Borbecks gute Vorsätze für 2013

Die letzte Kippe rauchen viele Menschen am Silvesterabend - vor der ersten, die im neuen Jahr folgt. Foto: Winkler
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  • Die letzte Kippe rauchen viele Menschen am Silvesterabend - vor der ersten, die im neuen Jahr folgt. Foto: Winkler
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Der eine schreibt ein Buch, der andere will sich um den Enkel bemühen. Wir haben nachgefragt: Was haben sich eigentlich die Borbecker für das Jahr 2013 vorgenommen? Herausgekommen sind allerlei Wünsche und gute Vorsätze, sowohl politische als auch kulturelle und manch ganz private und persönliche.

Helmut Kehlbreier, Bezirksbürgermeister: Ich wünsche allen Bürgern für das Jahr 2013 viel Gesundheit und Zufriedenheit. Darüber hinaus wünsche ich mir eine gute Zusammenarbeit aller Borbecker Bezirksvertreter, damit gute Entscheidungen zum Wohle der Borbecker Bürger im neuen Jahr getroffen werden. Für meine Familie wünsche ich mir ebenfalls Gesundheit und Zufriedenheit. In der Hoffnung, das alle unsere Wünsche in Erfüllung gehen.

Michael Quadt, Verwaltungsbeauftragter für den Stadtbezirk IV: Gute Vorsätze fasse ich dann, wenn die Situation dies erfordert, so was mache ich grundsätzlich nicht vom Jahreswechsel abhängig, das funktioniert bei mir auch nicht! Wichtig ist doch, dass man seinen Vorsätzen auch Taten folgen lässt – und das ist oft schwer genug, gelingt mir leider auch nicht immer!

Arno Klare, kandidiert im Herbst 2013 für den Bundestag für die SPD im Wahlkreis 119 Essen/Mülheim: Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden. Diese Weisheit wird einem klugen Mann zugeschrieben. Für mich heißt das, den guten Vorsatz weiter gelten lassen, den ich seit langem habe: Wir brauchen mehr WIR in unserer Gesellschaft und weniger ICH. Dafür will ich arbeiten.

Wolfgang Sykorra, ehemaliger Schulleiter des Gymnasium Borbeck: Als Vorsitzender des Initiativkreises zur Gründung der Evangelischen Inklusiven Zukunftsschule in Essen werde ich auch 2013 daran mitwirken, die Voraussetzungen für ein gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Handicaps zu schaffen. Das Jahr 2013 wird von besonderer Bedeutung sein: Das Kirchenparlament wird nämlich im Mai entscheiden, ob die Schule gegründet werden kann.“ Darüber hinaus möchte ich noch im Januar die jahrelangen Arbeiten an einem neuen Buch abschließen, in dem zahlreiche - auch ehemalige - Borbecker Persönlichkeiten porträtiert und in Wort und Bild vorgestellt werden. Vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten des Lebens habe ich mir für 2013 außerdem vorgenommen, noch bewusster zu leben und Gesundheit und ein friedliches Miteinander nicht als selbstverständlich anzusehen.

Martin Nennstiel, Vorsitzender des Förderkreises für das Schönebecker Jugendblasorchester: Gute Vorsätze habe ich mehr als genug. Und die hören sich ganz toll an. Wie halt jedes Jahr. Und jedes Jahr muss ich feststellen, dass es gar nicht auf die guten Vorsätze ankommt. Denn gute Vorsätze zu finden ist nur eine Frage der Fantasie. Vielmehr ist entscheidend, ob ich sie auch umsetze. Und das wiederum hängt ganz eng mit meiner Disziplin und Konsequenz zusammen. So habe ich mir jetzt eigentlich nur vorgenommen, mehr Disziplin und Konsequenz an den Tag zu legen. Dann sicherlich regelt sich sehr viel von selbst. Und die Vorsätze wandeln sich in Taten. Also, ich bin selber mal überrascht …

Jürgen Becker, Vorsitzender des Kultur-Historischen Vereins Borbeck, nimmt allen Elan aus 2012 mit hinüber ins neue Jahr. Es gibt eine Menge, Ideen und Pläne, die er umsetzen möchte. Dazu gehört die Realisierung der Stele am Berthold-Beitz-Boulevard ebenso wie das geplante Volksfest anlässlich der Fertigstellung des Radfahrtrasse zwischen dem ehemaligen Bahnhof Altendorf und dem Borbecker Bahnhof oder die Neugestaltung der Präsentation der bäulichen Arbeitsgeräte auf dem Steenkamp Hof. „Mein guter Vorsatz für 2013: All das umzusetzen, was ich mir vorgenommen habe.“

