KettIN Unternehmertreff bei der freiwilligen Feuerwehr in Kettwig

Gisela Walschebauer & Silke Schöneberg (Wunschimmobilien), Luise Suthoff (Suthoff for men), Wolfgang Bieger (KettIN Pressesprecher), Marlies Roggelin (ChocoLädchen WunderBar), Maike Feddern (Galerie Art Kettwig), (v.l.n.r.)
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Löschen, Retten, Bergen

KettIN Unternehmertreff bei der freiwilligen Feuerwehr.
Dieses Motto der Feuerwehr hat sich KettIN sicher nicht aufs Panier geschrieben, trotz scheinbar gerade durchgestandener Wirtschaftskrise, als der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der freiw. Feuerwehr Kettwig, Carsten Hoffmann zusammen mit dem KettIn Vorsitzenden Roger Kessler die anwesenden Gäste begrüßte
Die Wache Kettwig-Mitte wurde 1956 erbaut. Ein Anbau zur Erweiterung der Feuerwache ist in Planung. Seit einiger Zeit ist die Kettwiger Feuerwehr Mitglied bei KettIN und umgekehrt. Aus gutem Grund unterstützt KettIN die Feuerwehr durch seine Mitgliedschaft im Förderverein Freiwillige Feuerwehr Kettwig, um den Helfern zu helfen. Eines hat KettIN als Solidargemeinschaft des Kettwiger Handels und die Feuerwehr mit Sicherheit gemeinsam, sich nicht dem St. Floriansprinzip zu verschreiben, das da heißt „Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd‘ andre an“. Was bei der Feuerwehr alle für einen, einer für alle bedeutet, nennt sich bei KettIN „gemeinsam kann man mehr erreichen“, auch wenn mancher glaubt auf anderer Leute Kosten, einfacher zum Ziel zu kommen.
Gesamtlöschzugführer Klaus Stichel kündigte für den Verlauf des Abends eine praxisnahe Demonstration an, während sein Stellvertreter Stephan Schlunken, -gleichzeitig Zugführer des Löschzuges Kettwig Mitte- in kurzen und informativen Darstellungen auf verschiedene Details der Heimatwache Kettwig-Mitte einging.
Kettwig sei der einzige Essener Stadtteil, der mit zwei Standorten in vor der Brücke und Mitte ausgestattet sei.
Im zurückliegenden Jahr gab es bisher 254 Einsätze mit insgesamt 204 Stunden, die von vornehmlich Freiwilligen ausgeübte Einsatzbereitschaft beträgt 24 Stunden, an 7 Tagen in der Woche und 365 Tagen im Jahr, das bedeutet ständig und immerwährend in Bereitschaft. Die Einführung eines individuellen elektronischen Meldegerätes habe die Sirenenalarmierung abgelöst, der Vorteil, so Stephan Schlunken, sei nicht nur, dass die Bevölkerung akustisch weniger in Mitleidenschaft gezogen würde, auch die Ausrückzeiten haben sich dadurch wesentlich optimiert, tagsüber sei man binnen 4-5 und nachts in 2-3 Minuten startklar.
Der Förderverein, so Carsten Hoffmann, sei dazu da, wie der Name schon sage, die Freiwillige Feuerwehr, mit den Beiträgen der z.Zt. 200, auch passiven Mitgliedern, zu unterstützen. So habe unter anderem durch Vereinsinitiative der Schlauchturm einen neuen ansehnlich Anstrich bekommen und ein Beamer für Schulungs-Projektionen wurde angeschafft. Durch das Sponsoring des Fördervereins konnten die beiden Unterbrandmeister Kay Broders und Oliver Lücke einen inter-nationalen Hilfeleistungslehrgang in Thüringen besuchen. Technische Neuerungen und Einsatztaktik, gerade bei Verkehrsunfällen, waren drei Tage lang das Thema dieses absolut professionellen und aufregenden Lehrgangs. Immer wieder größte Belastungen gilt es für alle Beteiligten durchzustehen, wenn Kinder bei Einsätzen, zu denen die Feuerwehr gerufen wird, betroffen sind. Insbesondere bei kindlichen Opfern führen einsatzbezogene Ausnahmesituationen zu traumatischen Schäden. Die Freiwillige Feuerwehr E.