Warnstreik in Essen: Am Dienstag geht es weiter
Gestern nur die Ruhrbahn, heute auch noch die EBE und die Stadtverwaltung

Ein Anblick, der in Streikzeiten nicht unüblich ist. Hier an der Lohstraße ist das Altpapier liegen geblieben. Am Dienstag sind die Mitarbeiter der EBE übrigens erneut zu einem Warnstreik aufgerufen.
  • Ein Anblick, der in Streikzeiten nicht unüblich ist. Hier an der Lohstraße ist das Altpapier liegen geblieben. Am Dienstag sind die Mitarbeiter der EBE übrigens erneut zu einem Warnstreik aufgerufen.
  • Foto: Köster
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Gestern war in Essen einzig der kommunale Nahverkehr betroffen. Gestreikt wurde bei der Ruhrbahn in Essen und Mülheim. Heute macht ver.di weiter mobil.  Dann stehen bis Schichtende aber nicht mehr nur Busse und Bahnen still, am Dienstag sind auch Müllabfuhr und Co an der Reihe. Zudem sind erneut Mitarbeiter der Stadtverwaltung aufgerufen, sich an den Aktionen zu beteiligen. Auch die Sparkasse, die Stadtwerke und die Emschergenossenschaft, der Ruhrverband, das Alfried-Krupp-Krankenhauses, die Ruhrlandklinik,der LVR, die EABG, die Jugendhilfe/Jugendberufshilfe, die 
GSE, die Agentur für Arbeit und die Deutschen Rentenversicherung sind mit dabei. 

Die Gewerkschaft ver.di ruft im aktuellen Tarifgeschehen zu einem dritten ganztägigen Warnstreik am Dienstag, 20. Oktober, auf. Das hat erhebliche Auswirkungen. Müllabfuhr, Straßenreinigung, Hotline, Containerdienst, Recyclinghöfe, Sperrmüll können betroffen sein. Aber auch bei der Stadtverwaltung ist mit erheblichen Einschränkungen  zu rechnen. 
An dem Streik werden sich voraussichtlich auch Beschäftigte, Auszubildende und Praktikanen der Stadt Essen beteiligen, so dass an diesem Tag die Betriebsabläufe in unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung beeinträchtigt sein können. Möglich ist, dass beispielsweise das Rathaus Porscheplatz geschlossen bleiben muss. Auch die (Teil-)Schließung weiterer Dienststellen und Ämter ist nicht ausgeschlossen. Bürgern wird geraten, aufschiebbare städtische Dienstleistungen möglichst an anderen Tagen in Anspruch zu nehmen.

Auswirkungen auf Kitas und Schulen

Die städtischen Kitas werden die betroffenen Eltern so früh wie möglich informieren, ob aufgrund des Warnstreiks und des fehlenden Personals der Kitabetrieb insgesamt eingestellt werden muss oder ob einzelne Gruppen in Kitas geöffnet sind. Die Bildung von Notgruppen in Kitas ist anders als bei vorherigen Streiks coronabedingt nicht möglich, da die Kita-Gruppen nicht durchmischt werden dürfen.

Keine Ferienbetreuung

Die von der Stadt angebotene Ferienbetreuung des Offenen Ganztags an Grundschulen kann am Dienstag, 20. Oktober, streikbedingt leider nicht stattfinden. Die Eltern werden schnellstmöglich darüber informiert.
An insgesamt 16 Schulstandorten gibt es während der Herbstferien für Essener Kinder und Jugendliche auch andere Ferienprogramme, die von den Verbänden und nicht-städtischen Trägern veranstaltet werden. Diese werden voraussichtlich ebenfalls nicht stattfinden können. Falls es zu Ausfällen kommt, werden die betroffenen Eltern hierzu rechtzeitig über den jeweiligen Veranstalter informiert.

Weitere betroffene Stellen

Von dem Warnstreik betroffen sind außerdem die Sport- und Bäderbetriebe Essen. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass der Warnstreik unter anderem auch Auswirkungen auf die Öffnungszeiten von Schwimmbädern oder Sportplätzen hat.

Auch die Beschäftigten der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) und der Ruhrbahn wurden zum Streik aufgerufen. Die EBE weisen darauf hin, dass nicht stattfindende Leerungen, Straßenreinigung, Sperrmüll- und Schrott-Termine ersatzlos ausfallen. "Überstunden lassen sich grundsätzlich nicht anordnen, um die Folgen eines Warnstreikes abzumildern", so Unternehmenssprecherin Bettina Hellenkamp. Zwar werde die EBE Zusatzfahrzeuge einsetzen. Doch dies werde nicht für das gesamte Stadtgebiet möglich sein.

Die Bürger sind dringend gebeten, Sperrmüll und Metall/-Elektroschrott bitte für den Warnstreiktag NICHT zur Abholung bereitzustellen. Sie benötigen einen neuen Abfuhrtermin.
Sperrmüll im öffentlichen Raum, der schon bereitgestellt wurde, bitte gegen Verwehungen absichern.

Wenn die Tonne stehen bleibt ...

Wessen Tonne aufgrund des Warnstreiks morgen stehen bleibt, für den hält die EBE folgende Infos bereit: 

Haushaltsübliche Mengen an Restmüll können an nach dem Warnstreik von Mittwoch, 21.10., bis Freitag, 23.10., in verschlossenen, dickwandigen Säcken an den Recyclinghöfen Altenessen und Werden ausnahmsweise kostenfrei entsorgt werden.

Grünschnitt aus dem Garten kann an allen Annahmestellen und Recyclinghöfen abgeliefert werden (bis 1 Kubikmeter kostenfrei).

Überschüssiges Papier kann in die öffentlichen Depot-Container geworfen werden. Alternativ kann es an der Annahmestelle Pferdebahnstraße 32 und an beiden Recyclinghöfen Altenessen und Werden abgegeben werden.

Recyclinghöfe bleiben zu

Die Recyclinghöfe Altenessen (Lierfeldstraße) und Werden (Laupendahler Landstraße) öffnen am Warnstreiktag nicht. Auch die Grünschnitt-Annahmestellen im Stadtgebiet (Schnabelstraße, Jahnstraße, Pferdebahnstraße, Elisenstraße, Stauderstraße) bleiben ganztägig geschlossen.

Die verschiedenen Hotlines der EBE (854-1111/Sperrmüll, -2222 bzw. -0/Zentrale) sind ebenfalls von dem Streik betroffen und nicht besetzt.

Auch der EBE-Containerdienst kann von dem Streik betroffen sein.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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