2:1 gegen Borussia Dortmunds U23
RWE-Jubel nach Elfmetertor in der Nachspielzeit

Tolle Stimmung herrschte auf der Westtribüne.
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  • Tolle Stimmung herrschte auf der Westtribüne.
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Gleich zum Auftakt der neuen Spielzeit in der Fußball-Regionalliga West geriet das Stadion Essen zum Hexenkessel. In einem hitzigen Revierderby besiegte Rot-Weiss Essen die ebenfalls hoch gehandelte U23 von Borussia Dortmund mit 2:1 (0:1). In der fünften Minute der Nachspielzeit verwandelte Neuzugang Alexander Hahn einen Foulelfmeter.

14.497 Zuschauer sorgten zum Saisonstart für eine großartige Kulisse. Schon im Vorfeld hatte der neue RWE-Trainer Christian Titz von der "Wucht" gesprochen, die von den Rängen an der Hafenstraße ausgehen könne. "Wir sind hier in der 4. Liga. Wie die Fans hier die Mannschaft unterstützt haben, war einfach toll", freute sich der Ex-Hamburger und schob dem Anhang einen gehörigen Anteil daran zu, dass diese knifflige Aufgabe letztlich doch noch erfolgreich gelöst wurde: "Die Fans haben uns enorm geholfen."
Anfangs sah es nämlich überhaupt nicht danach aus. Im Gegensatz zu den Essenern war der BVB gleich auf Temperatur und traf früh durch Joseph Boyamba (5.). Dieses Tor wurde allerdings genauso wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wie das von Taylan Duman (28.), der den Ball eingeschoben hatte, nachdem RWE-Keeper Marcel Lenz einen Distanzschuss von Boyamba nach vorn abgewehrt hatte.
Im dritten Versuch war dann alles regulär: Nach einem schnellen Konter traf BVB-Kapitän Joseph Boyamba zur verdienten Gästeführung (39.). "Ein großer Bock im Aufbau, und schon bekommen wird das 0:1", ärgerte sich Christian Titz, dem eine große Chance von Marcel Platzek (29.) im ersten Durchgang zu wenig war.

"Mannschaft hat nie aufgegeben"

In der Pause drehte der 48-Jährige ein wenig an den Stellschrauben. Die beiden Außenstürmer Joshua Endres und Oguzhan Kefkir wechselten die Seiten, im Mittelfeld gingen die Rot-Weissen energischer zu Werke und hatten plötzlich Vorteile. Gute Möglichkeiten blieben allerdings Mangelware. Und hätte Chris Führich (70.) die "Hundertprozentige" nach einem Dortmunder Konter genutzt, wäre RWE wohl geschlagen gewesen.
"Die Mannschaft hat allerdings nie aufgegeben", meinte Christian Titz, dem es am Ende egal war, dass die beiden Tore nach Standards fielen. Erst schlenzte der agile Amara Condé (81.) einen Freistoß aus halblinker Position gefühlvoll ins kurze Eck, dann zeigte Schiedsrichter Ulankiewicz in der fünften Minute der Nachspielzeit auf den Punkt, nachdem Marcel Platzek im Laufduell mit zwei Dortmundern zu Fall gekommen war. "Ich habe fest mit einer Gelben Karte gerechnet, aber der Schiedrichter hat Elfmeter für Essen gegeben", zeigte sich BVB-Coach Mike Tullberg überrascht, schob aber gleich hinterher: "Der Torwart muss rauskommen, dann brauchen wir uns gar nicht über den Schiedsrichter unterhalten." Bei aller Hektik blieb Innenverteidiger Alexander Hahn cool, verwandelte den Strafstoß zum umjubelten Siegtreffer und genoss hinterher das "geilste Erlebnis seiner Karriere".

Nächstes Derby in Duisburg

"Der RWE ist wieder da", skandierten die Fans, die am 4. August zu Tausenden nach Duisburg fahren werden. In der Schauinsland-Arena, eigentlich Heimspielstätte des MSV, steigt um 14 Uhr das erste Auswärtsspiel beim Aufsteiger VfB Homberg. Der gewann sein Auftaktspiel in Bergisch Gladbach mit 1:0.

Tolle Stimmung herrschte auf der Westtribüne.
Auftaktspiel der neuen Regionalliga-Saison im Stadion Essen.
Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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