Essener Weihnachtsmarkt 2017: Frintroper Familie gespendet Tanne

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Drei Generationen im schönen Garten: Guido, Emil und Raimund Beinert (Foto: Doris Brändlein)

Manche spenden Geld, andere Zeit. Aber auch Tannen sind willkommen - als Weihnachtsbaum.

Bericht von  Charmaine Fischer / Fotos: Doris Brändlein

Am Donnerstag wurde der Weihnachtsbaum für den Willy-Brandt-Platz gefällt. Stolzer Spender dieses Jahr ist Raimund Beinert aus Frintrop. Die Tanne wuchs 50 Jahre in seinem Garten an der Oberhauser Straße. „Wir sind nicht traurig. Der Baum wächst uns über den Kopf und wir hatten schon bei Sturm Ela die Sorge, ob er hält. Jetzt soll ganz Essen etwas davon haben“, erzählt seine Frau, Margret Beinert, voller Vorfreude.
Seit 18 Jahren sucht die Essener Marketing GmbH die Nadelbäume für den Weihnachtsmarkt bei den Bürgerinnen und Bürgern aus der Stadt und der Umgebung. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Raimund Beinert. „Die Beinerts haben sich bei uns beworben und wurden dann ausgewählt. Natürlich ist die Schönheit des Baumes ein Kriterium für die Auswahl, aber eben nicht das alleinige“, weiß Ina Will vom Stadt-Marketing Essen.
Hilfe bei der Auswahl bekommt die EMG von Banzhaf Gartenbau. Das Team fährt zu den Bewerbern und entscheidet, ob es machbar wäre, den Baum zu fällen und ihn zum Willy-Brandt-Platz zu transportieren. Bei Beinert und seiner Tanne haben sowohl die Optik als auch die Rahmenbedingungen gepasst.

18 Meter hoch, 50 Jahre alt

Doch trotz der sorgfältigen Auswahl läuft nicht immer alles reibungslos. Letztes Jahr hatte sich der Transport des Weihnachtsbaumes verzögert. Die 21 Meter hohe Tanne wurde von Familie Scharmann aus Bredeney gespendet. Sie war zu dick und es musste ein größerer Schwertransporter organisiert werden. Auch der Baum der Beinerts ist nicht ohne: Ganze 18 Meter ist er hoch und wurde vor 50 Jahren in ihrem Garten gepflanzt. „Wir sind quasi mit der Tanne aufgewachsen“, lacht Margret Beinert.

Prachtkerl wird mit über 30.000 Lichtern geschmückt

Zu Fall gebracht hat ihn David Gomez von Banzhaf Gartenbau. „Der Baum wird an den Kran gehängt und dann auf Spannung gezogen. Ich säge ihn unten ab und wir platzieren die Tanne zunächst mit dem Kran vorsichtig neben den Garten. In der Nacht kann sie dann mit einem Schwertransporter und mit polizeilicher Begleitung in die Innenstadt gebracht werden“, erklärt Gomez den Vorgang.
Auf dem Willy-Brandt-Platz bekommt der Nadelbaum dann seinen großen Auftritt. Er wird mit über 30.000 Lichtern geschmückt und strahlt für die Besucher des Essener Weihnachtsmarkt.
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 06.11.2017 | 06:49  
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