Ganz schön nervös: Kim Sindermann debütiert in der Frauenbundesliga

Gab am Sonntag ihr Debüt in der Frauenbundesliga: Kim Sindermann.
  • Gab am Sonntag ihr Debüt in der Frauenbundesliga: Kim Sindermann.
  • Foto: SGS /Gohl
  • hochgeladen von Christa Herlinger

An das Gefühl, zum ersten Mal in einer Bundesliga-Partie zwischen den Torpfosten zu stehen, wird sich Kim Sindermann wohl ihr Leben lang erinnern. Im Nachholspiel gegen den SC Freiburg rückte die 17-jährige Bochumerin in Diensten der SGS Essen für Stammtorhüterin Lisa Weiß in den Kader. Die musste verletzungsbedingt passen.

"Ich hoffe, dass Lisa ganz schnell wieder fit wird", drückt Kim Sindermann ihrem sportlichen Vorbild fest die Daumen. Im Gespräch mit dem Borbeck Kurier berichtet sie, wie sie von der großen Erfahrung der Stammtorhüterin profitiert. "Von Lisa kann ich eine Menge lernen." Gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder hat Kim Sindermann mit dem Fußball begonnen. "Wir waren da vielleicht vier Jahre alt, wollten einfach ein bisschen kicken." Beim SC Weitmar 45 waren die Sindermann-Zwillinge im Einsatz. Und das bis zur Saison 2016/17. Da folgte Kim dem Ruf nach Essen.

Interesse von anderen Vereinen

Interesse von anderen Vereinen und Angebote für die Westfalenauswahl gab es allerdings schon früher. "Aber ich habe lange Zeit nicht daran geglaubt, dass ich es fußballerisch wirklich weit bringen kann." Da ist sie lieber bei den Jungs geblieben. "Das war auch fürs Training ganz praktisch, der Platz war nah bei mir zu Hause, ich konnte, wenn ich wollte, mit dem Fahrrad hinfahren."
Bei der SGS hat Kim Sindermann in der U17 begonnen. "Doch schon in meinem zweiten Jahr kam das Angebot, in den Kader der ersten Mannschaft aufzurücken." Dass sich die Chance auf einen Einsatz in der Bundesliga so schnell eröffnete, hat die 17-Jährige selbst überrascht. "Zumal ich nach meiner Verletzungspause noch nicht lange wieder zurück im Training bin." Bei einem einmaligen Einsatz im Oberhaus der Liga soll es nicht bleiben. "Dafür werde ich hart arbeiten und mich weiterentwickeln", verspricht die 17-Jährige.

Familie saß auf der Tribüne

Das Erstliga-Debüt war eine einmalige Erfahrung. "Aber man hat mir sicher angemerkt, dass ich in den ersten Minuten unheimlich nervös gewesen bin", räumt die junge Torhüterin ein. Doch dann habe sie gut ins Spiel gefunden. "Einfach weil die Mannschaft, der ganze Verein, hinter mir stand. Ein super Gefühl."
Ihre Familie hat Kim am Sonntag auf der Tribüne die Daumen gedrückt. Auch das war der 17-Jährigen wichtig. "Sie haben mich in den letzten Jahren so oft zum Training gefahren, da sollten sie in jedem Fall mit dabei sein und sehen, dass sich die ganzen Mühen gelohnt haben." 

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