SPD-Ratsfraktion rückt von Bebauungsplänen im Icktener Bachtal ab
Landschaftsschutzgebiet noch nicht verloren

Ist das mehr als ein Etappensieg für die IG Ickten? Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Essen sprach sich grundsätzlich gegen die Bebauung von Landschaftsschutzgebieten und Grünzügen aus. Damit zeichnet sich eine Rats-Mehrheit für den Erhalt des Icktener Bachtals ab.

Ratsbeschluss im Dezember

"Jetzt steht die CDU allein da", stellt Dr. Gunter Zimmermeyer, Sprecher der Bürgerinitiative, fest. Er sieht das Ende einer unseligen Allianz von SPD und CDU gekommen, die in der Vergangenheit mit "mit Macht, Ignoranz und Verschleierung" die Vernichtung ökologisch wertvoller Flächen vorangetrieben habe.
Über den Bauantrag wird im Dezember beraten, zunächst im Ausschuss für Stadtentwicklung und anschließend im Rat, der genehmigt oder eine Ansage erteilt. "Nur die Linken haben die Baupläne bisher regelmäßig gut begründet abgelehnt", so Zimmermeyer. "Die Grünen sehen vor lauter Klima nicht mehr, dass zunehmend Biotope verschwinden und unsere Lebensgrundlage zerstört wird, sie enthalten sich bequem der Stimme", ätzt er.
Die IG Ickten wirft der Stadtverwaltung vor, in ihrem Antrag auf Umwidmung in Bauland Einsprüche vom Landesamt für Umwelt, Fachorganisationen wie dem NABU und sogar von Beiräten der Stadt zu ignorieren. In der Bürgersprechstunde am Montag dieser Woche wiederholte Oberbürgermeister Thomas Kufen, dass das städtische Amt für Umwelt das Gebiet nicht für schützenswert hält. Auf den Hinweis von Gunter Zimmermeyer, dass nicht nur Fachorganisationen das Gebiet für schützenswert halten, sondern auch die Bezirksvertretung IX, entgegnet der OB, alle strittigen Fragen mit der Bürgerinitiative besprechen zu wollen. Bei einer Demo in Haarzopf skandierten mehr als 900 Essener „Finger weg von Freiluftflächen“. Die Icktener Bürgerinitiative war besonders gut sichtbar.

Autor:

Markus Tillmann aus Essen-Kettwig

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