Abschied vom Arndthaus planen

Nachdem die evangelische Kirchengemeinde im letzten Jahr bekannt gegeben hatte, dass einschneidende Sparmaßnahmen nötig sind, um die Gemeinde finanziell auf einem gesunden Kurs zu halten, sind inzwischen die ersten dieser Maßnahmen bereits umgesetzt. Und es geht weiter...
Die letzten Monate waren bestimmt von der Abwicklung des Gemeindeamts, das inzwischen - zusammen mit zwei Kettwiger Mitarbeitern - nach Essen gezogen ist. „Das hat natürlich sehr viel Arbeit gekostet, das zu organisieren“, berichtet Silke Althaus. „Für uns ist das ein großer Wechsel, von dem die Gemeindemitglieder eigentlich nichts mitbekommen.“ Denn der Service, den das Gemeindeamt für die Evangelischen vor Ort anbietet, der bleibt erhalten.
Der Kindergarten Corneliusstraße und sein Förderverein kämpfen gegen die geplante Schließung und suchen ständig nach Sponsoren (der Kurier berichtete). Sie wollen jährlich 15.000 Euro zusammenbekommen, als nächstes ist ein Benefiz-Konzert des Gospelchors geplant. „Die Gemeinde hat daraufhin die Weiterführung der Einrichtung bis zum Kindergartenjahr 2014/15 garantiert“, erklärt die Pfarrerin.
Die nächste große Aufgabe, die für die evangelische Gemeinde ansteht, ist der Abschied vom Arndthaus in Vor der Brücke. „Wir haben inzwischen viele Lösungen gefunden“, freut sich Silke Althaus. Eine Seniorenkochgruppe wechselt ins Eckhaus, die Märchentruhe geht in die Fachklinik (der Kurier berichtete), der Blaue Montag und eine Frauengruppe wechseln ins Gemeindezentrum Mitte. „Es gibt nur noch eine Tischtennis-Gruppe, die noch nicht untergebracht ist“, so die Pfarrerin. Die Damen und Herren treiben ihren Sport montags zwischen 18.30 und 19.30 Uhr.
„Für uns alle ist das natürlich eine sehr traurige Angelegenheit, das Haus aufzugeben“, gibt Silke Althaus zu. „Dass da nicht alle Hurra schreien, auch wenn wir jetzt schon viele Lösungen gefunden haben, ist ja klar.“ Deshalb soll die Gemeinde in jedem Fall einbezogen werden, wenn‘s um die Abschiedsfeier für das Arndthaus geht. Der Termin steht schon fest: Im Rahmen des Gemeindefestes am 9. / 10. Juli soll der letzte Gottesdienst gefeiert werden, danach wird dann ins Gemeindezentrum Mitte umgezogen. „Einige Fragen sollen unbedingt gemeinsam beantwortet werden“, verspricht Silke Althaus. „Was wird mitgenommen: Die Taufschale, die Abendmahl-Utensilien? Wo hängt das Herz der Gemeindemitglieder dran? Welche Bilder sollen mit?“ Aber auch wie genau Abschied gefeiert werden soll, soll gemeinschaftlich entschieden werden. Deshalb lädt die Gemeinde am Montag, 21. März, 10 Uhr (Blauer Montag-Termin!) und am Donnerstag, 24. März, 19.30 Uhr zur Gemeindeversammlung ein. „Da wollen wir Antworten finden.“
Aber natürlich interessieren sich die Gemeindemitglieder auch dafür, wie es mit dem Arndthaus, dem Grundstück und dem Pfarrhaus weitergehen soll. „Wir lassen uns in dieser Sache beraten und hoffen, dass wir bis zur Gemeindeversammlung Ergebnisse haben, die wir dann vorstellen können“, verspricht Silke Althaus. Aber im Mittelpunkt der Versammlung sollen in jedem Fall die Pläne für den Abschied vom Arndthaus liegen.

Autor:

Silke Heidenblut aus Gelsenkirchen

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