Im Spitzenspiel der Bezirksliga zeigten sich die Mintarder als Mentalitätsmonster
Ein Meisterstück

Die Mintarder drehten im zweiten Durchgang mächtig auf.
Foto: Gohl
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Was war das einer schöner Abend für die DJK Mintard! Die Sportanlage platzte aus allen Nähten, die Heimmannschaft siegte und baute ihren Vorsprung an der Spitze kräftig aus.

DJK Mintard I gegen Mülheimer FC 2:1

Man schrieb die 70. Minute und es stand unentschieden im Spitzenspiel. Plötzlich ertönte des Trainers zartes Stimmchen und Marco Guglielmi brüllte über den ganzen Platz: „Das kann unser Spiel werden, Jungs. Glaubt dran!“ Recht hatte er.
Die Partie begann mit ungeheurem Respekt voreinander. Beide Teams wussten genau, wie wichtig dieses Aufeinandertreffen war. Das hatten auch die annähernd 300 Zuschauer so empfunden, die in die Aue pilgerten. Die letzte Chance für den FC, doch noch die Meisterschaft zu erringen. Die ideale Gelegenheit für die Mintarder, einen Verfolger abzuschütteln. Zunächst hatten die extrem spielstarken Gäste mehr vom Spiel. DJK-Motor Marco Brings fand nicht so richtig ins Spiel und Goalgetter Mathias Lierhaus hing in der Luft. Sein Sturmpartner Komlan Agbegniadan war da der deutlich aktivere Part. Doch die Dreierkette um den ruhenden Pol Julian Piontek stand bombensicher und Torhüter Dominic Haas blieb weitgehend unbeschäftigt. Fast wäre in der zwölften Minute die Führung fällig gewesen. Ein weiter Freistoß überraschte die Mülheimer Abwehr, doch der freistehende Marius Beyer bekam das Leder nicht unter Kontrolle. Nach Flanke von Nick Heppner klärte der FC noch soeben vor dem einschussbereiten Silas Baffour. Das Tor fiel dann auf der anderen Seite. Nach einer halben Stunde verlor Mintard das Leder am Mülheimer Strafraum und reklamierte noch, als die Gäste blitzschnell einen sauberen Konter aufzogen. Ein schön herausgespieltes Tor brachte die DJK unter Zugzwang.

Völlig verwandelt nach der Pause

Was auch immer Trainer Guglielmi seinen Jungs in der Kabine eingebläut hatte, es wirkte. Völlig verwandelt erschienen die Blau-Weißen zur zweiten Halbzeit. Marco Brings steckte das Leder durch zu Nick Heppner, der den Torwart bezwang. Kurz darauf bediente Heppner den durchgestarteten Brings, dessen Schuss der Keeper mit der Fußspitze noch abwehrte. Bald hatte der FC den Schock verdaut und griff wieder an. Das Spiel nahm nun deutlich an Tempo auf. Bei einem gefährlichen Flatterball aus der Distanz riss Keeper Haas in höchster Not die Fäuste hoch. Als dann nach Julian Pionteks Attacke der Stürmer fiel, forderten die zahlreichen Gästefans wütend Elfmeter. Doch der bis dahin gute Schiedsrichter zuckte nur mit den Schultern. Eine Minute später schaltete Mathias Lierhaus nach einem Freistoß am schnellsten und hämmerte das Leder aus 16 Metern ins Netz. Der flinke Stürmer „Platini“ Agbegniadan müsste eher „Usain“ heißen. So schnell war noch keiner in der Bezirksliga. Im Strafraum angekommen, wurde Agbegniadan gelegt und konnte erst nach Behandlungspause weitermachen. Auch hier blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm. Ein Drehschuss aus 20 Metern zischte dem DJK-Kasten entgegen, doch Haas entschärfte die Situation. Dann war „Platini“ wieder durch und traf, doch das vermeintliche 3:1 wurden wegen angeblicher Abseitsposition nicht gegeben. In der 90. Minute legte sich der FC den Ball zum Freistoß zurecht und Torhüter Dominic Haas musste sein Bestes geben, um diesen Schuss noch irgendwie aus dem Winkel zu fischen. Fünf Minuten Nachspielzeit wurden zur Nervenprobe. Doch die Mintarder bestanden sie erstklassig und durften ausgelassen den Big Point bejubeln.
Da Konkurrent Steele nämlich überraschend unterlag, beträgt der Vorsprung der Mintarder bereits acht Punkte. Das sieht richtig gut aus für die Blau-Weißen, allerdings sind nur zwei der sechs noch ausstehenden Partie Heimspiele. Bei abstiegsbedrohten Krayern dürfte es schwer werden, schon das 2:0 im Hinspiel war keine leichte Geburt.

Spannung in der Damenbezirksliga

Auch für die anderen Teams geht es nach der Osterpause weiter. In der Damenbezirksliga wird es so richtig spannend. Sollte es für den Aufsteiger wirklich zum Durchmarsch reichen? Das Team von Trainer Torsten Eichholz liegt fünf Spieltage vor Saisonende punktgleich mit Duisburger FV und Mettmann-Sport an der Spitze. Diese drei Titelkandidaten spielen alle noch gegeneinander. Mit einem Sieg über den Mülheimer SV möchten die Blau-Weißen den Druck hoch halten.
Der FSV Kettwig I holte aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt und muss sich wieder aufrappeln. Der ehrgeizige Trainer Slavko Franjic will zumindest noch die Vizemeisterschaft holen. Doch zunächst muss sein Team bei heimstarken Niederbonsfeldern bestehen.
Bei der DJK Mintard II läuft die Uhr runter. Nur noch sechs Spiele lang wird Daniel Molitor die Mannschaft betreuen: „Wir vom Trainerteam hören im Sommer auf. Es macht keinen Sinn mehr.“ Verstärkt sollen nun A-Jugendliche eingebaut werden. Trotz des sicheren Abstiegs verspricht Molitor: „Wir werden uns reinhängen und ordentlich verabschieden.“ Das jüngste 0:9 tat nämlich echt weh: „Da haben wir uns aufgegeben. Das darf nicht noch mal passieren.“
Aus sechs Partien gab es für die Kettwiger Reserve nur einen Sieg. Nach zuletzt schwachen Auftritten möchte der FSV II wieder punkten. Doch die Burgaltendorfer Dritte wird ein harter Prüfstein.

So rollts Leder

Sonntag, 28. April
10.30 Uhr: SV Burgaltendorf III gegen FSV Kettwig II, Windmühle.
13 Uhr: DJK Mintard III gegen BG Überuhr III, Durch die Aue.
15 Uhr: DJK Mintard Damen gegen Mülheimer SV, Durch die Aue.
15 Uhr: SuS Niederbonsfeld gegen FSV Kettwig I, Kohlenstraße.
15 Uhr: ESG 99/06 gegen DJK Mintard II, Hubertusburg.
17 Uhr: Winfried Kray gegen DJK Mintard I, Wendelinstraße.

Die Mintarder drehten im zweiten Durchgang mächtig auf.
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Nach einer Leistungssteigerung baue die DJK ihren Vorsprung aus. 
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