Heinz Depping StD, Städtisches Mädchengymnasium Essen-Borbeck: Das Jahr 2013 wird mein letztes Berufsjahr am Städt. Mädchengymnasium Essen-Borbeck sein, an dem ich seit 1980 tätig bin und das in den vielen Jahren zu „meiner“ Schule geworden ist. In diesem Jahr wird es darum gehen meine Aufgaben und Funktionen in kompetente Hände zu übergeben. In den letzten Jahren hat nicht nur die Schulleiterin gewechselt, sonders das Kollegium ist durch viele kompetente, engagierte Kräfte verjüngt worden. Sie werden die solide Verankerung des Mädchengymnasiums als gute Schule im Stadtteil Borbeck durch Projekte und Aktionen weiter vorantreiben. Privat habe ich schon in den letzten Jahren gelernt bewusster zu leben. Wenn im engsten Familienkreis eine schwere Erkrankung gut überstanden wurde, bekommen die kleinen Dinge einen ganz anderen Stellenwert. Mit meiner Ehefrau den privaten und beruflichen Weg der beiden Töchter zu erleben, mit den beiden Enkeltöchtern entspannte Freizeit zu genießen und sie aufwachsen zusehen sind für uns große Freuden. Die gewachsenen Verbindungen mit Institutionen und Personen im Stadtteil Borbeck zu pflegen und zu verstärken wird mir auch weiterhin ein wichtiges Anliegen bleiben.

Klaus Diekmann, CDU-Ratsherr für Essen-Schönebeck:
Wünsche eines Schönebeckers für 2013:
- Ich wünsche allen Bürgern und Bürgerinnen Gesundheit, Zufriedenheit, einen sicheren Arbeitsplatz, den Jugendlichen eine gute Ausbildung und den Älteren ein lebenswertes Leben.
- Ich wünsche mir, dass sich in unserem Stadtteil das Vereinsleben weiter entwickelt und sich die Schönebecker freuen, dass sie in diesem Stadtteil wohnen.
- Ich würde mich freuen, wenn in Zukunft nicht immer gleich nach der „öffentlichen Hand“ gerufen wird, wenn es um Sauberkeit und Verschönerung im Stadtteil geht, sondern selbst „ Hand angelegt“ wird. Gute Ansätze gibt es bereits.
- Ich wünsche mir für die SG Schönebeck Frauenbundesliga das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft: SGS – Frankfurt.
- Ich wünsche mir, dass die im Stadtteil beheimateten Vereine - ob sportlicher, gesellschaftlicher oder kirchliche Art - in Zukunft genug junge Nachwuchsmitglieder haben, die sich ehrenamtlich engagieren.
- Ich wünsche allen, die diesen Text lesen, dass sie nach dem Motto leben können, frei nach Don Bosco: „Gutes tun, Fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen“. Ich schaffe es zwar auch nicht immer, nehme es mir aber für 2013 wieder mal vor.

„Ich habe einige Projektideen, die ich bereits 2012 vorbereitet habe und im neuen Jahr umzusetzen hoffe“, verrät Friedhelm Klix, SPD-Ratsherr für Bochold. „Dabei ist mir die Einbeziehung der Schulkinder der Bischof-von-Ketteler Schule und der Dürerschule bei der Grünbereichgestaltung zwischen der Bocholder Straße und der Kesselstraße ein besonderes Anliegen. Politisch arbeite ich unter anderem weiter darauf hin, die unglückliche Situation am wilden Automarkt für die Menschen vor Ort verbessern zu können. Meine Mitstreiter und ich sind zwar auf einem guten Weg, aber 2013 wird ein entscheidendes Jahr.“ Und nach Feierabend? „Persönlich habe ich mir vorgenommen, mir auch mehr Zeit für die Dinge zu nehmen, denen ich sehr oft berufs- und mandatsbedingt nicht nachgehen konnte. Dazu gehören gelegentliche Motorradtouren mit Freunden, die Malerei, das Schreiben, die Fotografie und die Suche nach neuen Herausforderungen. 2013 wird bestimmt ein interessantes Jahr!“

Da ist sich auch Stephan Dahlmanns, Vorsitzender der FDP-Borbeck, sicher, dessen 21-jährige Tochter im Frühjahr Mutter wird. „Da habe ich auf jeden Fall den Vorsatz, ein guter Opa zu sein.“ Klassische Vorsätze dagegen fallen für ihn weg - weil er sie schlicht schon erfüllt hat. „Ich bin seit 2006 Nichtraucher und treibe seit Jahren mehrmals pro Woche Sport.“ Vorbildlich. Ziele verfolgt er das ganze Jahr über, nicht nur nach Silvester, sowohl privater Natur, wie auch beruflicher und natürlich politischer Art.

