Ausflug ins Bergische Land

Erst ein energischer Endspurt sicherte dem Kettwiger Verbandsligisten den Sieg.   
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Spiele der Handballer brachten Siege für die Herren und eine ehrenvolle Niederlage der Damen

Mit einer erheblichen Steigerung zur Vorwoche konnte die Reserve ihren Trainer beschwichtigen. Auch den Damen konnte man letztlich keinen Vorwurf machen. Der Verbandsligist brauchte schon einen energischen Endspurt, um seine Gäste aus Langenfeld zu bezwingen.

Sieben Minuten vor seinem Ende drohte das Spiel beim Stand von 26:25 zu kippen. Doch Lars Pfeiffer und Moritz Brix verhinderten mit ihren Treffern nach starken Ballgewinnen in der Abwehr ein Herzschlag-Finale.

Zehn Tore vom Kreisläufer

1. Herren gegen SG Langenfeld II 29:26
Tore: Pfeiffer (10), Bing (5), Brix (4), Möller (3), Käsler (2), Schwartz (2), Röckmann (2), Gehenio.
Letztendlich wurde es ein verdienter Erfolg, ohne groß zu glänzen. Gestützt auf eine starke Deckung, kam der Verbandsligist zu seinem sechsten Heimsieg. Ein Sonderlob galt Simon Stempel, der ein überragendes Spiel in der Defensive der Kettwiger hinlegte. Da auch Torhüter Florian Henseler gut aufgelegt war, konnten sich die Gastgeber schnell auf 6:2 absetzen. Sie kamen immer wieder über eine zwingende zweite Welle und exzellentes Kreisspiel zu einfachen Toren, so dass Kreisläufer Lars Pfeiffer mit insgesamt zehn Toren erfolgreichster Schütze war. Mitte der ersten Halbzeit konnte Kettwig sogar trotz Unterzahl doppelt treffen und den Vorsprung auf sechs Tore ausweiten. Zur Pause wurden mit 17:11 die Seiten gewechselt. Bis zum 26:21 eine Viertelstunde vor dem Ende schien auch alles seinen Lauf zu nehmen. Aber dann folgte eine Schwächephase, viele Torchancen wurden vergeben, da zu hastig der Abschluss gesucht wurde. Die Gäste waren sofort hellwach und robbten sich bis auf ein Tor heran, der Vorsprung war fast dahin geschmolzen. Nur durch einen energischen Endspurt brachte sich Kettwig in Sicherheit, Jan Peter Käsler machte mit seinem 29:26 kurz vor der Sirene den Sieg fest. Der dritte Rang bleibt fest in Kettwiger Hand, der Kampf um den Vizetitel hinter dem designierten Meister LTV Wuppertal bleibt spannend. Am Sonntagabend unternimmt Kettwig einen hoffentlich erfolgreichen Ausflug ins Bergische Land. Dort wartet das abgeschlagene Schlusslicht HSG Radevormwald / Herbeck.

Da wäre mehr drin gewesen

Damen gegen TV Ratingen 17:25
Tore: Museiko (4), Bernstein (3), Schoenke (3), Kloss (2), Laermann (2), Lambach (2), Eumann.
Die Mannschaft von Trainer Michael Risse konnte sich gegen den TV Ratingen über lange Strecken bestens aufgelegt präsentieren. Erst zum Ende hin musste sie den entscheidenden Rückstand akzeptieren. Kettwig kam gut ins Spiel und konnte mit dem ersten Angriff sofort auch den ersten Treffer erzielen. Viel Zug zum Tor war zu erkennen, der sehr bewegliche Angriff spielte mit Druck. Plötzlich führten die Gastgeberinnen verdient mit 6:4 gegen den klaren Favoriten aus Ratingen, der wohl überrascht war und sich abschlussschwach zeigte. Dummerweise verwarf Kettwig gleich zwei Siebenmeter und musste den Ausgleich hinnehmen. Den KSV-Damen unterliefen nun immer mehr Flüchtigkeitsfehler, was den Gegner stark machte. Rund zehn Minuten lang gelang kein einziger Treffer mehr. Auch wies die Deckung immer größere Löcher auf, so dass sich Ratingen bis zur Halbzeit auf 13:10 absetzen konnte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten beide Teams viele Fehler, bis zur 40. Minute war es ein Duell auf Augenhöhe. Die Kettwiger hielten tapfer dagegen und kamen zwischendurch auf 13:14 heran. Hätten die Kettwiger ihre Chancen besser genutzt, wäre mehr drin gewesen, doch so zog der Tabellenzweite unwiderstehlich davon. Zwar deutlich verbessert im Vergleich zur Hinrunde, agierte der KSV aber doch manchmal etwas behäbig und zu nah an der Abwehr der spielerisch klar besseren Gäste. Nun geht es zur HSG Werden / Phönix an die Raumerstraße. Dort haben die Kettwiger ihre nächste Chance auf zwei Punkte.

Wiedergutmachung betrieben

2. Herren gegen ETB SW Essen 27:23
Tore: Scheid (7), Müller (5), S. Schinke (5), Simon (5), Haehn (3), Bach, Luhrenberg.
Nach der schlechten Leistung im Spiel gegen die Fortuna aus Düsseldorf hatte Trainer Daniel Averbeck Wiedergutmachung gefordert. Nach dem Abpfiff einer hart umkämpften und vor allem erfolgreichen Partie gegen den bisherigen Tabellenvierten ETB konnte der Übungsleiter zufrieden konstatieren: „Die Jungs haben heute eine adäquate Antwort gegeben. Somit sind wir jetzt wieder im Soll.“ Das Spiel gegen den Stadtkonkurrenten ETB Schwarz-Weiß Essen war eher ein taktischer als ein spielerischer Leckerbissen. Aufgrund der vielen Spielerausfälle auf beiden Seiten begannen die Kettwiger mit einer offensiven Manndeckung gegen die bekannt wurfgefährlichen Rückraumspieler des ETB. Der reagierte direkt und brachte im Angriff stets den siebten Feldspieler. Anfänglich schien diese Maßnahme die Kettwiger zu überfordern, der ETB warf eine 11:5 Führung heraus.
Dann bekam die Kettwiger Abwehr, angeführt von Tim Littmann, besseren Zugriff und der Rückstand konnte verringert werden. Im Pausengespräch prangerte Trainer Averbeck die fehlende Bewegung im Angriff an. Die Ansprache saß, bald war der 12:12 Ausgleich erzielt. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe, die Führung wechselte stetig hin und her, ohne dass sich einer der Gegner absetzen konnte. Dann fehlte den Gästen das nötige Glück und Kettwig setzte sich auf 25:21 ab. Der ETB versuchte alles, allerdings ohne Erfolg. Die KSV-Reserve liegt jetzt nur noch einen Punkt hinter den Schwarz-Weißen.
Da die Liste mit den Langzeitverletzten Fabian Fuchs, Sascha Graefer, Julian Müller und Riccardo Schinke einfach nicht kürzer werden will, warnt Trainer Daniel Averbeck vor dem nächsten Gegner: „Diese Angriffsleistung wird am Samstag beim neuen Vierten HSG Gerresheim nicht ausreichen.“

Erst ein energischer Endspurt sicherte dem Kettwiger Verbandsligisten den Sieg.   
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Die Kettwiger Reserve gewann gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen. 
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