Keine Wiedergutmachung
Rot-Weiss Essen unterliegt SC Verl mit 0:2

Die Qualität im letzten Drittel hat gefehlt: RWE-Chefcoach Karsten Neitzel ist mit der Leistung seiner Elf nicht zufrieden. Archivfoto: Gohl
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  • hochgeladen von Alexander Müller

Die Rot-Weissen unter den 5.627 Zuschauer hielt es an diesem nasskalten Freitagabend im Stadion Essen nach Schlusspfiff nicht lange auf den Sitzen: Mit 0:2 hatte RWE die Regionalliga-Partie gegen den SC Verl verloren. Die Mission, ein positives Signal zu setzen, ist kräftig in die Hose gegangen. Trainer Karsten Neitzel kritisiert besonders die Offensivleistung.

Mit dem starken 3:0-Sieg gegen den SV Lippstadt hatten die Rot-Weissen am letzten Wochenende wenigstens auswärts für etwas bessere Stimmung sorgen können. Gegen Verl sollte jetzt Konstanz her. In der Offensive sind Max Wegner und Enzo Wirtz am Werk, dahinter verteilt Kevin Grund die Bälle. In die Defensive sind der genesene Abwehrchef Philipp Zeiger sowie Noah Korczowski rotiert. Die Platzverhältnisse sind erstaunlich gut dafür, dass hier bis kurz vor Spielbeginn noch wahre Wassermassen herunterkamen und man in den Pfützen vorm Stadion eine der RWE-Badeenten aus dem Fanshop schwimmen lassen könnte.
In der Anfangsviertelstunde mühen sich die Bergeborbecker redlich an der soliden Viererkette der Gäste ab. Ein Anflug von Gefahr entsteht dann auf der Gegenseite: RWE-Keeper Robin Heller muss sich in der 19. Minute nach dem frontalen Distanzschuss von Dardan Karimani lang machen. Der Abpraller springt beinahe noch Anton Heinz vor den Latschen. Die Roten versuchen nun, früher zu stören. In der 27. Minute luchst Wegner sogar Sportklub-Schlussmann Robin Brüseke die Pille ab, doch der Winkel ist hinterher zu steil. Die erste richtig gute Kombination gibt’s vor der Pause zu sehen: RWE-Mannschaftskapitän Benjamin Baier schickt auf rechts Daniel Heber, dessen Flanke segelt erst an Wirtz vorbei, findet aber in der Mitte Wegner. Ein schwarzer Stutzen verhindert die Führung für die Essener. So geht’s mit 0:0 in die Kabinen.

Qualität im letzten Drittel fehlt

Nach der Pause sieht man die Roten endlich häufiger im Sechzehner von Verl: In der 52. versucht Timo Brauer es aus der Distanz, kurz danach verlängert Korczowski eine Ecke von Grund mit dem Kopf knapp am rechten Pfosten vorbei. Mitte der zweiten Hälfte aber haben die Gäste ein spürbares Übergewicht und folgerichtig rappelt’s in der 71. Minute im Karton: Heinz nickt eine schnell ausgeführte Ecke zur 1:0-Führung für Verl in die Maschen. Wer nun auf das Aufbäumen der Roten gehofft hat, wird enttäuscht: Aygün Yildirim trickst sich in der 82. in die Bergeborbecker Box, Tomiak hat einen Totalaussetzer und lässt den Offensivmann einfach laufen, Korczowski trippelt ihm in die Hacken und Schiri Martin Ulankiewicz zeigt auf den Punkt. Der Gefoulte tritt selbst an und versenkt links neben Heller zur 2:0-Gästeführung. Wieder einmal feiern nach 90 Minuten die Gäste.
„Wir müssen und können bei Ballbesitz besseren Fußball spielen“, legt Karsten Neitzel, Chefcoach von Rot-Weiss Essen, den Finger in die Wunde, „die Qualität im letzten Drittel hat gefehlt. Wir haben uns viel zu wenig Torchancen erarbeitet.“ Guerino Capretti, Trainer des SC Verl, ist zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wenn man an der Hafenstraße mit 2:0 gewinnt, ist man mega glücklich. Wir üben ganz viele Ecken. Ich bin froh, dass wir das Tor nach einer gemacht haben.“
Die Tabellensituation ändert sich nach der Niederlage nicht: Rot-Weiss steht weiter auf Rang sechs, die Spiele der potenziellen Verfolger Alemannia Aachen und Wuppertaler SV wurden allerdings abgesagt. In der Regionalliga treten die Roten am Samstag, 23. März, um 14 Uhr beim SV Straelen an. Eine Woche später empfangen die Essener die Reserve von Borussia Mönchengladbach an der Hafenstraße.

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