Die Kettwiger Handballer hatten den Oberligisten am Rande der Niederlage
Dramatischer geht nicht

Starke Kettwiger zwangen den Oberligisten in die Verlängerung. 
Foto: Gohl
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Die Kettwiger Handballer zwangen im HVN-Pokal den Tabellenführer der Oberliga in die Verlängerung. Dort mussten sie neun Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Gegentreffer einstecken.

Kettwig 1. Herren gegen Remscheid 34:35
Tore: Käsler 9, Pfeiffer 7, Bing 6, Heiderich 4, Deege 2, Röckmann 2, Stempel 2, Leisen, Schäfer.
Dramatischer geht es nicht. Sekunden vor dem Ende der Verlängerung konnte sich der haushohe Favorit doch noch ins Halbfinale werfen. Mutige Kettwiger warfen alles in die Waagschale und standen am Ende doch mit leeren Händen da.
Remscheid begann dominant und führte schnell mit 4:1 Toren. Kettwig ließ sich aber nicht ins Bockshorn jagen und glich wieder aus. Mit dem 6:5 warf Constantin Heiderich erstmals eine Führung heraus. Die Gastgeber übernahmen das Kommando, vor allem Marc Bing war nicht zu bremsen. Dann verwandelte Lars Pfeiffer einen Siebenmeter zur 17:13 Halbzeitführung. In der Pause diskutierten die Zuschauer bereits angeregt über die Wahrscheinlichkeiten, dem Oberligisten wahrhaftig ein Beinchen stellen zu können.

Die Sensation winkte bereits

Nach dem Wechsel kam Remscheid auf und Kettwig verbaselte einen Siebenmeter. Doch das 21:18 durch Jan Peter Käsler hielt die Mannschaft eine Viertelstunde vor dem Ende noch voll im Rennen. Die entscheidende Phase begann und brachte fünf Zeitstrafen gegen Kettwiger. Die Remscheider fingen sich drei Herausstellungen. Eine davon glatt Rot nach rüdem Foul an Marc Bing, der nicht weitermachen konnte. Die Gäste kamen immer näher, aber auch ihnen versagten die Nerven vom Siebenmeterpunkt. Als Constantin Heiderich das 28:27 erzielte und Kettwig eine halbe Minute vor Schluss Ballbesitz hatte, winkte bereits die Pokalsensation. Doch Remscheid eroberte mit Manndeckung das Leder und der Ausgleich machte eine Verlängerung nötig. Noch einmal zehn Minuten lang ging es hoch her.
Mit 31:31 wurden zum allerletzten Mal die Seiten gewechselt. In der finalen Spielminute stand es immer noch Unentschieden. Sollte es wirklich ins Entscheidungswerfen gehen? Nein. Sage und schreibe eine Winzigkeit von drei Sekunden war noch zu absolvieren. Remscheid kam zum Wurf, zum Torerfolg, zum glücklichen Sieg. Abteilungsleiter Werner Dörnenburg war fassungslos: „Wir machen ein Bombenspiel und belohnen uns nicht. Die Zuschauer waren begeistert, der Gegner war mächtig beeindruckt. Aber da können wir uns auch nix für kaufen.“

Starke Kettwiger zwangen den Oberligisten in die Verlängerung. 
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Marc Bing wurde rüde gefoult und fällt erst einmal aus. 
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