahren brachliegenden Industriegelände," geben die Tierschützer im Stadtrat zu bedenken.

Autor:

Elisabeth Maria van Heesch aus Essen

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