21 Klos für alle Fälle

Dr. Jochen Stemplewski von der Emschergenossenschaft blickt in das Rock Klo.
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  • Dr. Jochen Stemplewski von der Emschergenossenschaft blickt in das Rock Klo.
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„Ich habe schon viele Ausstellungen eröffnet“, erklärt Bürgermeister ­Rudi Jellinek, „aber so eine noch nicht!“ Wer will es ihm verdenken, stellt die Emschergenossenschaft derzeit 21 mobile Klohäuschen im Allee-Center Altenessen aus, um die Geschichte des Stillen Örtchens und den Weg des (Ab-)Wassers zu dokumentieren.
Gibt es eine Sanitärkultur, ist es vielleicht sogar Luxus, ein Klo zu besitzen? Viele Fragen rund um das Thema „Toilette“ werden in der Ausstellung, die noch bis zum 3. März zu sehen ist, aufgegriffen.
Die Aufforderung „Treten sie doch ein“, mag zunächst manchen Besucher abschrecken, doch eine Benutzung der 21 ausgestellten Klo­häuschen ist ausdrücklich nicht vorgesehen. Statt dessen kann man sich mit den verschiedenen Arten der stillen Örtchen auseinandersetzen: Kunst-Klo, Sex-Klo, Rock-Klo, das Klo als Luxusgut in der Antike, WC als Abort mit direkter Weiterleitung zur Kläranlage. Nicht nur hier kommt dann die Emschergenossenschaft ins Spiel, die die Reinigung des Abwassers in der Region sicherstellt. Ihr Vorstandsvorsitzender, Dr. Jochen Stemplewski, erinnert daran, dass „Klos als wesentlicher Faktor für Gesundheit und gutes Leben“ gelten. Allee-Center-Manager Markus Haas erinnert an das Klo als Ort der Kommunikation, nicht immer geht diese still vonstatten.
Die Ausstellung im Allee-Center nutzt den Innenraum der Toi-Toi-Häuschen als Ausstellungsfläche, das Öffnen jeder Tür wird zu einem Erlebnis: ob als „Rock-Klo“ mit dem berühmten Bild Frank Zappas oder auch als Literatur-Klo, das markige Klo-Sprüche kultiviert und durch Statements von Elfriede Jelinek oder Henry Miller geadelt wird.
Ganz nebenbei erzählt sich auch die Geschichte des Klopapiers und der Hygiene. Und natürlich - last but not least - die Geschichte der Klofrau. Einer muss das Ding schließlich sauber halten ...
Auch mit tiefgreifenden Erkenntissen und profundem Fachwissen lässt sich die Ausstellung wieder verlassen: So heißt es, dass Männer offenbar die längste Zeit auf besagtem Ort verbringen. Lesend ...

Autor:

Petra de Lanck aus Essen-Süd

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