Dellwiger Luca Schwab ist erfolgreichster Bambini-Light-Kartfahrer
Mit Vollgas wie Vettel!

Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Reifen: Luca Schwab (mi.) hatte die Kart-Nase fast immer vorn.
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  • hochgeladen von Christa Herlinger

Der Auftritt in Abendgarderobe auf der großen ADAC-Gala ist nicht so Luca Schwabs Sache. Der gerade erst Neunjährige ist dann in seinem Element, wenn er mit dem Gaspedal auf Anschlag in seinem Mach1-Kart über die Piste düst. In diesem Jahr räumte das Motorsport-Talent fast jeden Titel ab und wurde sogar Sieger aller Klassen.

„Luca möchte später Rennfahrer werden und hat es einfach im Blut“, schmunzelt Mutter Janette Schwab. Der neunjährige Dellwiger tritt in die Fußstapfen seines Vaters, der selbst Motocross fuhr. Zunächst ging‘s in Hattingen zum Indoor-Kart. Als Luca dort Jugendliche und Erwachsene überrundete, wurden die Schwabs angesprochen, ob er sein Glück nicht auf dem Kerpener Erftlandring versuchen wolle: „Michael Schumacher und Sebastian Vettel sind auf dieser Strecke groß geworden“, weiß Mutter Janette. Im Oktober 2016 machte Luca seine Lizenz, nur ein Jahr später wurde er Klubmeister.

Einstiegshürden sind hoch

Dass die Einstiegshürden für den Motorsport groß sind, bemängelte jüngst Sebastian Vettel. Die Schwabs können davon ein Liedchen singen: „Es ist schon schwierig, überhaupt fahren zu können, weil es jede Menge Geld kostet. Ohne Unterstützung wäre das so gar nicht möglich. Gerade versuchen wir, Sponsoren zu gewinnen.“ Der Sport geht nicht nur ins Geld, sondern verlangt der Familie einiges an Aufwand und Zeit ab. In diesem Jahr fuhr Luca in zwei Rennserien. Das bedeutet: Zwölfmal am Freitag in der Frühe an einer anderen Strecke in Deutschland aufschlagen; Training, Zeitfahren und Rennen. Die Bolliden bringen dabei gut 100 km/h auf die Strecke. Eine Runde dauert eine knappe Minute, ein Rennen hat bis zu zwölf Runden.

Kurs auf die Titelverteidigung

Wenn Luca mit seinem Kart an den Start geht, hat er fast immer die Nase vorn. Dieses Jahr gewann der Neunjährige den Westdeutschen ADAC Kart Cup, den ADAC Kart Cup, schaffte Anfang Oktober im Bundesendlauf trotz Plattfuß (!) den Vizetitel, ist erfolgreichster Bambini-Light-Fahrer überhaupt und wurde mit den meisten Punkten bester Fahrer aller Klassen. Doch nicht nur der Erfolg zählt: Luca und sein Vater Andreas haben einfach Spaß. Und wenn ihre beiden Jungs glücklich sind, ist die Mama glücklich.
Die Belohnung gab‘s dieses Wochenende: Luca und Familie waren zur großen Gala ins hessische Grünberg eingeladen. Vor den Augen zahlreicher Funktionäre des ADAC-Sportverbands wurde dem Dellwiger Nachwuchstalent der Wanderpokal für den Punktbesten aller Klassen verlieren. Lucas Name wird in die Trophäe eingraviert und ein Jahr lang kann der Pokal bei den Schwabs in der Vitrine stehen.
Ob Luca Kurs auf die Titelverteidigung nimmt, entscheidet sich noch: „Wir wollen die nächsthöhere Stufe angreifen. Ab dem nächsten Jahr fährt er ADAC Kart Masters“, erklärt Janette Schwab. Dort darf man erst ab zehn Jahren antreten: „Er freut sich drauf, dass er dort endlich fahren darf. Mal schauen, wo der Weg uns da noch hinführt.“

Text: Alexander Müller

Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Reifen: Luca Schwab (mi.) hatte die Kart-Nase fast immer vorn.
Bester aller Klassen: Lucas Leistungen wurde am Wochenende auf einer großen Gala in Grünberg gewürdigt.

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