Nach dem Tanklastzug-Unfall: Im Dezember muss die A40 wieder komplett gesperrt werden
S1 fährt noch immer nicht durch bis Essen Hfb

Nach dem schweren Tanklastzugunfall auf der A40 wird an Brücken und Nahverkehrsverbindung kräftig gearbeitet. Ab Montag gibt es weitere Verbesserungen für die Pendler. Eine Durchbindung der S1 bis Essen Hbf ist allerdings immer noch nicht möglich.
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  • Nach dem schweren Tanklastzugunfall auf der A40 wird an Brücken und Nahverkehrsverbindung kräftig gearbeitet. Ab Montag gibt es weitere Verbesserungen für die Pendler. Eine Durchbindung der S1 bis Essen Hbf ist allerdings immer noch nicht möglich.
  • Foto: lokalkompass.de (Symbolbild)
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Der schwere Unfall eines Tank-LKW auf der Autobahn A40 direkt unterhalb der Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum sorgt weiter für Schlagzeilen: Nun steht fest, auch die  die Brücken 2 und 4 müssen abgerissen werden. Gutachter haben bestätigt, dass die Verkehrssicherheit der Bauwerke nicht mehr gegeben ist und sie für den Eisenbahnverkehr nicht freigegeben werden können. Die Schäden an den Bauwerken sind zu massiv. Eine Reparatur ist aufgrund der Hitzeeinwirkung auf Stahl und Beton nicht möglich – die Materialstruktur ist zerstört. Das bedeutet, dass sich die Autofahrer auf der A40 auf weitere Sperrungen einstellen müssen.

Für den Abriss der beiden Brücken und den Einbau der Hilfsbrücke für die bereits abgerissene Brücke 3 ist eine Vollsperrung der Autobahn A40 für voraussichtlich 10 Tage ab dem 4. Dezember 2020 notwendig. Die Detailplanungen und die Abstimmung mit Straßen.NRW laufen derzeit. Die DB plant die Arbeiten im Dezember rund um die ohnehin notwendige Sperrpause der Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Duisburg vom 2. bis 7. Dezember.
In dieser Zeit laufen die bereits langfristig geplanten Arbeiten für die 2. Ausbaustufe des elektronischen Stellwerks (ESTW) in Duisburg. Auch für die Abrissarbeiten ist eine Vollsperrung des Bahnverkehrs im Brückenbereich notwendig, weil wichtige Signal- und Telekommunikationskabel verlegt werden müssen. Außerdem können die Abbrucharbeiten von Brücke 2 nur bei ruhendem Zugverkehr ausgeführt werden.

Hilfsbrücken sollen Personenverkehr Ende des Jahres in Teilen möglich machen

Gut voran kommen die Planungen für den Bau der für den Personenverkehr so wichtigen Hilfsbrücke als Ersatz für die bereits abgerissene Brücke 3. Die DB will Ende des Jahres die Hilfsbrücke einsatzbereit haben und so wesentliche Teile des Personenverkehrs in beiden Richtungen zwischen Essen und Duisburg wieder aufnehmen. Insgesamt 4 Hilfsbrücken-Elemente werden nach dem Abriss der Brücken 2 und 4 als Ersatz für Brücke 3 eingebaut. Die DB hat Abriss- und Aufbauarbeiten bestmöglich eingetaktet, um die Sperrzeit dieser wichtigen Autobahn so gering wie möglich zu halten.

Betonarbeiten für die neuen Bohrpfähle starten am Freitag

Ab dem 23. Oktober starten die Bohr- und Betonarbeiten für die neuen Bohrpfähle. Rund 25 Meter tief und 1.20 Meter im Durchmesser müssen an Widerlagern und Mittelpfeiler neue Gründungen in den Boden getrieben und mit Beton verfüllt werden. Der Mittelpfeiler wird neu aufgebaut – Widerlager und Mittelpfeiler dann mit einer Stahlkonstruktion versehen, auf die dann die Hilfsbrücke montiert wird. Danach müssen noch Schotter, Schwellen und Gleise, die Oberleitung und die Signaltechnik wieder eingebaut werden.

Kosten liegen schon jetzt im zweistelligen Millionenbetrag

Die Planungen für den Wiederaufbau der Brücken 2 und 4 stehen noch am Anfang. Brücke 2 liegt auf einer Güterzugstrecke. Die Brücke 4 ist für die S-Bahnverkehre der Linie S 3 zwischen Hattingen und Oberhausen sowie die Verkehre der Linie RE 49 von Wuppertal nach Wesel notwendig.

Bereits jetzt liegen die Kosten bei einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Durchbindung der S1 bis Essen Hbf ist ab Montag noch nicht möglich

Im Eisenbahnverkehr wird es ab Montag, 26. Oktober weitere Verbesserungen geben. DB Regio wird dann die Züge der Linie S 1 von Solingen über Duisburg nach Mülheim Styrum 3 mal in der Stunde im Pendelbetrieb fahren. Dadurch ergibt sich ein 20-minuten Takt. Bislang endeten die Züge in Duisburg Hbf. Eine Durchbindung der S 1 nach Essen Hbf ist aufgrund der Signaltechnik leider nicht möglich. Diese steht erst mit der Inbetriebnahme der 2. Ausbaustufe des ESTW Duisburg zur Verfügung. Deshalb müssen die Fahrgäste in Mülheim-Styrum den Zug wechseln.

Nach dem schweren Tanklastzugunfall auf der A40 wird an Brücken und Nahverkehrsverbindung kräftig gearbeitet. Ab Montag gibt es weitere Verbesserungen für die Pendler. Eine Durchbindung der S1 bis Essen Hbf ist allerdings immer noch nicht möglich.
Zwei weitere Brücken können  nicht mehr freigegeben werden.
Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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