SGS Essen behält mit 3:0-Sieg gegen Gladbach Chance auf Platz drei
Abschiede an der Ardelhütte

Abschied von Trainer und drei Spielerinnen. Vor Anpfiff der Partie wurden Linda Dallmann, Isabel Hochstein und Sarah Freutel verabschiedet, auch für Chefcoach Daniel Kraus war es das letzte Heimspiel mit den Essenerinnen.
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  • Abschied von Trainer und drei Spielerinnen. Vor Anpfiff der Partie wurden Linda Dallmann, Isabel Hochstein und Sarah Freutel verabschiedet, auch für Chefcoach Daniel Kraus war es das letzte Heimspiel mit den Essenerinnen.
  • Foto: Gohl
  • hochgeladen von Christa Herlinger

Im heutigen Allianz-Frauen-Bundesligaspiel gegen Kellerkind Borussia Mönchengladbach tat sich die SGS Essen vor 1.456 Zuschauern unerwartet schwer: Ramona Petzelberger (40.) und Sarah Freutel (59. und 82.) besorgten die Treffer zum mühseligen 3:0-Sieg. Zugleich kündigt sich mit dem letzten Heimspiel 2018/2019 der Umbruch an der Ardelhütte an.

Drei Urgesteine musste die SGS heute verabschieden, insgesamt kamen sie auf 475 Einsätze im Dress der Schönebeckerinnen: Linda Dallmann, Sarah Freutel und Isabel Hochstein laufen in der nächsten Spielzeit nicht mehr für Essen auf. Und ein weiterer geht: Daniel Kraus, Chefcoach der SGS Essen, wechselt nach Saisonende zum SC Freiburg. Für ihn kehrt ein alter Bekannter an die Ardelhütte zurück: Nach 2010 bis 2016 übernimmt Markus Högner erneut die Geschicke des Teams. Schöne Nachricht des Tages: Lea Schüller beging ihr 100. Spiel für die SGS. Auch dafür gab’s einen Strauß.


Doppelpack für Freutel


Dass die Partie gegen den weit abgeschlagenen Tabellenletzten aus Gladbach (1 Punkt in der gesamten Saison!) nur in eine Richtung gehen wird, war eigentlich gemachte Sache. Bereits in der 2. Minute flankt SGS-Kapitänin Manjou Wilde von rechts in die Box, die aufgerückte Lena Oberdorf nickt das Leder Zentimeter neben den Pfosten. Schon das Hinspiel hatten die Ruhrstädterinnen mit 6:0 für sich entschieden. Ein weiterer Sieg heute würde die Chance auf Platz drei bedeuten – das Sahnehäubchen auf einer starken Saison! Doch trotz weiterer guter Gelegenheiten (19., 22. und 36.) läuft’s eher unrund für die Gastgeberinnen. Hinten mauern die Gladbacherinnen, vorne starten sie gegen die wackelige SGS-Defensive ihre eigenen, ungelenken Konterversuche.

Petzelberger nimmt Maß

In der 40. Minute bringen die Essenerinnen die Kugel endlich über die Linie: Im rappelvollen Sechzehner landet der Ball bei Ramona Petzelberger, die Gladbach-Goalie Lisa Venrath keine Chance lässt und links zum 1:0 versenkt. Mit dem einen Treffer geht’s in die Kabinen.
Die Schönebeckerinnen kommen mit Kirsten Nesse und Vollgas aus der Pause: In der 49. bleibt zunächst Turid Knaak an den unzähligen Borussen-Beinen hängen, Dallmann kann die Kugel dann nur noch neben den Kasten stochern. Den nächsten Treffer steuert die gerade erst eingewechselte Sarah Freutel zehn Zeigerumdrehungen später bei: Der Ball springt erst oben ans Aluminium, doch Freutel ist zur Stelle und schiebt entspannt zur 2:0-Führung ein. Traumhafte Kombination in der 82. Minute: Dallmann findet Knaak an der Grundlinie, die legt in der Mitte für Freutel auf und die Nummer sieben feiert mit ihrem zweiten Treffer des Nachmittags die 3:0-Führung der Schönebeckerinnen. Auch Isabel Hochstein darf vor dem Schlusspfiff noch einmal aufs Feld.


Drei erfolgreiche Jahre


„Was kann man vom Tabellenletzten erwarten? Wir wollten heute ein anderes Gesicht zeigen und haben einige Nadelstiche gesetzt“, erkennt René Krienen, Trainer von Borussia Mönchengladbach, gutes im Spiel seiner Mannschaft. Für SGS-Chefcoach Daniel Kraus ist es die vorerst letzte Partie an der Hafenstraße: „Ich habe das Ruhrgebiet kennen und schätzen gelernt. Ich glaube, wir können gemeinsam auf drei erfolgreiche Jahre zurückblicken.“ Mit der Leistung des Nachmittag ist Kraus nicht zufrieden: „Wir waren heute nicht kreativ und frisch genug im Kopf. Für das nächste Spiel müssen wir das verbessern.“

Hoffnung auf Platz drei

Durch den Sieg kann die SGS weiter auf Platz drei hoffen. Die Schönebeckerinnen stehen nur einen Punkt hinter Turbine Potsdam. Die Turbinen müssen im letzten Spiel gegen den unangefochtenen Spitzenreiter VfL Wolfsburg ran. Gelingt den Ruhrstädterinnen am Sonntag, 12. Mai, ab 14 Uhr gegen Bayer Leverkusen wieder ein Dreier, könnte die erfolgreichste Bundesliga-Saison mit der bisher besten Platzierung gekrönt werden.

Autor:

Alexander Müller aus Essen-Borbeck

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