Edeka Burkowski feiert 30. Geburtstag - Sohn Nico sichert Unternehmensnachfolge
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Vater und Sohn: Mit Nico Burkowski ist die Nachfolge gesichert. Der 23-Jährige Handelsfachwirt hat im elterlichen Betrieb gelernt. Im nächsten Jahr macht er seinen Betriebswirt. "Eine sinnvolle Basis", findet Vater Manfred Burkowski, "um später die Geschäftsführung zu übernehmen."
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  • Vater und Sohn: Mit Nico Burkowski ist die Nachfolge gesichert. Der 23-Jährige Handelsfachwirt hat im elterlichen Betrieb gelernt. Im nächsten Jahr macht er seinen Betriebswirt. "Eine sinnvolle Basis", findet Vater Manfred Burkowski, "um später die Geschäftsführung zu übernehmen."
  • Foto: cHER
  • hochgeladen von Christa Herlinger

"Irgendwann muss man eine Entscheidung treffen. Soll es bei einem Laden bleiben oder strebt man an, ein sogenannter Mehrbetriebsunternehmer zu werden." Manfred Burkowski hat sich entschieden. Fünf Edeka-Märkte gehören zur Frischecenter- Burkowski-Gruppe. Vier in Essen, einer in Bochum. Der sechste ist dort bereits in Planung. 300 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen.

Die Anfänge waren bescheidener. An der Altendorfer Straße in direkter Nachbarschaft zur Bockmühle wagte der 54-Jährige den Schritt in die Selbstständigkeit. 30 Jahre ist das inzwischen her. Zehn Mitarbeiter waren auf der beschaulichen Verkaufsfläche von 120 Quadratmetern beschäftigt, an der Kasse oder hinter den Bedientheken für Obst, Gemüse, Fleisch und Frischwurst.

Kopfrechnen beim Obstverkauf

Kaum zu glauben, aber für das Obst war damals noch das Personal zuständig. Äpfel, Bananen und Birnen wurden ausgewogen. Der Preis mit dem Bleistift auf die Papiertüte geschrieben. "Da waren Kopfrechenkenntnisse gefragt", erinnert sich der Chef. Auch die modernen Scannerkassen waren absolute Zukunftsmusik. "Wir hatten eine mechanische Registrierkasse."
Knapp eineinhalb Jahre später bezog der Jungunternehmer neue Räume am Fliegenbusch. Größer, moderner, mit Parkplätzen hinter dem Haus. 1998 dann die Entscheidung, den nächsten Schritt zu gehen: zu expandieren. Durch die Eröffnung des Marktes in Borbeck-Mitte wurde aus Burkowski ein Mehrbetriebsunternehmer. Schlag auf Schlag ging es weiter: 2000 feierte der Standort am Bahnhof Borbeck Süd Eröffnung, 2003 folgte der Wolfsbankring. 2009 durfte sich die Bochumer Niederlassung an der Alleestraße als einer der größten Supermärkte der Republik feiern lassen. In diesem Jahr kam der Krupp-Gürtel dazu.

In Papas Fußstapfen

Dort arbeitet inzwischen Sohn Nico mit in der Marktleitung. Dass der 23-Jährige sich entschieden hat, in seine Fußstapfen zu treten, freut den Firmengründer. "Er hätte aber auch alles andere machen können." Lebensmittel scheinen allerdings auch dem Junior zu liegen. Schon während der Schulzeit am Don-Bosco-Gymnasium in Borbeck hat er im elterlichen Betrieb gejobbt. Marktleiter Turan Can hat ihm gezeigt, wie man Regale befüllt und Waren vorzieht. Einen Bonus für den Sohn des Chefs gab es nicht. Das System hat sich bewährt. Heute sind die beiden die Leitungsspitze des Frischecenters am Krupp-Gürtel.
Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, der Handelsfachwirt und nun der Betriebswirt. Nico Burkowski rüstet sich für zukünftige Aufgaben, die mit Übernahme der Geschäftsführung irgendwann verbunden sein werden. "Ich habe das Ganze hier von der Pieke auf erlernt", berichtet der 23-Jährige. Ob Kasse, Obstabteilung oder die Bedienung des Pizzaofens in der Trattoria - im Notfall geht alles. Warum, liegt auf der Hand. Kaum auf der Welt, hat der Kaufmannsohn die erste Supermarktluft geschnuppert. "Er kam mit meiner Frau quasi direkt aus der Klinik ins Geschäft", verrät der Papa augenzwinkernd.

Vater und Sohn: Mit Nico Burkowski ist die Nachfolge gesichert. Der 23-Jährige Handelsfachwirt hat im elterlichen Betrieb gelernt. Im nächsten Jahr macht er seinen Betriebswirt. "Eine sinnvolle Basis", findet Vater Manfred Burkowski, "um später die Geschäftsführung zu übernehmen."
Nico Burkowski hat in viele Berufsfelder hineingeschnuppert. Er ist bei den Lebensmitteln geblieben. Dass es dank Digitalisierung und technischem Fortschritt in seinem Job auch in den nächsten Jahrzehnten nicht langweilig werden wird, darin sieht er eine besondere Herausforderung.

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