Kleingartenverein am Reuenberg hat eines der größten Graffiti der Stadt
Eine ganze Wand voll Essen

Peter Schülke und Dirk Wiaczka vom Vorstand des KGV Reuenberg mit Matthias Scheidig, der am Freitag letzte Hand an sein Werk anlegte.
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  • Peter Schülke und Dirk Wiaczka vom Vorstand des KGV Reuenberg mit Matthias Scheidig, der am Freitag letzte Hand an sein Werk anlegte.
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Wenn der kleine Knirps mit seiner Mama das nächste Mal durch die Kleingartenanlage am Reuenberg spaziert, dann wird er genau wissen, wonach er zu suchen hat. Nach dem kleinen Smiley, den er gemeinsam mit Matthias Scheidig in das Motiv vom Baldeneysee eingebaut hat. "Er ist vorbeilaufen und war direkt total begeistert. Klar, dass er sofort eingewilligt hat, mir beim Sprühen zu helfen", verrät der Essener Künstler.

Eine ganze Woche lang war Scheidig in der Gartenanlage aktiv. Mit Spraydosen, Farben und großem kreativem Potenzial. Seine Arbeitsfläche: Eine 40 Meter lange und zwei Meter hohe Betonmauer. Die verläuft seit neuestem als Grenze zwischen Kleingarten und dem direkt angrenzenden Privatgrundstück. Ursprünglich stand dort einmal eine Buchenhecke. "Nur die mussten wir als Verein pflegen. Das war eine ganze Menge Arbeit", so Geschäftsführer Dirk Wiaczka. Die Kleingärtner waren deshalb nicht böse, als der Eigentümer den Vorschlag einer Mauer einbrachte. Zugestimmt haben sie dem Bau unter der Bedingung, dass sie die dem Kleingarten zugewandte Seite von einem Graffiti-Künstler gestalten lassen dürfen.

Bunte Motive fürs Gerätehaus

Die Wahl fiel auf Matthias Scheidig. Der Spezialist für Airbrush Streetart hatte schon einmal einen Auftrag der Kleingärtner erhalten. Das Gerätehaus der Vereinsmitglieder hat er 2010 mit bunten Graffitos verziert. "Seitdem haben wir Ruhe", freut  sich Wiaczka, dass den vielen Schmierereien, mit denen die Hütte zuvor immer wieder verunstaltet worden war, damit ein Ende gesetzt werden konnte. 

Essen auf 80 Quaratmetern Beton

Jetzt konnte sich Scheidig auf 80 Quadratmetern Beton ausleben. Was dort entstehen sollte, hatten sich die Vorstandsmitglieder des KGV Reuenberg vorab genau überlegt. "Es sollten ausschließlich Essener Motive sein", so der Geschäftsführer. Und so finden sich auf der Wand nun das RWE-Stadion und der Frintroper Wasserturm, die Gruga und Zollverein, der Baldeneysee mit Segelboot und Smiley, Schloß Borbeck, die Synagoge und eine Veranstaltungsbühne. "Dieses Motiv war Pflicht", verrät Dirk Wiaczka. Es soll an die Open-Air-Veranstaltungen erinnern, die der Verein seit sechs Jahren in jedem zweiten Sommer auf seiner Anlage veranstaltet.

Connamara Stone Company live

Das nächste Musikevent unter dem Motto "Der Apfel tanzt nicht weit vom Stamm" findet am Abend des 20. Juli am Reuenberg statt. Mit dabei auch diesmal wieder die Connamara Stone Company. Karten können übrigens unter www.kgvreuenberg.de (Stichwort Konzert und Kartenverkauf) zum Preis von 11 Euro vorbestellt werden. An der Abendkasse kosten Tickets 15 Euro.
 Bis zum Start des Open Air-Events mit Irish Folk, Cocktails und Grillgut hat Matthias Scheidig sein Werk vollendet. Dann sind Farben und Spraydosen längst wieder im Transporter verladen, auch die letzten Details an Synagoge und Zollverein fertiggestellt.

Test: Christa Herlinger

Peter Schülke und Dirk Wiaczka vom Vorstand des KGV Reuenberg mit Matthias Scheidig, der am Freitag letzte Hand an sein Werk anlegte.
Sein Können an der Sprühdose hat Scheidig bereits vor Jahren am Gerätehaus der Kleingärtner unter Beweis gestellt.

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