Altfriedschule in Frintrop bleibt erhalten

Die Kinder der Altfriedschule machen klar: Wir finden unsere Schule toll, so wie sie ist.
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7.000 Unterschriften haben Eltern, Pflegschaft und Kinder für den Erhalt der katholischen Altfriedschule in Frintrop zusammengetragen. Ein klares Votum für die konfessionelle Schule, da sind sich alle einig.

Dennoch ging die Angst um. Die Wellen waren hoch geschlagen in den letzten Wochen. Nach Bekanntwerden der Probleme an der benachbarten Walter-Pleitgen-Schule und der Diskussion über Lösungsansätze für die Schullandschaft im gesamten Stadtteil fürchteten die Eltern, auch die Altfriedschule könne mögliche Konsequenzen zu spüren bekommen. „Es kann doch nicht sein, dass ein funktionierendes Konzept zu Gunsten eines nicht funktionierenden geopfert werden soll“, machte Silvia Otto, Schulpflegschaftsvorsitzende der Altfriedschule, noch einmal den Standpunkt der Eltern deutlich. „Wir sind keine Kreuzritter, haben uns jedoch ganz bewusst für eine katholische Grundschule mit enger Bindung zur Pfarrgemeinde entschieden.“

Die Angst vor Schließung „ihrer“ Schule veranlasste die Schulpflegschaft, im Rahmen einer Diskussion gemeinsam mit der Politik nach möglichen Lösungen zu suchen. Die Resonanz quer durch alle Parteien war groß, sei es der Brisanz der Thematik oder dem Wahlkampf geschuldet. Annette Görgens-Pfeiffer vom Essener Schulverwaltungsamt, sprach für den Schulträger. „Es gibt keine schulplanerische Maßnahme mit der Walter-Pleitgen-Schule“, nahm sie der Diskussion allen Wind aus den Segeln. „Der Gesetzgeber schreibt vor, dass eine Schule ausläuft, liegen nicht genug Anmeldungen zur Bildung einer Eingangsklasse vor. So geschehen an der Schule im Neerfeld. “
Die Angst vor einer möglichen Schließung sei unberechtigt. „Der Schulträger hat keine Möglichkeiten, ein Abstimmungsverfahren über die Neugründung einer Schule in Frintrop auf den Weg zu bringen, das müsste von Seiten der Eltern der Altfriedschule getan werden.“
Dazu sehen die keinen Anlass. Auch die Prognose der Schulverwaltung erkennt keinen Handlungsbedarf. „Im nächsten Jahr ist mit etwa 60 Anmeldungen für beide Schulen zu rechnen“, so Annette Görgens-Pfeiffer. „Es gibt für alle Kinder genügend Plätze.“

Die Politik blickt über den Tellerfand hinaus, wollte das Auslaufen der Walter-Pleitgen-Schule im Gesamtkontext diskutiert wissen. Einigkeit herrschte zwischen CDU und SPD, die Schere zwischen Ober- und Unterfrintrop nicht weiter auseinander driften zu lassen. „Wenn Unterfrintrop abgekoppelt wird, dann wird man das auch in Oberfrintrop spüren“, argumentierte der SPD Fraktionsvorsitzende Rainer Marschan.

Den Eltern, die ihre Kinder an der Walter-Pleitgen-Schule angemeldet haben, hilft das nicht. Von den 13 zukünftigen Lernanfängern haben sich sechs nun doch für die Altfriedschule entschieden. Für die verbleibenden Klassen muss eine Lösung erst noch gefunden werden.

Grünen-Ratsherr Walter Wandtke warnte eindringlich davor, durch Aufgabe der Gemeinschaftsgrundschule schlechtere Lernbedingungen für die Kinder in Unterfrintrop zu schaffen. „Da haben Politik und Verwaltung eine gemeinsame Verantwortung.“

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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