RWE-Sieg im Derby bei RWO ist Pflicht
Ernüchterung nach der dritten Auswärtspleite in Folge

Zweikampf aus dem Hinspiel: RWO-Torjäger Sven Kreyer (l.) und RWE-Innenverteidiger Daniel Heber trugen jeweils auch schon das Trikot des Nachbarn.
  • Zweikampf aus dem Hinspiel: RWO-Torjäger Sven Kreyer (l.) und RWE-Innenverteidiger Daniel Heber trugen jeweils auch schon das Trikot des Nachbarn.
  • Foto: Markus Endberg
  • hochgeladen von Michael Köster

Die Enttäuschung ist riesengroß, Ernüchterung macht sich breit. Die 1:2-Pleite der Rot-Weissen am Mittwochabend beim Schlusslicht Rot-Weiß Ahlen war ein herber Rückschlag im Aufstiegsrennen der Regionalliga West. Da Spitzenreiter Borussia Dortmund II zuvor sein Nachholspiel beim Bonner SC mit 3:1 gewonnen hatte, gehen die Essener mit sieben Zählern Rückstand in das Nachbarschaftsderby am Samstag (14 Uhr) bei Rot-Weiß Oberhausen.

Mehr als ein Jahr lang waren die Bergeborbecker ungeschlagen geblieben, der stetige Traum vom Aufstieg in die Dritte Liga schien diesmal Realität zu werden. Seit ein paar Wochen ist allerdings Sand im Getriebe, vor allem auf fremdem Geläuf geht nicht mehr viel. Die Schlappe in Ahlen war die dritte Auswärtsniederlage innerhalb von nur 26 Tagen. Noch haben die Rot-Weissen zwölf Spiele vor der Brust und gegenüber den Dortmundern sogar ein Nachholspiel in der Hinterhand, doch angesichts der Konstanz des Tabellenführers befürchten viele Fans, dass die Entscheidung bereits gefallen ist.
Bei der Ursachenforschung für die Gastspiel-Misere kommt man schnell auf die Abschlussschwäche. Beim 0:0 im ersten Spiel des Jahres in Wiedenbrück scheiterten die Essener am überragenden Torwart Hölscher, auch in Düsseldorf (0:3) und in Münster (0:1) ließen sie gute Gelegenheiten ungenutzt, ehe die Gastgeber eiskalt zuschlugen. Und genauso war es auch in Ahlen. „Der Gegner hat zweimal aufs Tor geschossen und das Spiel gewonnen", konstatierte ein enttäuschter RWE-Trainer Christian Neidhart.
Fakt ist, dass Torjäger Simon Engelmann momentan Ladehemmung hat. In der Hinrunde war der 31-Jährige der Erfolgsgarant und regelte die Dinge, wenn es mal nicht so lief. Im Wersestadion traf "Engel" zwar per Handelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (52.), ließ in der ersten Hälfte allerdings auch drei gute Möglichkeiten aus.
Hinzu kommen die Aussetzer in der Defensive, die den Gegnern leichte Tore gewähren. Vor dem 1:0 (40.) verlor Innenverteidiger Felix Weber, der den gelbgesperrten Daniel Heber ersetzte, das Laufduell gegen Sebastian Mai, der anschließend Torwart Daniel Davari aus spitzem Winkel keine Chance ließ. Vor dem entscheidenden zweiten Treffer durch Ali Cirak in der ersten Minute der Nachspielzeit reklamierten die Essener ein Handspiel. "Der Spieler bekommt den Ball aus meiner Sicht klar an die Hand, aber der Pfiff blieb aus. Wir dürfen aber auch nicht den Betrieb einstellen, sondern müssen weiterspielen. Insgesamt haben wir bei beiden Gegentoren schlecht verteidigt", kritisierte Christian Neidhart.

Gelbsperre von Alexander Hahn

Nach diesem Rückschlag muss RWE heute im Derby bei Rot-Weiß Oberhausen unbedingt gewinnen, um im Titelrennen vielleicht doch noch mitsprechen zu können. Daniel Heber wird gegen seinen Ex-Club wieder mit dabei sein, dafür fehlt Alexander Hahn, der in der Schlussphase in Ahlen zum fünften Mal Gelb sah.
Vor dem Hinspiel vor fünf Monaten waren die Vorzeichen eindeutig: RWE war ungeschlagen und belegte wie heute Rang zwei, die "Kleeblätter" hatten nach einem klassischen Fehlstart bereits den Trainer gewechselt und unter Rückkehrer Mike Terranova erst drei Tage zuvor die Abstiegsränge verlassen. Der Essener 3:0-Erfolg war ungefährdet.
Inzwischen haben sich die Oberhausener bis auf Rang sechs vorgekämpft, auch wenn sie zuletzt bei den abstiegsgefährdeten Sportfreunden aus Lotte eine bittere 0:1-Schlappe kassierten. "Wir können völlig ohne Druck spielen. Essen hat viel mehr zu verlieren als wir. Wir wollen den Derbysieg", gibt sich Mike Terranova optimistisch.

Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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