Millionenverluste bei Evag

Geschätzte fünf Millionen Euro gehen der Evag durch Schwarzfahrer alljährlich an Einnahmen verloren.  Das Nachsehen haben alle zahlenden Fahrgäste.
  • Geschätzte fünf Millionen Euro gehen der Evag durch Schwarzfahrer alljährlich an Einnahmen verloren. Das Nachsehen haben alle zahlenden Fahrgäste.
  • hochgeladen von Dirk-R. Heuer

258 Fahrgäste sind am vergangenen Dienstag, 16. Dezember, an nur einer Haltestelle ohne ein gültiges Ticket erwischt worden.

„Die Überprüfung erfolgte zusammen der PTS GmbH“, sagte Jens Kloth von der Unternehmenskommunikation des Evag.
Insgesamt überprüften die Kontrolleure von 10 bis 16 Uhr 6.830 Fahrgäste der Tram-Linien 101, 103, 105, 106, 107 und 109.
258 Mitfahrer hatten ihr „Ticket“ vergessen. Das entspricht nur an diesem Haltepunkt einer Schwarzfahrerquote von 3,78 Prozent. An der Kontrolle waren 33 Via-Ticketprüfer und vier Servicekräfte beteiligt. Unterstützt wurden sie von der Polizeiinspektion-Mitte, die 64 Personalien feststellte.
Auf die Erwischten kommt nun ein Verfahren zu. Außerdem müssen sie das erhöhte Beförderungsentgelt (EBE) von derzeit 40 Euro zahlen.
Wer nicht bezahlt, erhält nach der ersten Mahnung Post von einem Inkassobüro.

„Grundsätzlich ist Schwarzfahren eine Straftat. Von Kavaliersdelikt kann also keine Rede sein“, erläuterte Kloth. Außerdem schade es der Allgemeinheit.
„Im kommenden Jahr wird Schwarzfahren teurer“, kündigte Kloth an. Am ersten Januar werde das EBE bundesweit auf 60 Euro erhöht. „Wir begrüßen diese Erhöhung.“ Sie sei, im Vergleich zum europäischen Ausland, längst überfällt gewesen.

4,8 Millionen Euro Verlust durch Schwarzfahrer

Der Schaden, den Schwarzfahrer anrichten, geht in die Millionen. Bundesweit entgehen den Verkehrsbetrieben eine Viertelmilliarde Euro an Einnahmen. „2013 lag die Summe bei der Evag bei rund 4,8 Millionen Euro.“
Insgesamt kontrollierte die Evag in dem Jahr über 1.8 Millionen Fahrgäste. 38.430 besaßen kein gültiges Ticket. Das entspricht einer Quote von 2,12 Prozent. Bundesweit liegt sie bei rund drei Prozent. Die Ticketprüfer waren dafür 45.000 Stunden unterwegs.

„Durch die Ticketkontrolle in den Bussen hat die Anzahl der Schwarzfahrer etwas abgenommen“, begründet Kloth die vergleichsweise „besseren“ Zahlen in Essen. In Mülheim lag die Quote der bei Kontrollen erwischten Schwarzfahrer bei 3,38 Prozent und in Duisburg bei 4,03 Prozent.

Autor:

Dirk-R. Heuer aus Hilden

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