Der 1994er RWE-Kapitän Ingo Pickenäcker exklusiv
"Es war ein großer Spaß!"

Die Traditionsteams von Rot-Weiss Essen und Werder Bremen beim gemeinsamen Mannschaftsbild nach dem Abpfiff. Fotos (20): Gohl
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  • Die Traditionsteams von Rot-Weiss Essen und Werder Bremen beim gemeinsamen Mannschaftsbild nach dem Abpfiff. Fotos (20): Gohl
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Text von Ingo Pickenäcker

Nach 25 Jahren haben wir am Samstag das DFB-Pokalfinale von 1994 gegen Werder Bremen "nachgespielt". Trotz der erneuten 1:3-Niederlage war es ein großer Spaß.

Damals haben wir in Berlin bekanntlich mit dem selben Ergebnis verloren und wurden seinerzeit dennoch beim anschließenden Empfang auf dem Kennedyplatz groß gefeiert. Dies und die Tatsache, dass der Finaleinzug damals eine große Sache für Rot-Weiss war, trägt bestimmt dazu bei, dass nach 25 Jahren noch so viele Kollegen des damaligen Kaders am Samstag dabei waren. Mal abgesehen von Jürgen Wegmann, der mit Bayern Meister wurde, war das für uns alle der absolute Höhepunkt der Karriere. Da kommt man gerne mal wieder zusammen.

Klar, zu einigen besteht noch immer ein regelmäßiger Kontakt. Andere sieht man aber deutlich seltener, so kam Daouda Bangoura extra aus Kroatien angereist. Da haben wir uns alle über das Wiedersehen gefreut, in 25 Jahren werden wir das zum 50. vermutlich so nicht noch einmal hinkriegen...

Die Bremer waren "zu jung"

Das Alter war übrigens auch der klare Unterschied zur Bremer Mannschaft. Da waren viele deutlich jünger als 40, von der Finaltruppe damals haben nur Oliver Reck und Mirko Votava gespielt. Marco Bode war zwar im Stadion, aber nicht am Ball. Das fand ich ein bisschen schade, man hätte sich doch einige Jungs mehr von damals erhofft. Natürlich hatten auch wir einige "jüngere" Verstärkungen wie zum Beispiel Erwin Koen oder unseren Torschützen David Czyszczon dabei, bei Werder war das aber im Gegensatz zu uns die Regel.

Das sah auch Otto Rehhagel so, der uns vor dem Anpfiff in der Kabine besuchte. Er fand es klasse, dass im Gegensatz zu "seinem Team" so viele RWE-Spieler von 1994 dabei waren. Wir haben auch gerne gehört, als Rehhagel erzählte, wie er in der zweiten Halbzeit des DFB-Pokalfinales damals um den knappen 2:1-Vorsprung bangte und seine Werderaner "wanken" sah. Otto Rehhagel: Mensch, ist der noch fit mit seinen jetzt fast 81 Jahren!

Alles in allem ein sehr schöner Nachmittag, an dem wir später noch gemeinsam das RWE-Testspiel gegen Kickers Offenbach angeguckt haben. Ich drücke Rot-Weiss die Daumen für eine erfolgreiche Saison und bin, angesichts des Kaders, optimistisch, dass sie ganz vorne in der Tabelle mitspielen können.

Autor:

Marc Keiterling aus Mülheim an der Ruhr

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