Rot-Weiss Essen verliert auch gegen Aachen mit 0:1

Das Runde will nicht wirklich ins Eckige: RWE-Chefcoach Karsten Neitzel sieht viele liegengelassene Chancen. Archivfoto: Gohl
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Nach dem nun fünften Spiel ohne Sieg und mit jetzt sieben Zählern Abstand auf Tabellenführer Viktoria Köln verabschiedet Rot-Weiss Essen sich erst einmal aus dem Titelrennen. Am heutigen Sonntagnachmittag verloren die Bergeborbecker das Traditionsduell gegen Alemannia Aachen mit 0:1. RWE-Coach Karsten Neitzel mahnt, sich von der Angst leiten zu lassen.

Das Traditionsduell am milden Sonntagnachmittag lockt jede Menge Rot-Weisse ins Stadion Essen und auch der Gästeblock ist voll mit Aachener Anhängern: 10.077 Zuschauer sehen die Partie des Tabellenfünften gegen den -zehnten. RWE-Chefcoach Karsten Neitzel hat im Sturm weiter keine Optionen, deshalb probiert sich Enzo Witz wieder in der Mitte. Dafür orientiert sich Kevin Grund diesmal sofort in die Kreativzentrale hinter den Spitzen.
Die ersten ruppigen Minuten spielen sich größtenteils zwischen den Strafräumen ab. Nach einer guten Viertelstunde setzt David Pütz ein müdes Schüsschen links neben den Kasten von RWE-Keeper Lukas Raeder. Die Aachener Gäste werden langsam warm und eine wunderbare Kombination an der Kante des Sechzehners von Matti Fiedler, Marco Müller und Kai Bösing wird in der 19. Minute zur Ecke geklärt. Zwei Zeigerumdrehungen später ist‘s passiert: Daniel Heber verliert den Ball in der Box an Stipe Batarilo-Cerdic und Dimitri Imbongo Boele verwandelt dessen Vorlage ungestört zur 1:0-Führung von Alemannia Aachen. Fazit nach 45 Minuten: Vorne beißt RWE sich die Zähne aus, hinten sind die Essener gegen selbstsichere Aachener zu nachlässig, streckenweise überfordert.

Keine Angst vorm Verlieren

Ganz knapp Szene direkt nach Wiederanpfiff: Einen Freistoß von Grund köpft der rot-weisse Mannschaftskapitän Benjamin Baier am langen Pfosten aus kürzester Distanz beinahe über die Linie; der Aachener Goalie Niklas Jukasch ist im Weg und hält die Kugel fest. In der 59. Minute entstehen aus den verkrampften Offensivbemühungen der Essener endlich Gelegenheiten: Die Flanke von Lukas Scepanik nickt Robin Urban Millimeter über das linke Lattenkreuz. Das anschließende blitzschnelle Pingpong von Scepanik, Baier und Wirtz in der 63. blockt Jukasch ab. Nun werden die Roten notwendig anfällig für die sporadischen Aachener Konter: Nach Zuckerpass von Pütz auf Bösing in der 75. Minute verhindert Raeder Schlimmeres, den gefährlichen zweiten Versuch pfeffert der eingewechselte Blendi Idrizi einige Sekunden später neben das linke Aluminium. Trotz satter Nachspielzeit steht das 0:1 und die Roten kassieren die zweite Niederlage in Folge.
„Es sind immer enge Spiele, brutal umkämpfte Spiele, bei denen Kleinigkeiten entscheiden“, wird Fuat Kilic, Chefcoach von Alemannia Aachen, ein bisschen philosophisch. „Wir sind froh, dass wir aus der scheiße, aus dem Tabellenkeller raus sind. Wir wollten mit breiten Schultern hierhin kommen, weil‘s für Essen gerade in die andere Richtung geht.“ Karsten Neitzel dagegen ist enttäuscht, dass die Roten erneut nicht wenigstens mit 0:0 in die Pause gegangen sind und wieder viele Chancen liegen ließen: „Es geht darum, dass man die Freude am Fußball wiederbekommt. Die Lust am Gewinnen muss im Vordergrund stehen, nicht die Angst vorm Verlieren.“

In der Tabelle ändert sich für die Bergeborbecker nichts: Auch nach der zweiten Niederlage in Folge steht RWE noch auf Platz fünf. Das fünfte Spiel ohne Sieg bedeutet aber inzwischen sieben Zähler Abstand auf die Spitzenposition. Nachdem die Essener gegen Aufsteiger wie FC Kaan-Marienborn, TV Herkenrath, SV Lippstadt oder SV Straelen ein vermeintlich einfaches Programm zum Saisonstart hatten, geht‘s am Samstag, 13. Oktober, weiter mit den schweren Gegner: Meister, Titelfavorit und Spitzenreiter Viktoria Köln ist ab 14 Uhr an der Hafenstraße zu Gast.

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