Allgemeiner Bürger-Schützen-Verein Essen-Dellwig blickt auf 150 Jahre Vereinsgeschichte zurück
Das Miteinander für die Zukunft erhalten

Berthold Michaelis (2. v.l.) mit Vereinskollegen bei der anschließenden Feier im Vereinsheim der Schützen an der Donnerstraße. Dort wurde im Anschluss an den Festakt an der Schilfstraße ausgiebig weiter gefeiert.
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  • Berthold Michaelis (2. v.l.) mit Vereinskollegen bei der anschließenden Feier im Vereinsheim der Schützen an der Donnerstraße. Dort wurde im Anschluss an den Festakt an der Schilfstraße ausgiebig weiter gefeiert.
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Enge Verbundenheit und besonderes Engagement der Mitglieder. Das ist es, was den Allgemeinen Bürger-Schützen-Verein Essen-Dellwig auszeichnet - und das seit 1869. So der Tenor, der an diesem Vormittag herrscht. Der ABSV feiert sein 150-jähriges Bestehen. Doch es schwebt auch eine dunkle, wenn auch kleine Wolke über den Köpfen der Feiernden: Nachwuchssorgen und mangelnde Akzeptanz durch die Gesellschaft stellen das Schützenwesen vor Herausforderungen.

Das weiß auch Berthold Michaelis, Vorsitzender des ABSV. Er selbst trat dem Verein im Jahre 1963 bei, bekommt am Jubiläumstag das bronzene Ehrenkreuz für „unermüdliches Engagement“ verliehen. Für das Nachwuchsproblem hat er eine plausible Erklärung: „Sportarten wie Fußball und Tennis sind seit jeher einfach beliebter bei jungen Menschen“, meint der engagierte Familienvater.

Spaß am Schießsport

Zwar würden durchaus auch jüngere Menschen den Spaß am Schießsport entdecken, doch die Rekrutierung neuer Mitglieder gestalte sich zunehmend schwierig. Das stellt auch Gustav Hensel fest, der stellvertretend für das Präsidium des Rheinischen Schützenbundes als Gratulant beim Jubiläumstag mit dabei ist. Er sieht das Problem unter anderem in der schwindenden Akzeptanz in der Bevölkerung: „Die nimmt uns einfach nicht mehr so an“, beklagt er. Schuld daran seien nicht zuletzt Medienberichte über Waffenmissbrauch, "die ein schlechtes Licht auf den Sport werfen."

Hartnäckige Gerüchte 

Zudem schade das hartnäckige Gerücht, Sportschützen seien politisch rechts-orientiert, dem Ansehen der Vereine. Ein Vorurteil, gegen das man sich in Schützenkreisen vehement wehrt. Offenheit zeigen, Ressentiments abbauen. Das sei aktuell den meisten Vereinen wichtig. "Aus diesem Grund sind wir auch bereit, gewisse Traditionen anzupassen und zu modernisieren."
Doch die Dellwiger Schützen haben in ihrem Jubiläumsjahr auch Erfreuliches zu vermelden: Fünf neue Mitglieder kann der ABSV Essen-Dellwig in diesem Jahr in seinen Reihen begrüßen, verkündet Berthold Michaelis stolz.

Dank an Gründungsväter

Dass diese nun als Sportschützen ihren Sport in Dellwig ausüben können, das verdanken sie den Gründungsvätern, die bereits vor 150 Jahren den Grundstein für eine ereignisreiche Vereinsgeschichte legten. Und weil das ein Grund zum Feiern ist, wird das besondere Jubiläum von den Dellwigern auch gebührend zelebriert. Michaelis nutzt die Gelegenheit für einen Appell an Mitglieder und Freunde des Vereins: „Bitte haltet diesem weiterhin die Treue, damit auch kommende Generationen dieses besondere Miteinander erleben können. Heute blicken wir voller Stolz auf 150 Jahre Vereinsgeschichte zurück, geprägt von Freude am Schießsport, Disziplin und Geselligkeit“.
Gefeiert haben den 150. Geburtstag der Dellwiger neben den Mitgliedern des Jubiläumsvereins zahlreiche Repräsentanten der umliegenden Schützenvereine. Und auch über hohen Besuch konnte man sich freuen. In die Reihe der Laudatoren reihte sich der Landtagsabgeordnete und SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty ein. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er dem Verein die Ehrenplakette des Landes NRW.

Der ABSV Dellwig ist einer von insgesamt sechs Schützenvereinen der ehemaligen Bürgermeisterei Borbeck, die heute den Borbecker Schützenbund bilden.
Dessen Gründung auf den Bürgermeister Rudolf Heinrich zurück geht, der von 1881 bis 1907 der Landgemeinde und Bürgermeisterei Borbeck vorstand. Schützenbund

Text: Alicia Roetering 

Berthold Michaelis (2. v.l.) mit Vereinskollegen bei der anschließenden Feier im Vereinsheim der Schützen an der Donnerstraße. Dort wurde im Anschluss an den Festakt an der Schilfstraße ausgiebig weiter gefeiert.
Thomas Kutschaty hielt beim Festakt die Laudatio und gratulierte dem Verein zum Jubiläum. Dabei betonte er, wie wichtig Tradition und Brauchtum sind.
Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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