Rot-Weiss Essen nach 2:0-Sieg gegen Köln Tabellenführer!

Schöne Momentaufnahme: RWE-Mannschaftskapitän Benni Baier (re.) steht goldrichtig und bringt die Roten mit dem 1:0-Treffer auf die Siegerstraße. Fotos: Gohl
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  • Schöne Momentaufnahme: RWE-Mannschaftskapitän Benni Baier (re.) steht goldrichtig und bringt die Roten mit dem 1:0-Treffer auf die Siegerstraße. Fotos: Gohl
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Mit kleinen Aussetzern und ein bisschen Mühe hat Rot-Weiss Essen heute das zweite Heimspiel der Regionalliga-Saison 2018/2019 mit 2:0 gegen die Reserve des 1. FC Köln gewonnen und steht damit zum ersten Mal seit 2014 auf Platz eins der Tabelle. Erneut überzeugen gerade die Neuzugänge: Während Florian Bichler wieder die Abwehr schwindlig spielt, legt Scepanik das 1:0 auf und Heber ist fürs 2:0 zur Stelle.

Auch im zweiten Heimspiel der Saison ist ordentlich Stimmung im Stadion Essen und die Ränge sind mit 8.057 Zuschauern gut gefüllt. Beim Auftakt an der Hafenstraße zelebrierte RWE vor voller Bude ein 5:1-Fußballspektakel gegen den Wuppertaler SV. Die anschließenden Partien gegen Victoria Mennrath im Pokal (1:0) und den 1. FC Kaan-Marienborn in der Liga (4:1) waren trotz der Erfolge nicht auf dem selben spielerischen Level. Entsprechend groß war die Spannung, wie sich die Essener heute präsentieren würden.

Nachschuss Baier und Heber

Die Roten werden mit Applaus aus dem Rund empfangen und geben sofort Gas: Einen langen Ball in den freien Raum von Lukas Scepanik kann Geißbock-Goalie Jan-Christoph Bartels Kevin Grund gerade so vom Fuß pflücken. Grund und Scepanik starten heute auf links, Daniel Heber und Florian Bichler auf rechts. In der Mitte stürmt Kai Pröger statt Enzo Wirtz für den verletzten Publikumsliebling Marcel Platzek: „Schlecht geschlafen“, erklärt Karsten Neitzel, Chefcoach von Rot-Weiss Essen, mit einem Augenzwinkern die Entscheidung. „Wir haben das im Training öfter durchgespielt. Ich wollte Enzo einfach noch in der Hinterhand haben, falls es nicht so läuft.“ Besonders Bichler ist in der Anfangsphase wieder sehr auffällig. Dreimal gewinnt der rot-weisse Neuzugang das Duell an der Sechzehner-Grenze: Erst zieht Timo Brauer drüber (12.), dann Bichler selbst (15.) und schließlich holt er mit seinem Abschluss entlang der Grundlinie eine Ecke raus (24.). Manchmal muss man das Glück erzwingen: Der ebenfalls starke Scepanik kämpft sich in der 41. Minute durch die gesamte Kölner Abwehr bis in die Box, sein Schuss wird noch geblockt, aber Mannschaftskapitän Benjamin Baier steht goldrichtig und nickt den Abpraller aus zwei Metern zur 1:0-Führung über die Linie. Mit dem Ergebnis gehen die Teams in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel ist RWE ein bisschen aus dem Tritt und die Gäste werden aktiver, ohne nennenswerte Situationen im und am rot-weissen Strafraum zu generieren. Bis zur 59. Minute, als sich Rot-Weiss-Schlussmann Lukas Raeder lang machen muss, nachdem Lukas Nottbeck aus der Entfernung abzieht. Auf der anderen Seite macht Bichler weiter Alarm: Heber kann dessen Pass fünf Zeigerumdrehungen später in aller Seelenruhe annehmen, setzt das Leder aber gut über die Latte. In der 69. trägt sich Heber doch in die Torschützenliste ein: Köln-Keeper Bartels kann Prögers Hammer erneut nur abklatschen und diesmal ist der der ehemalige Oberhausener zur Stelle und erhöht auf 2:0 für die Essener. Nach 90 Minuten feiert der rot-weisse Anhang seine Elf und den besten Tabellenplatz seit 2014.

Vom Kopf her schwieriges Spiel

„Am Ende ist Essen verdienter Sieger, weil unser Plan nicht aufgegangen ist und uns im Umschaltspiel zu viele Fehler passiert sind. Essen war vor dem Tor konsequenter und erwachsener“, findet Markus Daun, Trainer der Kölner Reserve. RWE-Chefcoach Karsten Neitzel ist zufrieden mit Leistung und Mentalität seiner Mannschaft: „Für uns war das ein sehr wichtiges Spiel: Nach dem 5:1-Sieg gegen Wuppertal musste man die Köpfe zurechtrücken. Ich bin froh, dass wir ein Spiel, das vom Kopf her sehr, sehr schwierig war, gegen eine gut organisierte Mannschaft gewonnen und zum ersten Mal zu null gespielt haben.“
In der kommenden Woche hat RWE den nächsten unangenehmen Gegner: Aufsteiger TV Herkenrath steht mit fünf Punkten aus vier Spielen aktuell auf dem fünften Tabellenrang.

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