RWE verliert gegen Straelen im Elfmeterschießen
Titelverteidiger verpasst Niederrheinpokal-Finale

Der Moment der Entscheidung im Stadion Essen: Außenseiter SV Straelen jubelt nach dem vierten verwandelten Elfmeter von Jannis Kübler, die RWE-Spieler (links) blicken konsterniert drein.
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  • Der Moment der Entscheidung im Stadion Essen: Außenseiter SV Straelen jubelt nach dem vierten verwandelten Elfmeter von Jannis Kübler, die RWE-Spieler (links) blicken konsterniert drein.
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Titelverteidiger Rot-Weiss Essen hat die erneute Teilnahme am DFB-Pokal verpasst. Im Halbfinale des Niederrheinpokals verlor der Tabellenführer der Regionalliga West gegen den Ligakonkurrenten SV Straelen mit 4:6 nach Elfmeterschießen. Die Niederrheiner treffen im Finale am 29. Mai  auf den Wuppertaler SV, der den Drittligisten MSV Duisburg sensationell mit 6:2 besiegte. Das Endspiel in Westfalen haben die Sportfreunde Lotte erreicht. Deshalb wurde das letzte RWE-Heimspiel auf Mittwoch, 26. Mai, vorverlegt . Anstoß ist um 19.30 Uhr.

Nach dem überzeugenden 4:1-Erfolg im Viertelfinale vor einer Woche bei Rot-Weiß Oberhausen waren die Essener natürlich klar favorisiert, und Trainer Christian Neidhart verzichtete einmal mehr auf personelle Experimente. Lediglich Jan-Lucas Dorow und Steven Lewerenz rückten für Oguzhan Kefkir und Isaiah Young in die Startelf.
Der Titelverteidiger machte erwartungsgemäß das Spiel, kam allerdings kaum einmal gefährlich vor das Gästetor. Der SV Straelen verteidige geschickt und besaß sogar die eine oder Kontermöglichkeit, die von der RWE-Deckung allerdings unterbunden wurde.

Engelmann per Kopf 

Nach dieser zähen ersten Hälfte konnte es nur besser werden. RWE schaltete sofort den Vorwärtsgang ein, und Dennis Grote zwang SVS-Towart Robin Udegbe zur ersten Parade (48.). Christian Neidhart war der Druck allerdings nicht groß genug. Er brachte mit Oguzhan Kefkir und Isaiah Young zwei frische Kräfte (63.).  Zwei Minuten später dann der ersehnte Führungstreffer: Simon Engelmann traf nach Vorarbeit von Amara Condé per Kopf (65.).
Die Entscheidung war das jedoch nicht. Der Regionalliga-Spitzenreiter wirkte nicht souverän, und Straelen witterte Morgenluft. Der Außenseiter wechselte offensiv und erzwang tatsächlich noch die Verlängerung: In der vierten Minute der Nachspielzeit traf Ferry de Regt zum 1:1.

2:2 durch Kefkir

Der Tiefschlag saß. Rot-Weiss war die Müdigkeit anzumerken, und Straelen schlug im Gewitterregen erneut  zu: Cagatay Kader traf in der 96. Minute zum 2:1. Blitze zuckten über der Hafenstadt, und der Schiedsrichter schickte beide Teams erstmal für zehn Minuten in die Kabinen.
Die Pause tat dem Favoriten gut. Oguzhan Kefkir (103.) und Isaiah Young (105.) hatten bereits den Ausgleich auf dem Fuß, ehe Joker Kefkir eine Flanke von Marco Kehl-Gomez per Kopf zum 2:2 einnickte (110.). Zum Siegtreffer reichte es allerdings nicht mehr, das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Oguzhan Kefkir schoss gleich den ersten Strafstoß am Tor vorbei, Marco Kehl-Gomez setzte den Ball an die Latte, und Straelen siegte mit 4:2
Am Sonntag sind die Essener schon wieder in der Meisterschaft gefordert. Bei der U21 des 1. FC Köln wollen sie ab 14 Uhr ihre Tabellenführung verteidigen. Rivale Borussia Dortmund II steigt nach zweiwöchiger Corona-Auszeit ausgerechnet beim SV Straelen wieder ins Titelrennen ein.

Der Moment der Entscheidung im Stadion Essen: Außenseiter SV Straelen jubelt nach dem vierten verwandelten Elfmeter von Jannis Kübler, die RWE-Spieler (links) blicken konsterniert drein.
Ausgerutscht: RWE-Angreifer Maximilian Pronichev (l.) im Zweikampf mit Straelens Tobias Peitz.
Autor:

Michael Köster aus Essen-Borbeck

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