Sperrmüll muss angemeldet werden - Wilde Müllkippen melden
Anwohner ärgern sich über Dreckecken

Es fing klein an, doch der Sperrmüllberg wurde von Tag zu Tag sichtbar größer.
  • Es fing klein an, doch der Sperrmüllberg wurde von Tag zu Tag sichtbar größer.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Die Anwohner konnten förmlich dabei zusehen, wie der Sperrmüllberg an der Ecke Bessemer Straße / Carl-Kruft-Straße immer größer wurde. Am letzten Wochenende landete das erste ausrangierte Mobilar dort. "Eine Einladung die wohl gerne angenommen wurde", erzählt ein Anwohner dem Borbeck Kurier. Der Mann hat konkrete Vermutungen, aus welchen Häusern der zusätzliche Müll stammt. "Das könnte ich auch belegen."

Der Borbecker versuchte über die Polizei, das Ordnungsamt und die EBE jemanden zu finden, der sich des Unrats annimmt. "Leider vergebens", wie er berichtet. Die Polizei verwies ihn an die Stadt. "Sie würde nur schauen, wenn keiner mehr zu erreichen ist", so die Auskunft. Beim Ordnungsamt sei man bemüht gewesen, den Borbecker an den richtigen Ansprechpartner weiterzuleiten. "Die entsprechende Durchwahl habe ich auch eine halbe Stunde lang angerufen, aber auch das leider vergebens."

Spontan niemand erreichbar

Auch bei der EBE blieben seine Bemühungen erfolglos. Alle Leitungen belegt. Ebenfalls nur ein Anrufbeantworter. Der Mann ist sauer. Der Eigentümer der betroffenen Häuser habe seinen Wohnsitz außerhalb Deutschlands. Da kümmere sich niemand. Die Verunsicherung ist groß, auch der Ärger. "Wir wollen hier doch keine Zustände wie in der Zinkstraße."
Dass der Sperrmüll nicht ordnungsgemäß angemeldet war, liegt für die Anwohner auf der Hand. "Die EBE ist mit ihrem Sperrmüllwagen mehrfach hier durchgefahren", haben sie beobachtet. "Aber es war vielleicht noch nicht genug für einen Fahrzeugeinsatz außer der Reihe."

Wilde Müllkippe nicht gemeldet

Bettina Hellenkamp, Unternehmenssprecherin der EBE, hat intern nachgefragt. Angemeldet war in der Straße nichts. Und: "Diese wilde Müllkippe wurde uns bislang auch nicht gemeldet." Doch die Entsorgungsbetriebe haben gehandelt. "Der Müll ist nach einer Woche abgeholt", schreibt der Anwohner.
Sollte er noch einmal ähnliches beobachten, hat Bettina Hellenkamp einen Tipp: " Die Stadt Essen hat genau für solche wilden Müllkippen die Mängelmelder-App entwickelt. " Diese ist unter dem Link:
https://www.essen.de/leben/essen_bleib_t__sauber/maengelmelder.de.html erreichbar.

Innerhalb von sieben Werktagen

Generell werde mit dem Mängelmelder auf (Sauberkeits-) Mängel im Stadtgebiet aufmerksam gemacht, so betont die Unternehmenssprecherin. "Und diese Meldungen werden durch die hinterlegten Zuständigkeiten dann in die verantwortlichen Bereiche weitergeleitet." Entscheidend ist, wem das Grundstück gehört, wo sich die Dinge befinden. "Wird festgestellt, dass die EBE für die Beseitigung zuständig ist, erfolgt eine Abholung in der Regel innerhalb von 7 Werktagen." Dies könne allerdings je nach Abfallart variieren, beispielsweise bei Schadstoffen.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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