-Kettwig hat hierfür Feuerwehr-Teddybären beschafft, die bei Einsätzen an betroffene Kinder verteilt werden. Ein kleiner Trost und etwas zum Kuscheln sollen so für etwas Ablenkung sorgen. Die Teddys konnten durch den Verkaufserlös von Rauchmeldern angeschafft werden. Die erste Bewährungsprobe bestanden die Kuscheltiere auch sehr schnell bei einem Verkehrsunfall auf der A52. Bei einem heftigen Auffahrunfall waren zwei Kinder und ihre Mutter in Ihrem Fahrzeug eingeklemmt und konnten unverletzt befreit werden. Am Einsatzort erhielten die Kinder jeweils einen Teddy, der stets auf dem LF 24 mit ausrückt. Beruhigte Kinderaugen waren der Lohn.
Großes Glück hatten die Teilnehmer, dass draußen, auf einen möglichen Einsatz wartend, das neue Löschrettungsfahrzeug zur Besichtigung bereit stand, eine Kombination von Notfallambulanz und Brandbekämpfung, das vor allem für etwas entlegenere Gegenden geschaffen wurde. Das Fahrzeug sei zwar noch keine „Eier legen Wollmilchsau“ aber eine „Mehrzweckwaffe“, die sowohl bei Unfällen, als auch bei Feuer eingesetzt werden könne. Ein riesiger Fortschritt, wenn man bedenkt, dass die feuerwehrtechnische Ausrüstung in der vorindustriellen Zeit in Deutschland auf einfache Hilfsmittel wie Eimer, Leitern oder Einreißhaken beschränkt war. Im 17. Jahrhundert wurde dann der Schlauch erfunden, der zuerst aus genähtem Leder angefertigt wurde; später wurde das Leder vernietet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden noch Handpumpen, sogenannte Feuerspritzen verwendet, die von Pferden oder der Löschmannschaft an die Einsatzstelle gezogen wurden.
In den USA wurden erst Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten privatwirtschaftlich organisierten Berufsfeuerwehren gegründet. Teilweise wurden nur Häuser gelöscht, welche die Plakette eines solchen Unternehmens trugen, was ein wenig an die heutige Situation des privaten Sicherheitsdienstes in Kettwig erinnert. Dennoch stand bei allen Versammelten einhellig fest, Gemeinschaft, statt St. Floriansprinzip.
Welche Gefahren auch im Haushalt entstehen können, wurde durch gezielte Explosion einer Deodorant Spraydose durch Erhitzung demonstriert, dabei hob es den absichernden Eisenmantel um beinahe 1 Meter. Um das richtige Verhalten bei einem Haushaltszwischenfall zu erlernen, wurde allen die Möglichkeit einer Brandschutzschulung ans Herz gelegt.
Abschließend berichteten die beherzten Männer noch von dem Hellweg Brand. Nach dem Großbrand des Axel Springer Verlages im Jahre 1998 war dies das größte Schadenfeuer in Kettwig gewesen. Rund 120 Einsatzkräfte der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr, insgesamt 6 Löschzüge und div. Sonderfahrzeuge waren im Einsatz. Fast 4 Stunden dauerte es, bis das Feuer unter Kontrolle war sowie weitere 4 Stunden um das Feuer tatsächlich zu löschen.
KettIN Pressesprecher Wolfgang Bieger bedankte sich für die Einladung und rief auf, es bei der reinen Mitgliedschaft als Verein nicht bewenden zu lassen, jeder einzelne Unternehmer habe hier die Möglichkeit, auch und gerade durch seine Einzelmitgliedschaft zu fördern. Bieger wird deshalb Aufnahmeanträge an alle Mitglieder versenden.
HELFEN auch Sie den HELFERN.
Spendenkonto
Kto.-Nr. 112 112 8
BLZ 360 700 24
Förderverein Freiwillige Feuerwehr Kettwig e.V

Gisela Walschebauer & Silke Schöneberg (Wunschimmobilien), Luise Suthoff (Suthoff for men), Wolfgang Bieger (KettIN Pressesprecher), Marlies Roggelin (ChocoLädchen WunderBar), Maike Feddern (Galerie Art Kettwig), (v.l.n.r.)
Brand Hellweg Baumarkt
Autor:

Wolfgang Bieger aus Essen-Kettwig

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