Intendant Heinrich Gehring feiert 50-jähriges Ordinationsjubiäum

50 Jahre bewegte Historie: Das Datum von Pfarrer Heinrich Gehrings Ordination fällt wie damals auf den 17. Dezember. Foto: EKir
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Sein 50-jähriges Ordinationsjubiläum feiert der frühere Borbecker Pfarrer, Superintendent em. des Kirchenkreises Essen-Nord und einstige Essener Stadtsuperintendent Heinrich Gehring am 17. Dezember. Wie damals fällt dieses Datum in diesem Jahr wieder auf Sonntag, den dritten Advent – und wie schon vor 50 Jahren auch, wird Heinrich Gehring an diesem Tag wieder auf der Kanzel der Dreifaltigkeitskirche in Borbeck, Leimgardtsfeld/Ecke Stolbergstraße, stehen und die Predigt halten. Der Gottesdienst beginnt um 9.45 Uhr.

„Alle Wegbegleiter, die trotz der hektischen Vorweihnachtstage Lust und Zeit dazu haben, lade ich ein, mit mir diesen Gottesdienst zu feiern“, erklärt der evangelische Theologe, der seit einiger Zeit in der Innenstadt, in Sichtweite der Kreuzeskirche, wohnt. Aber auch er selbst hat später an seinem Jubiläumstag noch etwas vor: Um 17 Uhr singt er mit dem Essener Bachchor auf der Bühne in der Erlöserkirche die Kantaten 1 und 4 bis 6 des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach.
Geboren wurde Heinrich Gehring als Sohn eines Diakonen- und Heimleiterehepaars in Düsseldorf. Nach dem Theologiestudium übernahm er 1967 in der Gemeinde Essen-Borbeck zunächst eine Stelle als Hilfsprediger. Nach der Ordination wurde er dort noch im selben Jahr Pfarrer – und blieb es bis zu seiner Pensionierung Ende 2001. Im Jahr 1977 wurde Gehring Superintendent des damaligen Kirchenkreises Essen-Nord – auch dieses Amt hatte er bis zum Eintritt in den Ruhestand inne. Zwölf Jahre lang repräsentierte Gehring zudem als Stadtsuperintendent und Vorsitzender des Evangelischen Stadtkirchenverbandes die Evangelische Kirche in Essen in der Öffentlichkeit.

Auseinandersetzung mit der Geschichte

Dabei verstand sich Gehring durchweg als Seelsorger und wurde – obwohl er deutliche Worte, wenn er sie für nötig hielt, nicht vermied – als Mann des Ausgleichs geschätzt. Zu seinen besonderen Schwerpunkten zählte die Förderung des christlich-jüdischen Dialogs; ein besonderes Anliegen war und ist ihm auch die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Evangelischen Kirche in Essen von der Reformation bis heute. Seine Publikationen über die Bekennende Kirche und ihren „Kirchenkampf“ in der Zeit der Nationalsozialismus fanden weite Beachtung; Gehring gehörte seinerzeit zu den Gründern des Vereins zur Erforschung der Kirchen- und Religionsgeschichte des Ruhrgebiets und war auch Mitglied des landeskirchlichen Ausschusses für rheinische Kirchengeschichte. 

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