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Firmengruppe EABG legt Jahresbericht 2018 vor- Aufsichtsrat und Geschäftsführung ziehen positive Bilanz

666 – so viele Kunden konnte die Firmengruppe EABG 2018 erfolgreich in den Arbeitsmarkt bzw. in eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme integrieren – noch einmal gut 6% mehr als im Vorjahr. Vor allem angesichts der z. T. massiven und multiplen Integrationsbarrieren der Teilnehmer ist dieser Vermittlungserfolg eine bemerkenswerte Leistung. Teilnehmende in Arbeitsgelegenheiten waren z. B. im Schnitt gut 9 Jahre arbeitslos, fast drei Viertel von ihnen hatten keine abgeschlossene Berufsausbildung, zahlreiche weitere Vermittlungshemmnisse kamen in der Regel hinzu.
Diese und weitere Kennzahlen sowie Ausblicke auf das Jahr 2019 präsentierten Aufsichtsrat sowie Geschäftsführung des städtischen Beschäftigungs- und Qualifizierungsdienstleisters heute im Rahmen eines Pressegesprächs.
Auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint: der nach wie vor stabile Arbeitsmarkt brachte für die Firmengruppe EABG auch Herausforderungen mit sich. Natürlich sei es verständlich, so Geschäftsführer Hartmut Kütemann-Busch, seit Mitte 2018 alleiniger Geschäftsführer des Firmen-
verbundes, wenn Menschen lieber eine Jobchance ergriffen, statt Zeit und Mühe in eine langwierige und anstrengende Umschulung oder Fortbildung zu investieren und in dieser Zeit natürlich auch auf Einkommen zu verzichten. „Dennoch wird es mit Sicherheit im Zuge einer wirtschaftlichen Abschwächung diese ungelernten Kräfte zuerst treffen - die dann wieder an genau derselben Stelle stehen wie heute.“
Zum anderen mussten erhebliche Bemühungen aufgewandt werden, um für diejenigen, an denen der wirtschaftliche Aufschwung trotz allem vorbeigeht, Angebote zu schaffen bzw. diese Menschen in die vorhandenen Angebote einzubinden. Nicht selten gab es bereits Förderzusagen z. B. für Umschulungen, die aber aufgrund erheblicher Defizite und fehlender Voraussetzungen nicht eingelöst werden konnten. Nach wie vor gilt dies auch für viele geflüchtete Menschen, die trotz hoher Motivation an sprachlichen Hürden oder fehlenden Vorkenntnissen scheitern. Daher haben die Firmengruppe die Themen Sprachvermittlung und Kenntnisfeststellung auch im vergangenen Jahr noch intensiv beschäftigt.
Schwierig sah und sieht es auch immer noch für langzeitarbeitslose Menschen aus, deren Arbeitsmarktintegration in 2018 weiter deutlich hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung her hinkt. „Alle Arbeitsmarktakteure - Fördermittelgeber, potenzielle Arbeitgeber und Bildungsträger - müssen sich bewusst sein, dass Potenziale nur unter erheblichen Aufwendungen, mit genügend Zeit und vor allem Vertrauen auf deren Vorhandensein zutage gefördert werden können“, so Kütemann-Busch. „Umso bemerkenswerter ist auch das hervorragende Ergebnis der Firmengruppe in 2018“, betont der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Peter Huch. „Wenn es die Firmengruppe EABG nicht schon geben würde, müsste sie erfunden werden“, so Huch weiter.

Vorhandene Potenziale zu heben – das ist auch das erklärte Ziel des neuen Teilhabechancen-Gesetzes, das zum 01.01.2019 endlich in Kraft trat. Vier Milliarden Euro will die Bundesregierung investieren, 150.000 Stellen sollen geschaffen werden, in Essen werden es am Ende wohl tatsächlich knapp 600. Wer über 25 Jahre alt sei und in den vergangenen 7 Jahren mindestens 6 Jahre Arbeitslosengeld II erhalten habe, soll mit Hife dieses Gesetzes in den kommenden fünf Jahren über staatliche Lohnkostenzuschüsse zurück in den Arbeitsmarkt geführt werden. Es gibt viel Kritik an diesem Gesetz: die „erforderliche“ Arbeitslosigkeit sei zu lang, es bestehe die Gefahr von Mitnahmeeffekten bei den Unternehmen, es müssten sich überhaupt so viele Jobs finden, in denen die Menschen eingesetzt werden können und noch vieles mehr. Auch in der Firmengruppe EABG gibt es Bedenken, und manches Detail hätte man sich anders gewünscht. „Die nächsten Monate werden zeigen, wie schlagkräftig die neuen Instrumente sind, um die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit endlich aufzubrechen“, so Kütemann-Busch. „Wir haben von der Stunde 0 an die neue Möglichkeiten genutzt und Stellen geschaffen und werden dies auch weiterhin tun.“

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