Was für ein Zirkus

Eltern, Lehrern und Schülern präsentierten die Workshopteilnehmer das Erlernte. Foto: Winkler
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Einmal auf ein Nagelbrett legen oder Feuer spucken, diese Vorstellung gefiel Leon Boßmanns. „Deshalb habe ich mich für die Fakire entschieden“, meinte der Schüler der Gesamtschule Borbeck stolz. Über eine ganze Woche blieb der reguläre Unterricht dort vor den Ferien jetzt mal liegen, stattdessen gastierte der Circus Casselly auf dem Schulhof.

Bereits am Montag startete das Zirkus-Projekt, bei dem die Jahrgänge fünf bis sieben gemeinsam mit den Zirkusprofis ein buntes Programm auf die Beine stellten. Dieses wurde dann schließlich vor Eltern, Lehrern und Schülern in der Manege präsentiert. Die insgesamt zwölf beteiligten Klassen wurden dafür in drei Gruppen geteilt, die alle ihre eigene Vorstellung auf die Beine stellten.
Die Idee zum Projekt kam von Lehrerin Sonja Garlinsky. „Ich kannte ein solches Zirkus-Projekt bereits aus meiner alten Schule.“ Nun hat sie es auch für die Borbecker Gesamtschule in die Wege geleitet. „Die Kinder haben alle viel Spaß, außerdem stärkt das Projekt die Konzentration, das Selbstvertrauen und den Ehrgeiz, da jeder von ihnen eine besonders gute Show abliefern will“, freute sich der stellvertretende Schulleiter Theo Reidick darüber, dass der außergewöhnliche Unterricht so gut bei den Schülern ankam.
Die Teilnehmer konnten zwischen verschiedenen Workshops wählen. Auf dem Programm standen Tierdressur, Bodenakrobatik oder Seiltanz. Eine kleine Schnuppereinheit half den Kids dabei, sich für den persönlichen Favoriten zu entscheiden.
Und wenn die Gruppen mal nicht trainierten, passten die Lehrer, die am Rande des Zirkuszelts mal keine Rolle spielten sondern nur die Aufsicht führen durften, auch den restlichen Unterricht entsprechend an das Thema Zirkus an. So spielten die Textaufgaben in Mathe plötzlich in der Manege, in Englisch ging es nur noch um die „circus performance“ und es entstand sogar eine Zeitungsgruppe, unter der Leitung der Lehrer Inke Wehrmann und Torsten Strüve, die über die Workshops berichtete und die Schüler und Lehrer zu ihren Erfahrungen interviewte.
„Der Aufbau des Zirkus fand bereits am Sonntag vor dem ersten Workshop-Tag gemeinsam mit den Eltern statt“, meint Theo Reidick. Schwieriger, als die Schule für das Projekt zu motivieren, sei die finanzielle Realisierung des Projektes gewesen. „Ohne unsere Sponsoren hätte das nie geklappt.“ Der Restbetrag setzt sich aus den eingenommenen Eintrittsgeldern und den 20 Euro zusammen, die jeder Teilnehmer zu entrichten hatte.
„Wir waren anfangs etwas skeptisch, doch jetzt machen wir es gerne“, erinnert sich Jonny Casselly Senior an die Anfänge des Mitmach-Zirkus. „Die Idee hatte ein Jugendamt.“ Mittlerweile arbeitet der Zirkus seit 22 Jahren mit Schulen und anderen Jugendeinrichtungen zusammen.

SELINA FISCHER

Autor:

Selina Fischer aus Essen-Borbeck

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