Vom Enkel des verstorbenen Widerstandskämpfers gab es Bücher und eine Plakette
Nikolaus Groß Stiftung: Neues Modell sichert Perspektiven für Einrichtungen in Borbeck, Vogelheim, Altenessen und Altendorf

Stellten die neue Stiftung vor: Kuratorium und Vorstand.
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  • Foto: Gohl
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Straßen, Schulen, eine Gemeinde, Gedenkstätten und Einrichtungen führen seinen Namen. Nikolaus Groß, katholischer Widerstandskämpfer zur Zeit des Nationalsozialismus, hat sich zu seiner Zeit nicht nur für seinen Glauben, sondern auch für die Verteidigung gesellschaftlicher Werte eingesetzt.

von Doris Brändlein

Auch die neu gegründete Nikolaus Groß Stiftung Essen (NGSE) hat sich den 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichteten und 2001 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochenen Märtyrer als Namenspatron ausgesucht.
Seit vier Jahren arbeiten die Nikolaus Groß Altenwohn- und Pflegeheime GmbH (NG GmbH) und die Katholische Alten- und Pflegeheime Essen mGmbH (KAuPE) in Form einer Geschäftsbesorgung zusammen. Um ein zukunftsfähiges Modell zu entwickeln und sich auch im Wettbewerb langfristig besser behaupten zu können, wurden unterschiedliche Möglichkeiten einer Zusammenarbeit in Betracht gezogen. „Es war doch relativ schnell klar, dass eine Stiftung das erfolgversprechendste Modell ist“, erinnert sich Stiftungsvorstand Georg Gal.

700 Beschäftigte in sieben Häusern 

Das Papst Leo Haus in Unterfrintrop, das Bertha Krupp Haus in Bedingrade, St. Maria Immaculata in Borbeck, das Albert Schmidt Haus in Vogelheim und die Häuser St. Monika in Altenessen und St. Anna in Altendorf gehören seit dem 6. Dezember 2019 zur NGSE. Rund 700 Beschäftigte betreuen und versorgen etwa 700 Menschen in den nordwestlichen Essener Stadtteilen.

Kirchengemeinden als Stifter

Die Kirchengemeinden St. Johann Baptist in Altenessen, St. Dionysius in Borbeck, St. Antonius in Frohnhausen und St. Josef in Frintrop waren Träger der beiden GmbHs und haben ihre Anteile auf die Stiftung übertragen. „Die Kirchengemeinden als Stifter haben nicht nur fortschrittlich gedacht, sondern gleichzeitig Zukunftsperspektiven für die sechs Einrichtungen geschaffen", so Gal. Die Arbeitsverträge der Mitarbeiter bleiben wie sie sind.
Bei der offiziellen Vorstellung der neuen Stiftung war ein außergewöhnlicher Gast mit dabei: Thomas Groß, Enkel von Nikolaus Groß. Er überreichte Bücher mit 17 Briefen, die sein Großvater im Gefängnis geschrieben hatte und eine Bronzeplakette, auf der Groß mit seiner Familie abgebildet ist.

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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