In Sachen körperlicher Aktivität muss Thomas Mehlkopf, Vorsitzender der CDU-Borbeck, noch an sich arbeiten. Mehr Bewegung und gesündere Ernährung stehen auf seinem Plan für 2013. „Da habe ich schon konkrete Gewichtszahlen vor Augen.“ Die er aber lieber für sich behält. Regelmäßige Auszeiten will er sich nehmen. Privat habe dies in 2012 schon ganz gut geklappt, aber auch im Beruf, so meint er, könne mehr Ruhe nicht schaden. „Wer achtsam mit sich und seinen Ressourcen umgeht, der kann auch vernünftig arbeiten.“ Ganz oben in seiner Prioritätenliste stehen aber die Anliegen der Bürger. So möchte er sich vor allem die Probleme jener anhören, die nicht immer gleich lautstark das Wort ergreifen. „Die Tendenz immer nur dann laut zu werden, wenn man persönlich und unmittelbar betroffen ist, hat leider sehr stark zugenommen. Der Blick für das Gemeinwohl muss wieder stärker bedacht werden. Das sollte nun noch mehr Aufgabe von Politik werden.“

Eine enge Verbindung zu den Menschen in Borbeck pflegen, das hat sich auch Andreas Körner, Vorstand Kultur-Historischer Verein Borbeck, vorgenommen. Vor allem zum Gelingen weiterer Veranstaltungen in der Alten Cuesterey und auf dem Steenkamp Hof möchte der Kulturmensch beitragen. doch das ist längst nicht alles. „Ich möchte weiter forschen in der Geschichte Borbecks und in den Borbecker Beiträgen veröffentlichen. Ich möchte weiterhin offen sein für Anfragen von Borbecker Bürgern zur Geschichte des Stadtteils. Ich möchte weiter draußen meine Aquarelle malen und sie auch ausstellen. Als Mitglied der Künstlergruppe „die kurve“ mich wieder mit ihnen treffen und gemeinsame Aktionen machen. Dazu gehört auch Elisa Blumensaat und ihr „Raum für Kunst“ im Kraienbruch. Als Mitglied des Historischen Vereins Essen plane ich die Verlegung weiterer Stolpersteine, auch im Borbecker Raum.“ Ob da noch Zeit für eine Lesestunde bleibt? „Das hört sich sehr fleißig an. Aber ich möchte auch im nächsten Jahr zeitweise faul sein und nichts tun.“ Na dann ...

„Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit für alle“, das wünscht sich Rainer W. Seck, Vorsitzender des Turnerbundes Frintrop und im Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop (BVV). Mit dem Vorstandswechsel im BVV Frintrop und den Umbauarbeiten im Vereinsheim des Turnerbundes hat er ein turbulentes Jahr hinter sich und sehnt sich nach Ruhe. Also: „Ein wenig den Fuß vom Gaspedal nehmen und nie schneller fahren, als der Schutzengel fliegen kann.“

Genaue Vorstellungen für das neue Jahr hat auch Ulrich Schulte-Wieschen (SPD Dellwig): „Auch im Jahr 2013 will ich mich wieder mit ganzer Kraft und im Bereich meiner Möglichkeiten für die Menschen in Borbeck und darüber hinaus einsetzen. Hierbei ist es mir besonders wichtig, noch mehr für unsere Kinder und Jugendlichen zu tun; das beinhaltet Schulen, Spielplätze und auch Freizeitmöglichkeiten. Weiterhin möchte ich daran mitarbeiten, dass Borbeck weiter an Profil gewinnt und die Menschen sich hier in ihrem Umfeld wohlfühlen, aber auch sicher fühlen können - das gilt auch für die Bereiche ums Autokino. Politisch werde ich mich vor allem für eine sozial gerechte und ausgewogene Gesellschaft, mit gleichen Chancen für Alle, einsetzen. Privat habe ich mir vorgenommen, mit meiner Familie und meinem engsten Freundeskreis, die leider manchmal ein wenig zu kurz kommen, mehr gemeinsame Zeit zu verbringen. Weiterhin habe ich mir vorgenommen mich ein wenig mehr sportlich zu betätigen und im Sommer öfter im Freibad Hesse schwimmen zu gehen.“

Borbeck-Aktivist Franz Josef Gründges sieht es mit den Wünschen und Vorhaben gelassen:„Ich kenne nur Sätze, keine Vor-Sätze. Wortspielerisch begründet: Vorsätze werden von der Wirklichkeit so schnell überholt, dass bald nur noch deren Absätze zu sehen sind.“

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