50 Jahre Lindermann

Leander und Gerda Lindermann vor ihrem ganzen Stolz: ihrer eigenen Gaststätte. | Foto: Winkler
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Vor genau 50 Jahren sind Leander und Gerda Lindermann von Dortmund nach Essen gezogen. Als sie dann in der neuen Stadt eine Gaststätte eröffneten, glaubte kaum einer an dessen langes Bestehen.

Die damals eröffnete Gaststätte „Zum I Punkt“ am Weidkamp 145 war die erste Baustelle der Lindermanns, als sie in Essen ankamen. Die Gastronomen, die beide noch keine 25 Jahre alt waren, pachteten die Räume und bauten sich ihre Existenz auf. Sie hatten es zu der Zeit jedoch nicht leicht: die Konzessionssteuer war hoch, das Inventar musste gekauft werden und der Preis für ein Bier konnte nicht höher als 30 Pfennig gesetzt werden.
So bekamen die gebürtigen Dortmunder nicht viel positives Feedback: „Viele Besucher sagten damals, dass sie uns höchstens vier Wochen geben, bis wir dort wieder raus sind. Das war nicht grade ermunternt“, erzählt Leander Lindermann. Doch wider Erwarten setze sich die Gaststätte „Zum I Punkt“ durch, und beherbergte Jahre lang den Betrieb der Lindermanns.

Weg zum Haus Lindermann

Als der Besitzer der Räumlichkeiten jedoch 1967 zwei Kegelbahnen anbaute, und die Pachtgebühren dadurch deutlich stiegen, sahen sich die Gastronomen nach anderen Räumlichkeiten um, die sie ihr Eigen nennen konnten. Auf der Frintroper Straße 72 wurden sie fündig: dort besteht seitdem dasHaus Lindermann .
Da dort auch eine große Küche Teil der Gaststätte ist, entschied sich Gerda Lindermann als Köchin zu fungieren, und bot den Gästen erstmals Schnitzel verschiedener Art an.
Auch an der Frintroper Straße befanden sich zu dem Zeitpunkt zwei Kegelbahnen in dem Keller des Gebäudes, und so bekam das Haus viele Stammgäste, die sich regelmäßig für die Benutzung der Bahnen eintrugen. Wegen der vielen Kegler und dem großen Zulauf wurden zu den zwei Bahnen nach kurzer Zeit weitere zwei angebaut, die dann auch von den „Sportkeglern“ genutzt wurden.
Seit dem Jahr 2000 sind die Lindermanns jedoch nicht mehr die treibende Kraft in der Gaststätte. Sie haben die Räumlichkeiten an Ute Denkler verpachtet, die die Frau des damals ersten Gastes der Lindermanns ist.
„Heute wird zwar nicht mehr so viel gekegelt wie früher, jedoch bleiben die Gäste der Kneipe nicht aus“, erklärt Gerda Lindermann.
Aus den damals angesetzen vier Wochen des Bestehens wurden also schon 50 Jahre. Wer hätte das gedacht!

Autor:

Rebecca Spielkamp aus Essen-Borbeck

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